MEDIZIN: Originalarbeit

Qualität der Schmerztherapie in deutschen Krankenhäusern

The Quality of Pain Management in German Hospitals

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(36): 607-14; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0607

Maier, Christoph; Nestler, Nadja; Richter, Helmut; Hardinghaus, Winfried; Pogatzki-Zahn, Esther; Zenz, Michael; Osterbrink, Jürgen

Hintergrund: Das 2003 gestartete Projekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ soll bundesweit das Schmerzmanagement verbessern. Hierfür wurde eine Bestandsaufnahme durchgeführt.

Methode: Ausgewertet wurde eine anonymisierte Befragung von 2 252 operativ und 999 konservativ versorgten Patienten in 25 Kliniken. Die Probanden wurden zwischen 2004 und 2006 zur Intensität ihrer Schmerzen und zur Effektivität der Schmerztherapie interviewt.

Ergebnisse: Schmerzfrei waren postoperativ 12,4 % (konservativ: 16,7 %), moderate bis starke Schmerzen in Ruhe hatten 29,5 % beziehungsweise 36,8 % der Patienten. Unter Belastung klagten aber mehr als 50 % der Behandelten über Schmerzen. 55 % beziehungsweise 57 % der Patienten gaben eine schlechte Note für die Schmerztherapie. Schmerzspitzen traten vor allem außerhalb der Regelarbeitszeit auf. 39 % der konservativ behandelten Patienten (operativ 15 %, p < 0,001) erhielten trotz Schmerzen keine Schmerztherapie. Der Anteil nicht ausreichend wirksamer Schmerzbehandlungen war mit 45,6 % bei konservativ behandelten Patienten signifikant höher als nach Operationen (29,6 %). Patienten mit maligner Erkrankung wurden häufiger mit starken Opioiden behandelt.

Schlussfolgerung: Postoperativ treten noch zu häufig, besonders unter Belastung, starke Schmerzen auf. Auch auf konservativ therapierenden Stationen leiden die Patienten vergleichsweise oft unter zu starken Schmerzen. Die Behandlung von Tumorpatienten ausgenommen, ist zudem die Versorgung schlechter als im postoperativen Bereich: Die Wartezeiten sind länger und es werden öfter unwirksame Medikamente verabreicht. Einzelne Kliniken zeigen andererseits durch ihr positives Beispiel, dass eine qualifizierte Schmerztherapie sowohl im operativen als auch im konservativen Bereich möglich ist.

Starke, unerträgliche Schmerzen sollten heutzutage während eines Klinikaufenthaltes eigentlich vermeidbar sein – gleichgültig, ob sie nach einer Operation oder infolge einer akuten oder chronischen Erkrankung auftreten (1, 2). Denn seit Jahrzehnten stehen zur Behandlung von Schmerzen ausreichend sichere Medikamente und Analgesieverfahren zur Verfügung sowie die organisatorischen Strukturen, um die Maßnahmen zur Schmerztherapie erfolgreich umzusetzen. Ein Beispiel hierfür sind die Akutschmerzdienste, die in den 1980er Jahren erstmals in Deutschland und in den USA eingeführt wurden (311, e1e11).

Zumindest für die postoperative Schmerztherapie gibt es seit kurzem aktualisierte nationale und internationale Leitlinien sowie Standards für das pflegerische Management (e1, 12, e12, e13). Dennoch zeigen Erhebungen aus dem In- und Ausland, dass sich die schmerztherapeutische Versorgung von stationären Patienten mit postoperativen Schmerzen seit den 1980er Jahren bis heute nur graduell gebessert hat (1, 4, 11, 1316, e3, e4, e13e15).

Zum Thema Schmerztherapie liegen in Deutschland zwar viele Befragungen von Ärzten vor (11, 16, e4, e5, e14), jedoch im Gegensatz zu Frankreich (13), England (17) und den USA (1) nur wenige repräsentative, multizentrische Daten, die auf Angaben der betroffenen Patienten beruhen (13, 18). Bemerkenswerterweise fehlen sogar weltweit Daten zur Effizienz der Akutschmerztherapie auf nichtoperativen Stationen. Um hier Abhilfe zu schaffen, wurde vor sieben Jahren das Projekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ (SFK)* initiiert. Neben einer Struktur- und Prozessanalyse wurde durch Befragungen von mehr als 4 000 Patienten in 25 Kliniken eine der weltweit größten Datenbanken mit Angaben zur Effektivität der Schmerztherapie in Krankenhäusern aufgebaut. Im Unterschied zu anderen Projekten (18, 19, e14, e16, e17) wurde erstmals auch die schmerztherapeutische Versorgung von Patienten auf internistischen und neurologischen Stationen erfasst.

Das erste Ziel des Projekts, dessen Kernergebnisse hier berichtet werden, war es, möglichst flächendeckend und multizentrisch die Häufigkeit, die Art und die Auslöser von Schmerzen im Krankenhaus sowie die Therapieverfahren und deren Effektivität zu erfassen. Ferner sollte der Einfluss der Grunddiagnosen, der Art des Eingriffs, der Grunderkrankung und der Behandlungsoptionen in den jeweiligen Kliniken analysiert werden. Es sollte auch geprüft werden, welche Schmerzintensität von Patienten akzeptiert wird, um hieraus realistische und empirisch begründbare Grenzwerte ableiten zu können für Schmerzstärken, die aus Sicht der Betroffenen als akzeptabel und nicht weiter therapiebedürftig einzustufen sind.

Methodik

Von 88 Kliniken wurden 25 Kliniken ausgewählt, in denen mit Zustimmung der Ethikkommission der Ruhr-Universität Bochum 4 157 Patienten (konservativ Versorgte im Mittel am 13. Tag, postoperative Patienten am ersten Tag nach einer Operation) im Zeitraum von 2004 bis 2006 befragt wurden. In den Kliniken wurden die schmerztherapeutischen Strukturdaten erfasst (ausführliche Darstellung siehe eKasten).

Mittels einer elfteiligen numerischen Ratingskala (NRS 0–10) wurden der aktuelle Ruheschmerz, der Belastungsschmerz und die Maximalschmerzen innerhalb der letzten 24 Stunden erfasst. Weitere Fragen bezogen sich auf

  • schmerzauslösende Situationen
  • tageszeitliche Schwankungen
  • die Wirksamkeit der Schmerzmedikamente
  • Häufigkeit einer Patientenmeldung wegen Schmerzen.

Die Arbeit der Ärzte und Pflegenden, die Betreuung im Krankenhaus und die Qualität der Schmerztherapie wurden jeweils von den Patienten mit einer Schulnote von 1 bis 6 bewertet (1 = sehr gut, 2 = gut, 3 = befriedigend und so fort).

Die Schmerzen wurden wie international üblich in starke (NRS > 6), moderate (NRS > 3) und leichte Formen eingestuft (2, 13, 15). Um ein Maß für die Akzeptabilität von Schmerzen zu erhalten, wurde die Schulnote für die Schmerztherapie herangezogen. Es wurden die Mittelwerte für den Ruheschmerz, den Belastungs- und den Maximalschmerz bei der operativen und konservativen Patientengruppe berechnet, die die Note 2 für die Schmerztherapie vergeben hatte. Dieser Schmerz wurde als Grenzwert für ein ertragbares Ausmaß genommen (Grafik 1 gif ppt). Das heißt, der Schmerz eines Patienten wurde als „nichtakzeptabel“ eingestuft, wenn die Intensität bei mindestens einer der erfragten Schmerzen (Ruhe-, Belastungs- oder Maximalschmerz) oberhalb des jeweiligen Grenzwertes lag.

Ergebnisse

Die Strukturmerkmale der beteiligten Kliniken sind im eKasten dargestellt. Einen Fragebogen für operativ behandelte Patienten erhielten 2 898, für konservativ versorgte Patienten 2 778 (gesamt 5 676) (eFragebögen). Die Rücklaufquote betrug im operativen Bereich 84,6 %, im konservativen Bereich 61,4 %. Der häufigste Grund für eine Nicht-Teilnahme war ein zu stark beeinträchtigter Allgemeinzustand (zum Beispiel Luftnot, Schwäche oder zu starke Müdigkeit), sehr selten eine fehlende Einwilligung. Von den 4 157 zurückgegebenen Fragebögen waren 86 (2,1 %) wegen fehlender Angaben zur Schmerzintensität nicht auswertbar. Fehlende Auskünfte zu nachgeordneten Items (aufgelistet in Tabelle gif ppt und eTabelle) führten nicht zum Ausschluss.

668 Patienten der nichtoperativen Stationen (16 % der Fragebögen, die zurückkamen) – davon 22,7 % mit und 77,3 % ohne maligne Erkrankung – beendeten protokollgemäß die Fragebogeneingabe bereits nach Beantwortung weniger Fragen, da sie zu keinem Zeitpunkt während des stationären Aufenthalts Schmerzen erlebt und, in Übereinstimmung mit dem medizinischen Kennbogen, auch keine Analgetika erhalten hatten. Die Daten dieser ohne Schmerztherapie schmerzfreien konservativen Patienten wurden in die hier präsentierte Auswertung zur schmerztherapeutischen Versorgung (Tabelle und eTabelle gif ppt) nicht einbezogen.

Die demografischen Daten der verbleibenden 3 251 Patienten (999 konservativ, 2 252 operativ), die Schmerzen hatten oder schmerzfrei unter einer Schmerztherapie waren, sind in der Tabelle zusammengestellt (ausführlichere Daten im eKasten gif ppt). Bei 112 operierten Patienten konnte die Diagnose nicht gesichert werden.

Bewertung der Schmerztherapie durch die Patienten

Signifikant mehr operativ als konservativ versorgte Patienten vergaben Schulnoten wie „gut“ oder „sehr gut“ für die Ärzte, die Pflegenden, für das Krankenhaus oder die Schmerztherapie (eTabelle). Der Anteil guter Noten fiel bei der Bewertung der Ärzte und Pflegenden mit 88 bis 90 % aber signifikant größer (p < 0,0001) aus als bei der Beurteilung der Schmerztherapie. Hier vergaben nur 75 % der operativ und 60 % der konservativ versorgten Patienten gute Zensuren.

Der Ruheschmerz bei den Patienten, die die Schmerztherapie mit der Schulnote „gut“ bewertet hatten, wurde im Mittel bei NRS 3 eingestuft. Bei den operierten Patienten mit dieser guten Bewertung lag das Erträglichkeitsniveau des Belastungsschmerzes bei NRS 4, für den Maximalschmerz bei NRS 5. Die entsprechenden Grenzwerte für konservativ behandelte Patienten waren jeweils NRS 4 sowohl für den Belastungs- als auch für den Maximalschmerz (Grafik 1).

Häufigkeit und Intensität von Schmerzen

Die mittlere Ruheschmerzintensität der konservativ versorgten Patienten war signifikant höher als die der operierten Patienten, ebenso der Prozentsatz mit sehr starkem Ruheschmerz (eTabelle). Belastungsabhängige Schmerzen waren vergleichbar, die Maximalschmerzen waren nach Operationen höher. Patienten mit einer malignen Erkrankung wiesen postoperativ eine niedrigere Schmerzintensität auf als jene ohne Tumorerkrankung (eTabelle). Legt man die genannten Grenzwerte für akzeptable Schmerzen zugrunde, hatten insgesamt 1 817 (56 %) Probanden – davon 55 % aller operativ sowie 58 % der konservativ versorgten Patienten – nichtakzeptable Schmerzen. Das heißt, mindestens einer der drei Werte für Ruhe-, Belastungs- und Maximalschmerzen lag oberhalb des definierten Erträglichkeitsniveaus. Am seltensten (< 50 %) war dies der Fall bei operierten Tumorpatienten.

Bei einigen großen Eingriffen, wie zum Beispiel den urologischen Tumoreingriffen an Blase oder Prostata, aber auch bei Gefäßeingriffen, war der Anteil von Patienten mit nichtakzeptabler Schmerzstärke kleiner als nach Operationen mit geringem Gewebstrauma wie etwa nach Appendektomie, endoskopischer Cholezystektomie oder Tonsillektomie (Grafik 2 unten gif ppt). Innerhalb der verschiedenen konservativen Abteilungen war der Anteil von Patienten mit nichtakzeptablen Schmerzen vergleichbar groß (Grafik 2 oben). Diese Patienten litten an verschiedenen, nicht zwangsläufig mit der Aufnahmediagnose assoziierten Schmerzbildern und gaben überwiegend nach eigener Einschätzung Arthrose- und Rückenschmerzen an (Grafik 3 gif ppt). Für alle Diagnosegruppen gab es aber große Unterschiede zwischen den einzelnen Kliniken. Grafik 4 (gif ppt) zeigt dies am Beispiel der Herniotomie und der kardialen Schmerzen bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit.

Gefragt nach dem Zeitpunkt besonders starker Schmerzen gaben fast die Hälfte der Patienten nächtliche Schmerzspitzen an. Auch bei Berücksichtigung von Mehrfachnennungen waren es im konservativen Bereich 69 % und in den operativen Abteilungen 66 %, bei denen Schmerzmaxima zu Zeiten außerhalb der Regelarbeitszeit auftraten. Hauptauslöser für besonders starke Schmerzen waren das Aufstehen und Lageänderungen. Immerhin 15 % der operierten und 7 % der konservativ behandelten Patienten nannten in diesem Kontext aber auch ärztliche Maßnahmen wie Punktionen, endoskopische Eingriffe, Katheteranlage und Entfernung von Drainagen (eTabelle).

Schmerztherapeutische Versorgung

Eine medikamentöse Schmerztherapie erhielten 85 % aller operierten Patienten, signifikant seltener (57 %) konservativ behandelte Patienten ohne Tumorleiden (eTabelle). Auch in der Untergruppe von 1 649 Patienten mit nichtakzeptabler Schmerzintensität zeigten sich vergleichbare Unterschiede: 41 % der konservativ versorgten Patienten ohne maligne Erkrankung erhielten trotz hoher Schmerzintensität überhaupt kein Medikament. Von den Patienten mit nichtakzeptablem Tumorschmerz blieben 21 % ohne Medikation, während weniger als 10 % der chirurgisch behandelten Patienten mit nichtakzeptablem Schmerz ohne Analgetikum auskommen mussten (eTabelle).

70,3 % aller operierten Patienten stuften ihre Schmerzmedikation als wirksam ein, weniger als 5 % als unwirksam. Von den konservativ behandelten Patienten mit und ohne Malignom fühlte sich nur die Hälfte wirksam behandelt (eTabelle). Patienten mit Malignom meldeten sich häufiger im Falle von Schmerzen, besonders selten dagegen Patienten mit nichtmaligner Erkrankung auf konservativen Stationen. Hinsichtlich der Meldefrequenz gab es erneut erhebliche Unterschiede zwischen den Kliniken mit einer Spannweite zwischen 3 % und 60 %. Im Mittel meldeten sich 34,9 % der operatierten und 39,7 % der konservativ therapierten Patienten trotz Schmerzen nicht. Konservativ Behandelte mussten im Fall einer Nachfrage auch häufiger länger als operierte Patienten auf eine Reaktion der Ärzte und Pflegenden warten (eTabelle).

Eine Regionalanalgesie zur Schmerztherapie erhielten 84 (5 %) Patienten zum Zeitpunkt der Befragung. Die Pharmakotherapie mit hochpotenten Opioiden wurde im konservativen Bereich seltener als auf operativen Stationen durchgeführt, am häufigsten bei Patienten mit Malignom (eTabelle).

Diskussion

Diese weltweit erste Untersuchung in einem größeren Kollektiv sowohl operativ wie konservativ versorgter Patienten belegt, dass immer noch mehr als 80 % aller Patienten im Krankenhaus Schmerzen haben. Sowohl von den operativ wie konservativ Behandelten klagen etwa ein Drittel der Patienten über moderate bis starke Ruheschmerzen, jeweils mehr als 50 % über belastungsabhängige Schmerzen dieser Intensität. Zusammengenommen hatten 56 % der Befragten nichtakzeptable Schmerzen.

Trotz aller Fortschritte in diesen vermutlich positiv vorausgewählten Kliniken – denn die Beteiligung war freiwillig – besteht somit ein offenkundiger Optimierungsbedarf für die Schmerztherapie. Auch die Patienten sehen dies so und geben der Schmerztherapie signifikant schlechtere Noten als der Arbeit der Ärzte und Pflegenden (eTabelle).

Ein weiteres Ziel dieser Untersuchung war es, in Deutschland Grenzwerte für ein akzeptables Schmerzniveau in Ruhe, unter Belastung und für den Maximalschmerz zu ermitteln. Im Schrifttum ist es üblich, diese Schmerzen jeweils in leicht, moderat und stark einzuteilen (13, 15, 19). Um für einen Patienten Aussagen zu können, ob er an akzeptablen oder nichtakzeptablen Schmerzen leidet, müssen alle drei Schmerzangaben berücksichtigt werden. Die folgenden Aussagen zu akzeptablen Schmerzen geben somit an, wie viele Patienten einer Klinik für alle Schmerzformen eine Schmerzstärke nennen, die für die Mehrheit der Betroffenen akzeptabel ist (9, 20). Die Autoren wählten die Schulnote für die Bewertung der Schmerztherapie als Maßstab, hierbei ergab sich eine gute Übereinstimmung mit publizierten Werten zu Schmerzerträglichkeit (15, 19, 20, 22). Schmerzwerte, die noch zu einer guten Benotung der Schmerztherapie führten, lagen nach Operationen im Mittel bei NRS 3 für den Ruheschmerz, bei NRS 4 für Schmerzen unter Belastung und bei NRS 5 für die Maximalschmerzen. Konservativ behandelte Patienten hatten vergleichbare Werte, die Maximalschmerzen traten fast immer unter Belastungsbedingungen auf. Hieraus resultierte vermutlich der fehlende Unterschied zwischen Belastungs- und Maximalschmerz. Diese Schmerzwerte können künftig als empirisch belegte Grenzwerte für die Qualitätsbewertung der Schmerztherapie verwendet werden. Sie sind inzwischen Grundlage der seit einigen Jahren laufenden Zertifizierung von Kliniken durch Fachgesellschaften (24).

Hohe Belastungs- und Maximalschmerzen nach Operationen, die die postoperative Erholung erschweren (15), werden von 23 % beziehungsweise 35 % der Patienten berichtet. Dies mag angesichts jahrzehntelanger Forschung zu diesem Thema überraschen (1, 4, 7, 10, 12, 16, 18, e1, e4, e13, e14). Die Zahl der Patienten mit starkem Ruheschmerz ist dagegen deutlich niedriger als in früheren Erhebungen, in denen Häufigkeiten bis zu 36 % berichtet wurden (15, 17, 23, e6). Sie liegt aber deutlich höher als in einer zeitgleichen französischen Befragung bei vergleichbarem Anteil starker Belastungsschmerzen (13). Der Anteil nichtakzeptabler Schmerzen ist bei einigen Eingriffen (Grafik 2) sogar höher als in älteren Untersuchungen (15, e6). In dem hier vorgestellten Kollektiv sind gerade Patienten nach Eingriffen mit eher geringerem Gewebstrauma wie Appendektomie, endoskopischer Cholezystektomie, Metallentfernung oder Strumektomie betroffen (Grafik 2).

Positiv ist zu verzeichnen, dass Patienten mit Tumorleiden und solche nach großen Eingriffen heute schmerztherapeutisch besser behandelt werden als früher (15, 14, e18). Eine Erklärung hierfür ist vermutlich, dass nach großen Eingriffen heute vielerorts hochwirksame Verfahren wie die Peridural-Katheteranalgesie eingesetzt werden. Vorteilhaft ist neben einer guten Analgesie auch eine schnellere Erholung der Patienten zum Beispiel bei „Fast track“-Chirurgie (4, 5, 8, 14, e1e4, e19). Diese aufwendigen Analgesieverfahren sind aber bei den meisten Patienten mit kleineren und mittleren Eingriffen nicht indiziert. Allerdings gibt es gerade für diese besonders häufigen Eingriffe kaum fachübergreifende schmerztherapeutische Absprachen oder Behandlungsalgorithmen.

Offenkundig noch schlechter ist die Versorgung auf internistischen, neurologischen und orthopädisch-rehabilitativen Stationen (eTabelle). Diese Untersuchung belegt erstmals, dass auch die Mehrzahl der Patienten auf oben genannten Stationen an Schmerzen verschiedener Genese von mittlerer oder hoher Intensität leiden.

Die Häufigkeit starker Rücken- und Gelenkschmerzen ist angesichts ihrer hohen Inzidenz nicht verwunderlich (25). Die Unterversorgung erklärt sich vermutlich auch daraus, dass viele an Schmerzen leiden, die nicht mit der aktuell behandelten Diagnose in Beziehung stehen. Aber auch Angina pectoris, schmerzhafte Polyneuropathien oder Abdominalsyndrome (Grafik 2), also führende Symptome internistischer Grunderkrankung, werden oft nicht ausreichend behandelt. Dies wird auch von den Patienten als Unterversorgung registriert. Bei Patienten ohne maligne Erkrankung wird signifikant häufiger spät auf eine Meldung reagiert. Sie erhalten öfter als Tumorpatienten unzureichend wirksame Medikationen und melden sich wiederum daher auch seltener trotz Schmerzen (eTabelle). Trotz bekannter Defizite (e20, e21) scheint bei Krankenhausärzten die Tumorschmerztherapie bekannter zu sein als beispielsweise die Behandlung neuropathischer Schmerzen (e22, e23). Die Unterversorgung von Patienten mit therapieresistenter Angina pectoris ist seit Jahrzehnten bekannt, aber offenbar immer noch die Regel (e24, e25).

Nach den Erfahrungen im operativen Bereich wäre vermutlich auch in konservativ therapierenden Abteilungen der erste entscheidende Schritt, eine spezielle Betreuung von Patienten mit starken oder schwer behandelbaren Schmerzen durch einen Akutschmerzdienst sicherzustellen (4, 7, 1012, 16 18, 19, e7, e10, e19). Zudem müssen gerade auch auf konservativ therapierenden Stationen mehr prophylaktische Maßnahmen für die häufigen schmerzauslösenden Situationen wie die Mobilisierung, Lagerung und für die Krankengymnastik umgesetzt werden.

Demgegenüber zeigt diese Erhebung auch, dass in einigen Kliniken sogar die meisten operierten wie konservativ therapierten Patienten adäquat behandelt werden konnten (Grafik 4). Offensichtlich ist also eine effektive Schmerzlinderung im Krankenhaus realisierbar, zumal die Daten zu Übelkeit und Obstipation (hier nicht gezeigt) nahe legen, dass die Therapieeffizienz nicht durch mehr Nebenwirkungen erkauft wird. Eine Unterversorgung wäre also vermutlich vermeidbar, wenn es gelänge, das Wissen und die Motivation der an der Schmerztherapie beteiligten Berufsgruppen sowie die Organisationsstrukturen zu verbessern (1, 7, 1113, 17, 20, 23). Die Einbeziehung der Pflegenden, der Aufbau von Akutschmerzdiensten sowie Benchmark-Projekten sind vermutlich die entscheidenden Schritte (1, 7, 9, 12, 18, 19, e1, e8, e12, e26).

Patienten erwarten nicht Schmerzfreiheit, sondern ausreichende Schmerzlinderung, rasche Versorgung bei Nachfrage und die Gabe wirksamer Medikamente. Diese Erwartung der Patienten sollte flächendeckend erfüllbar sein.

Danksagung
Die Autoren danken den übrigen Mitgliedern der Arbeitsgruppe Schmerzfreies Krankenhaus Dr. Susanne Stehr-Zirngibl (Wuppertal- Bochum), Dr. Doris Kindler (Bochum), Susanne Herzog (Datteln), Jutta Klostermann (Bochum), Andre Ewers (Salzburg), Dr. Elena Clemens (Bonn), Prof. Eberhard Klaschik (Bonn). Sie danken auch den Patienten und Koordinatoren aus der Ärzteschaft und Pflege in den beteiligten Kliniken, den Pflegedienstleitungen sowie den Ärzten und Pflegenden, ohne deren Engagement und Mut zur Offenlegung eine solche Erhebung undenkbar gewesen wäre. Beteiligte Kliniken und Koordinatoren waren: Prof. Dr. E. Pogatzki-Zahn, A. Rausch: Universitätsklinik Münster; Dr. Reimund Stögbauer, S. Cassel: Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers; Dr. H. P. Hansen, T. König: Malteser Krankenhaus St. Franziskus-Hospital, Flensburg; C. Zinecker, F. Kaschowitz, Dr. G. Fischle; BG Klinik Tübingen; B. Ide, Dr. Michel: Krankenhaus Martha-Maria Halle-Dölau; Dr. M. Czorny-Rütten, A. Nazlier: St. Marien-Krankenhaus, Ahaus; Dr. G. Kroczek, C. Schreiner: Medical Park Bad Rodach; Dr. J. Barthels, R. Knight: Klinikum Bad Salzungen gGmbH; Dr. S. Kljucar, C. Grobe: DRK Kliniken Berlin-Westend; Dr. T. Klein, D. Schütz: Kreiskrankenhaus Böblingen; Dr. M.-B. Berkel, D. Schäfer: Klinikum Lippe-Detmold gGmbH; Dr. T. Jung, S. Riegert: St. Elisabeth Krankenhaus Dorsten; Dr. H. Bauermeister, U. Grimm, H. Galeja: St. Georg Klinikum gGmbH, Eisenach; Dr. S. Schulz, Dr. U. Ringeler, Simone Spangenberg: Krupp Krankenhaus, Ev. Krankenhaus Lutherhaus; PD Dr. M. Paul, A. Adolphs: Kreiskrankenhaus Gummersbach GmbH; Dr. R. Ohme, H. Rafler: BG Kliniken Bergmannstrost, Halle; C. Zschuckelt, M. Makowe: Asklepios Klinik Nord/Heidberg, Hamburg; Dr. C. Männle, J. Klein-Schütz: Thoraxklinik Heidelberg gGmbH; Dr. A. Simpfendörfer, I. Glockenstein: SLK-Kliniken Heilbronn GmbH; Dr. A. Schmidt, F. Montag: Krankenhaus der Barmherzigen Brüder, München; Dr. O. Djuren, Dr. C. Schorer, N. Hingst: Klinikum Oldenburg gGmbH; Prof. Dr. F. K. Pühringer, L. Binder, M. Weiß: Klinikum am Steinenberg Reutlingen; Dr. S. Geiger, I. Gose: Klinikum Riesa-Großenhain gGmbH; Dr. J. Schulz-Wendler, C. Fischer: Klinikum Salzgitter GmbH; Dr. J. Wiesler, C. Wöretshofer: Klinikum Starnberg.

*Das Projekt „Schmerzfreies Krankenhaus“ (SFK) wurde seit 2003 von der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Universität Witten/Herdecke durchgeführt. Es wurde gesponsert von der Firma Mundipharma GmbH. Das Projekt steht unter der Schirmherrschaft der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) und der Deutschen Gesellschaft für Interdisziplinäre Medizin (MEDICA).

Interessenkonflikt

Prof. Maier erhielt Honorare für Vorträge und die Mitarbeit im Advisory Board von Gruenenthal, MSD, Köhler Chemie, Mundipharma, Pfizer, Wyeth.

Frau Nestler hat finanzielle Verbindungen zu den Firmen Mundipharma, Pfizer und Wyeth.

Herr Richter bekam finanzielle Zuwendungen von der Firma Mundipharma.

Prof. Hardinghaus erhielt finanzielle Unterstützung von der Firma Mundipharma.

Prof. Pogatzki-Zahn erhielt Honorare für Vorträge und Beratungstätigkeiten von den Firmen Janssen-Cilag, Mundipharma, MSD, Bristol Meyer-Squibb, Köhler Chemie, Pfizer und Wyeth Pharma.

Prof. Zenz wurde honoriert von den Firmen Mundipharma, Janssen-Cilag und Grunenthal.

Prof. Osterbrink wurde honoriert für die Zusammenarbeit mit der Firma Mundipharma Limburg und Wien.

Manuskriptdaten
eingereicht: 26. 3. 2009, revidierte Fassung angenommen: 20. 4. 2010

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Christoph Maier
Abteilung für Schmerztherapie
Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Palliativ- und Schmerzmedizin
Berufsgenossenschaftliches Universitätsklinikum Bergmannsheil GmbH
Bürkle-de-la-Camp-Platz 1
44789 Bochum

Summary

The Quality of Pain Management in German Hospitals

Background: The Pain-Free Hospital Project was initiated in 2003 with the aim of improving pain management throughout Germany. We assessed the current state of pain management in German hospitals.

Methods: From 2004 to 2006, data were obtained anonymously from 2252 patients who had undergone surgery, and 999 who had been treated non-surgically, in a total of 25 hospitals. They were interviewed about the intensity of pain they had experienced and about the effectiveness of its treatment.

Results: No pain at all was reported by 12.4% of patients who had undergone surgery and by 16.7% of the non-surgically treated patients. Moderate to severe pain at rest was reported by 29.5% of the surgical group and 36.8% of the non-surgical group. More than 50% of the overall group reported pain on movement. 55% of the surgical group, and 57% of the non-surgical group, were dissatsisfied with their pain management. Peak pain tended to occur outside normal working hours. No analgesic treatment at all was given to 39% of patients in the non-surgical group, even though they were in pain; the corresponding figure for the surgical group was 15% (a significant difference, p<0.001). Inadequately effective pain management was reported by 45.6% of patients in the non-surgical group and 29.6% in the operative group (again, a significant difference. Cancer patients were treated more often with potent opioids.

Conclusion: Severe postoperative pain is still too common among hospitalized patients, particularly pain that is induced by movement. Patients being treated on non-surgical wards also often suffer severe pain needlessly. Pain management seems to be worse for non-surgical patients (cancer patients excepted) than for surgical patients: waiting times for medication are longer, and ineffective medications are given more often. On the other hand, a number of hospitals provide positive examples of the potential effectiveness of pain management for both surgical and non-surgical patients.

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(36): 607–14

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0607

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit1036

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

eKasten, eTabelle, eFragebögen unter:
www.aerzteblatt.de/10m607

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Klinik und Poliklinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, Universitätsklinikum Münster: Prof. Dr. med. Pogatzki-Zahn
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  • Nicht akzeptable Schmerzen
    Dtsch Arztebl Int 2010; 107(47): 844; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0844
    Ronellenfitsch, Ulrich; Schwarzbach, Matthias

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