MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Schichtarbeit und Krebs

Hintergründe und Herausforderungen

Shift Work and Cancer—The Evidence and the Challenge

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 657-62; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0657

Erren, Thomas C.; Falaturi, Puran; Morfeld, Peter; Knauth, Peter; Reiter, Russel J.; Piekarski, Claus

Hintergrund: Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC) hat im Jahr 2007 Schichtarbeit mit zirkadianer Disruption beziehungsweise Chronodisruption als wahrscheinliches Humankarzinogen eingestuft. Kurzfristige Störungen von biologischen 24-Stunden-Rhythmen als Folge von Expositionen gegenüber Licht und Dunkelheit zu ungewohnten Zeiten sind als „Jet-“ und „Shift-Lag-Beschwerden“ seit langem bekannt. Dass chronische Störungen beziehungsweise Unterbrechungen von gekoppelten, zeitlich abgestimmten zirkadianen Rhythmen (Chronodisruption) zu langfristigen Krebsentwicklungen beitragen sollen, ist dagegen eine vergleichsweise neue Vorstellung.

Methode: Übersicht auf der Grundlage einer selektiven Literaturrecherche über MEDLINE und ISI Web of Knowledge bis 2009 aus Sicht der Arbeitsmedizin, Epidemiologie, Chronobiologie und Arbeitswissenschaft.

Ergebnisse: Die postulierten Kausalzusammenhänge zwischen Schichtarbeit und Krebsentwicklungen beim Menschen sind aufgrund von experimentellen Studienergebnissen biologisch plausibel. Gleichwohl fehlen epidemiologische Studien, die mögliche Risiken beim Menschen beschreiben oder ausschließen könnten. Auch wenn in Dänemark bereits Brustkrebsfälle bei Nachtschichtarbeiterinnen entschädigt wurden, fehlen nach deutschem Berufskrankheitenrecht die wissenschaftlichen Voraussetzungen zur Anerkennung der „generellen Geeignetheit“ und damit zur Schaffung einer neuen Berufskrankheit. Die Autoren stellen den Stand des Wissens für die Prävention vor.

Schlussfolgerung: Obwohl es keinesfalls belegt ist, dass Schichtarbeit zur Krebsentwicklung beiträgt, sollten vorsorglich bei Schichtplangestaltungen Einsichten aus der Arbeitsmedizin, Chronobiologie und Arbeitswissenschaft stärker berücksichtigt werden.

Die International Agency for Research on Cancer (IARC) hat im Oktober 2007 Schichtarbeit mit zirkadianer Disruption beziehungsweise Chronodisruption (CD) als wahrscheinliches Humankarzinogen eingestuft (Gruppe-2A-Karzinogen) (1). Die Einstufung als „wahrscheinlich krebserregend“ wurde vorgenommen, da die Belege beim Menschen zwar „begrenzt“, aber in Tierexperimenten bereits ausreichend schienen.

Als Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet die IARC mit großer Signalwirkung Monografien zu Krebsrisiken. Mit der aktuellen Einschätzung kommen nun bestimmte Formen der Schichtarbeit als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ in der gleichen Risikoklassifizierung wie zum Beispiel die UV-Strahlung, Benzo(a)pyren und Acrylamid vor.

Dass kurzfristige Störungen von zirkadianen Rhythmen Ursache für Gesundheitsbeeinträchtigungen wie Müdigkeit, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen, Appetitlosigkeit und eine allgemein verminderte Leistungsfähigkeit sein können, kennen wir seit Jahrzehnten als „Jet-“ und „Shift-Lag-Beschwerden“. Pathomechanistisch führen hierbei Expositionen gegenüber Licht und Dunkelheit zu ungewohnten Zeiten bei Betroffenen dazu, dass Schlaf-Wach-Rhythmen aus dem physiologischen Takt kommen und dass – unter anderem – üblicherweise kurzfristige und reversible Veränderungen der Aktivitäts- und Essenszeiten sowie der Hormonproduktion und Körpertemperatur beobachtet werden. Dass chronische Störungen beziehungsweise Unterbrechungen („disruptions“) der zeitlichen Organisation von aufeinander abgestimmten biologischen 24-Stunden-Rhythmen, die den Menschen physiologisch an den täglichen Wechsel von Licht und Dunkelheit beziehungsweise an den täglichen Wechsel von Tag und Nacht koppeln, langfristig zu Krebsentwicklungen beitragen sollen, ist dagegen eine vergleichsweise neue Vorstellung (Chronodisruptions-Krebs-Theorie) (2, 3).

Vor diesem Hintergrund werden nachfolgend experimentelle Erkenntnisse skizziert und epidemiologische Studienergebnisse genauer exploriert, die die mögliche Bedeutung für den Menschen beleuchten könnten. Anschließend stellen die Autoren den Stand des Wissens für die Risikokommunikation und theoretisch denkbare Kompensationen sowie die Prävention vor und geben einen Ausblick. Grundlage für den kritischen Überblick ist eine selektive Literaturrecherche über MEDLINE und das ISI-Web-of-Knowledge bis 2009.

Experimentelle Hintergründe und epidemiologische Datenlage

Bezüglich der möglichen Beziehungen zwischen Lichtexpositionen zu ungewöhnlichen Zeiten und Krebsentwicklungen hat die IARC-Arbeitsgruppe im Dezember 2007 die folgenden mechanistischen Erkenntnisse in einer knappen Publikation hervorgehoben (1): Licht in der „biologischen Nacht“ stört das zirkadiane System, verändert Schlaf-Aktivitäts-Muster, unterdrückt die Melatoninproduktion und dereguliert zirkadiane Gene für Krebssignalwege. Die ausführliche Monografie der IARC mit Einzelheiten zu der Einstufung von Schichtarbeit mit zirkadianer Disruption als wahrscheinliches Humankarzinogen ist bis heute nicht publiziert.

In der Gesamtschau der Experimente bei Tieren und an Zellen kann aber kein Zweifel daran bestehen, dass Schichtarbeit in Verbindung mit chronischen Störungen von biologischen 24-Stunden-Rhythmen mechanistisch plausibel zu langfristigen Krebsentwicklungen beitragen könnte (24). Gleichwohl stellt sich die zentrale Frage, ob Schichtarbeit mit CD tatsächlich solche Effekte beim Menschen hat. Vor diesem Hintergrund ist es sicherlich von Interesse, was epidemiologische Studien in diesem wichtigen Themenfeld abbilden.

Zwei generelle Anmerkungen sind für die nachfolgend benannten epidemiologischen Studien angemessen:

  • In allen Studien wurden – wenn auch unterschiedlich – gesicherte beziehungsweise denkbare Störvariablen berücksichtigt.
  • Alle den Autoren bekannten Studien zu diesem Themenfeld sind selbstverständlich unabhängig davon, ob sie positive, neutrale oder negative Risikoergebnisse abgebildet haben, aufgenommen.

Als „historisch erste Hinweise“ auf die postulierten Krebsrisiken von Schichtarbeitern könnten zwei Mortalitätsstudien in England und Wales (e1) sowie in Island (e2) interpretiert werden. In der britischen Kohorte von 8 603 Schicht- und Tagarbeitern wiesen Schichtarbeiter ein signifikant erhöhtes Gesamtkrebsrisiko auf (e1), und im Rahmen einer Mortalitätsstudie in der Düngerindustrie kam für eine Kohorte von 603 Arbeitern eine insgesamt erhöhte Krebsmortalität zur Darstellung (e2).

Vor wenigen Jahren haben dann Arbeitsgruppen an den Universitäten in Köln und San Antonio – zeitgleich mit, aber unabhängig von der IARC – epidemiologische Studien systematisch mit dem Ziel ausgewertet, die Gültigkeit der biologisch plausiblen Experimentergebnisse für den Menschen zu überprüfen (4). Als Studienpopulationen wurde Flug- und Schichtpersonal ausgewählt, da es bei diesen Populationen zu ausgeprägten Störungen des inneren Zeitgefüges der Physiologie durch Transmeridianflüge und durch Nacht- und Schichtarbeit kommt.

Epidemiologische Studien, die in Journalen mit Peer-Review publiziert waren und Informationen zu Krebsrisiken bei Flug- und Schichtpersonal und zu Kovariablen der Expositionen und der Endpunkte lieferten, wurden systematisch über MEDLINE und das ISI-Web-of-Knowledge identifiziert. Insgesamt wurden 30 epidemiologische Studien eingeschlossen, die Informationen zu dem Problemfeld Schichtarbeit, CD und Krebs bereitstellten und eine Gesamtstudienpopulation von circa 240 000 Menschen (Flugpersonal: circa 70 000; Schichtpersonal: circa 170 000) untersucht haben (e3e32). Kernergebnisse der Metaanalysen mit etablierten Standardverfahren (5, 6) sind in den Tabellen 1 (gif ppt) und 2 (gif ppt) zusammengefasst (4).

Homogenitätstests und die Vergleichbarkeit der Risikoschätzer, die bei Metaanalysen mit festen und mit zufälligen Effekten berechnet wurden, vermitteln, dass statistisch keine starken Vorbehalte bestehen, die Ergebnisse der Einzelstudien zusammenzuführen. Betrachtet man die verschiedenen Gesamtschätzer, so sind die Risikoergebnisse mit Vorhersagen aus der Chronodisruptions-Krebs-Theorie (2) vereinbar: die empirischen Ergebnisse weisen darauf hin, dass Störungen des inneren Zeitgefüges der Physiologie durch Transmeridianflüge und durch Nacht- und rotierende Schichtarbeit mit signifikant erhöhten Brust- und Prostatakrebsrisiken assoziiert sein können.

Gleichwohl bleiben aufgrund von Unterschieden wie Expositionen gegenüber CD und Ko-Faktoren der Krebsendpunkte, die in den Einzelstudien berücksichtigt wurden, mindestens Zweifel, ob die erhöhten Krebsrisiken tatsächlich Zeitzonenflügen und Schichtarbeit kausal zugeordnet werden können. Die intensiv erforschte potenzielle Rolle der kosmischen Höhenstrahlung trägt übrigens gemäß einer sehr aktuellen Auswertung epidemiologischer Studien – falls überhaupt – wenig zu erhöhten Krebsrisiken bei fliegendem Personal bei (e33).

In einer nachträglichen Fall-Kontroll-Analyse zu Nachtarbeit (Interviewdaten) und Brustkrebsinzidenz im Rahmen der deutschen GENICA-Studie ergab sich für Frauen mit Hinweis auf Nachtarbeit insgesamt kein Risikoexzess (7), jedoch zeigten sich nichtsignifikante Risikoerhöhungen bei mindestens 20 Jahren Nachtarbeit (OR 2,48; 95-%-Konfidenzintervall [KI] 0,62–9,99).

Zwei Studien zu Prostatakrebsrisiken bei Schichtpersonal (8, 9) dokumentierten erhöhte Krebsrisiken von 3,0 (95-%-KI: 1,2–7,7) beziehungsweise 1,3 (95-%-KI: 1,0–1,7). Eine weitere, sehr große Kohortenstudie von Schwartzbaum und Kollegen (10) ermittelte keine Risikoerhöhung; die Autoren dieser ökologischen Studie und ein Begleiteditorial (e34) haben aber auf den kritischen Umstand hingewiesen, dass die Verwendung von aggregierten statt Individualdaten zu Missklassifikationen der Schichtarbeitsabschätzungen geführt haben kann. Solcherart fehlerhafte Abschätzungen könnten mögliche Risikoerhöhungen maskieren.

Über Brust- und Prostatakrebsrisiken hinaus wurden epidemiologische Studien zu Darmkrebs- (11) beziehungsweise Gebärmutterkrebsrisiken (12) bei Nachtarbeit durchgeführt. Im Rahmen der prospektiven „Nurses’ Health Study“, die auch Daten für zwei in die Metaanalysen eingeschlossene Brustkrebsstudien geliefert hat (e29, e30), wurden erhöhte Risiken für kolorektale und für endometriale Karzinome bei Krankenschwestern abgebildet, die mindestens 15 ([e29] Risikoschätzer 1,35; 95-%-KI: 1,03–1,77) beziehungsweise mindestens 20 Jahre lang [e30] Risikoschätzer: 1,47; 95-%-KI: 1,03–2,10) rotierende Schichtarbeit geleistet hatten.

Neben der vorgängig explorierten Vorhersage „Schichtpersonal, zu ungewohnten Zeiten gegenüber Licht exponiert, hat höhere Krebsrisiken“, wurden drei weitere Vorhersagen, die alle in der Chronodisruptions-Krebs-Theorie logisch zusammengeführt wurden (2), epidemiologisch ausgewertet: In weitestgehender Übereinstimmung mit den Risikovorhersagen „Populationen, die weniger gegenüber Licht exponiert sind, weisen niedrigere Krebsrisiken auf“ zeigte sich das vorhergesagte Ergebnismuster („Dunkelheit schützt vor Krebs“) insofern, als die Inzidenzen von Brust- und Prostatakrebs in der Arktis ebenso erniedrigt sind (e35–e37, 13: die Literatur zu genetischen, reproduktiven, Ernährungs- und Lifestyle-Faktoren bot keine offensichtliche Erklärung für die auffälligen Krebsmuster in der Arktis) wie die Inzidenz für Brustkrebs bei blinden Frauen (14–18; Ausnahme: 19) und bei Frauen, die sich während ihres Lebens durch längere Schlafzeiten auszeichnen (20, 21; Ausnahme: 22). Eine Einzelstudie zu Prostatakrebs vermittelte, dass Schlaflängen von mindestens neun Stunden mit einer geringeren Inzidenz assoziiert waren (23) (Risikoschätzer: 0,48; 95-%-KI: 0,29–0,79).

Diese Studienansätze und Ergebnisse sind einerseits mit Prädiktionen aus der Chronodisruptions-Krebstheorie vereinbar, erhöhen andererseits aber auch die Komplexität der Kausalüberlegungen (2, e38). So wurden zum Beispiel in allen bis heute durchgeführten Beobachtungsstudien mögliche Interaktionen von mehreren denkbaren Kausalfaktoren nicht berücksichtigt und kontrolliert (e38) – neben den spezifischen Schichtarbeitsbedingungen könnten Schlafstörungen, Lärmexpositionen während der biologischen Nacht und möglicherweise auch Lichtbedingungen aufgrund der geografischen Lokalisation für das Schlüsselglied Chronodisruption in der postulierten Entwicklungskette für Krebs relevant sein.

„Risiko“-Kommunikation und denkbare Kompensationen

Bezüglich der vier Evidenzsäulen, die bei einer Risikoabschätzung („Risikoidentifikation“, „Dosis-Wirkungs-Abschätzung“, „Expositionsabschätzung“, „Risikocharakterisierung“) zu beachten sind (e39), ist derzeit allein die Frage, „ob Schichtarbeit mit Chronodisruption Krebsrisiken erhöht“ von der IARC-Arbeitsgruppe beantwortet worden („Risikoidentifikation“: „wahrscheinlich karzinogen“) (1).

Gleichwohl ist zu erwarten, dass die IARC-Klassifizierung in Deutschland und anderswo Unsicherheit bei Versicherten und auch Besorgnis erzeugen wird (e40, 24); tatsächlich leisten 15 bis 20 Prozent der Beschäftigten in Europa und den USA Nacht- und Schichtarbeit (1), und bei fliegendem Personal sind Schichtarbeit und Zeit-Zonen-Flüge im Wesentlichen unvermeidbar.

Grundsätzlich wird die Stärke eines Risikofaktors durch die Prävalenz aller Kausalfaktoren bestimmt, die eine Krankheit (mit-)verursachen (e41). Mit dieser Prämisse sind etwa für Brust- und Prostatakrebs allenfalls schwache Risikofaktoren identifiziert. Die Tatsache, dass Schichtarbeit und möglicherweise assoziierte Chronodisruptionen in Populationen weit verbreitet sein können, kann implizieren, dass dieses „wahrscheinliche Humankarzinogen“ ein starker Risikofaktor für Krebsentwicklungen ist (4). Da derzeit aber keinesfalls belegt ist, dass Schichtarbeit mit zirkadianer Disruption beziehungsweise Chronodisruption zu Krebsentwicklungen beiträgt, erscheint uns eine Abschätzung von möglicherweise attributablen Fällen spekulativ und nicht angemessen.

Mit Bezug auf theoretisch denkbare Kompensationen gewährte man 2008 in Dänemark bereits erste Entschädigungen für 38 Nachtschichtarbeiterinnen mit Brustkrebs (e40, e42), und eine Aufnahme in die dortige Liste der Berufskrankheiten wird geprüft. Diese Anerkennungs- und Entschädigungspraxis hat zu intensiven Diskussionen in Australien, Neuseeland, Asien, Nordamerika und besonders auch in England, den Niederlanden und in Belgien geführt, aber auch auf der letztjährigen Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Arbeits- und Umweltmedizin in Aachen (e43).

In Deutschland ist die notwendige Voraussetzung für eine Anerkennung als Berufskrankheit („die postulierte Kausalbeziehung ist zweifelsfrei belegt“) aber derzeit ebenso wenig erfüllt wie die Konvention einer Risikoverdoppelung (e44) und von positiven Dosis-Wirkungs-Beziehungen.

Diese Konventionen finden neben Deutschland (e45) übrigens auch im Vereinigten Königreich (e46), in Kanada (e47) und den USA (e44) Anwendung.

Prävention

Sowohl mit Bezug auf Schichtarbeit als auch mit Bezug auf die Chronobiologie blicken wir – insbesondere in Deutschland – auf eine erfolgreiche Forschungstradition, verbunden mit den Namen von zum Beispiel Rutenfranz und Aschoff. Gleichwohl ist die Frage, ob Schichtarbeit über zirkadiane Disruption beziehungsweise Chronodisruption zu Krebsentwicklungen beiträgt, eine sehr neue Frage mit vergleichsweise wenigen Studien zur praktischen Prävention.

Über die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu den biologisch plausibel erscheinenden Kausalzusammenhängen zwischen Schichtarbeit, CD und Krebsentwicklungen – und ihre derzeitigen Limitierungen und Unsicherheiten – sollte angemessen informiert werden (e40, 24).

Bezüglich der Arbeitszeiten von Nacht- und Schichtarbeitnehmern gilt gemäß des Arbeitszeitgesetzes, dass diese nach gesicherten arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen zu gestalten sind. Vor dem Hintergrund der biologisch plausiblen Zusammenhänge zwischen Schichtarbeit, Chronodisruption und Krebsentwicklungen sollten sich Arbeitsmediziner und Schichtarbeitsforscher im Sinne einer „prudent avoidance“ abstimmen, welche Schichtplangestaltung am ehesten geeignet ist, CD zu vermindern und dieses Wissen nutzen, Arbeitnehmer von Gesundheitsvorteilen möglicher Änderungen zu überzeugen. Wo Wahlmöglichkeiten bestehen, sollte Schicht- und Flugpersonal nach Schlafpräferenzen gefragt werden (e48). So könnte der Chronotyp – „freiwillige“ Frühaufsteher („Lerchen“), die in der Bevölkerung am meisten verbreiteten Normaltypen, sowie Spätaufsteher („Eulen“) – bei der Schichtplangestaltung individuell berücksichtigt werden. Nachtschichten werden von „Eulen“ als deutlich weniger belastend wahrgenommen als von „Lerchen“. Trotzdem ist Dauernachtschicht für „Eulen“ keine akzeptable Lösung (25).

Darüber hinaus kann die folgende Frage dazu beitragen, einen Einblick in sich über das Lebensalter verändernde CD-Toleranzen zu gewinnen und präventiv zu nutzen: „Verglichen mit anderen Beschäftigten Ihres Alters, wie kommen Sie mit Schichtarbeit und Zeitzonenflügen klar: sehr gut, gut oder schlecht?“ (4). Tatsächlich nimmt die Verträglichkeit von Schichtarbeit bei vielen Betroffenen mit zunehmendem Alter ab.

Generell könnten Präventivmaßnahmen gegen CD Schichtpersonal über denkbare Krebsrisiken hinaus vor weiteren, kurz- und mittelfristigen Gesundheitsstörungen wie Schlaf- und gastrointestinalen Störungen schützen. Auch wenn in absehbarer Zeit kein individueller Marker für potenziell erhöhte Krebsrisiken verfügbar sein wird, können arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchungen einen Beitrag zur Prävention leisten (24). Schichtpersonal hat nach dem Arbeitszeitgesetz den gesetzlichen Anspruch, vor Aufnahme der Tätigkeit und anschließend bis zum 50. Lebensjahr alle drei Jahre und ab dem 50. Lebensjahr jährlich kostenfrei betriebsmedizinisch untersucht und beraten zu werden.

Die traditionellen, immer noch weit verbreiteten Schichtpläne mit wöchentlich und rückwärts wechselnden Schichten (erst Nacht-, dann Spät- und danach Frühschichten) entsprechen nicht den neueren arbeitswissenschaftlichen Erkenntnissen (25). Innerhalb einer Nachtschichtwoche schafft es der Körper nicht, sich vollständig an Nachtarbeit anzupassen, sondern er erreicht nur eine Teilanpassung (e49). Nach der Nachtschichtwoche benötigen die Reentrainment-Prozesse wieder mehrere Tage. Je kürzer dagegen die Nachtschichtperiode ist, desto geringer ist die Störung der Tagesrhythmik und einer möglichen CD. Wenn man also trotz Nachtarbeit möglichst nahe an der normalen Tagesrhythmik bleiben und dem Körper unnötige „Umstellungsarbeit“ ersparen möchte, müssen möglichst kurze Nachtschichtperioden empfohlen werden. Bei Beachtung entsprechender arbeitswissenschaftlicher Empfehlungen zur Schichtplangestaltung (e49) wurden positive Effekte auf die Gesundheit wie auf Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (e51) oder die subjektive Einschätzung der Gesundheit („work ability index) (e50) gefunden.

Die Vorstellung, Schichtpersonal durch den Einsatz von geeigneten Lichtquellen oder Brillen- und Linsenfilter vor dem endokrin relevanten Lichtanteil (460 bis 480 Nanometer Wellenlänge) zu schützen, erscheint den Autoren in seinen Auswirkungen etwa auf die Aufmerksamkeit der Betroffenen keinesfalls ausreichend untersucht (e52) und theoretisch vor dem Hintergrund der Vielzahl von Zeitgebern im Rahmen von Schichtarbeit reduktionistisch und derzeit unangemessen (e38, e53).

Ausblick

Erfahrungsgemäß wird die International Agency for Research on Cancer in einigen Jahren eine erneute Standortbestimmung vornehmen. Es erscheint nicht unrealistisch, dass eine erneute Evaluation bei Vorliegen einiger neuer Studien mit „positivem“ Risikoergebnis zu einer Klassifikation in Gruppe 1 führen wird, in der sich zum Beispiel Tabakrauch, Asbest, Arsen und ionisierende Strahlung befinden. Eine solche Einstufung wurde – nach persönlicher Mitteilung mehrerer Experten der IARC-Expertengruppe – bereits im Jahr 2007 erwogen.

Problematisch erscheint den Autoren, dass aus zwei Gründen – womöglich irreführend – eher „positive“ Risikostudien zur Berücksichtigung kommen werden. Zum einen werden „positive“ Studien erfahrungsgemäß eher veröffentlicht (e54) – nota bene: die IARC berücksichtigt ausschließlich Studienergebnisse, die bei Zusammentreten der Expertenrunde in Peer-Reviewed Journals veröffentlicht oder zur Publikation angenommen sind. Zum anderen haben populationsbasierte Fall-Kontroll-Studien mit Fragebogen- oder Interviewerhebung der Schichtarbeitsgeschichte die Tendenz, aus Gründen von Selektionsverzerrungen und der fallimmanenten Erinnerung von suspekten Expositionen positiv verzerrte Risikoschätzer zu generieren (e55).

Solche Studien werden vergleichsweise schnell durchgeführt und sind daher in größerer Zahl bis zu einer zweiten Evaluation durch die IARC von Schichtarbeit, CD und Krebs zu erwarten. Ein markantes Beispiel für derartige Verzerrungen wurde zur lange diskutierten Frage eines möglichen Brustkrebsrisikos nach Passivrauchexposition publiziert (e56): die 17 Studien mit nachträglich erhobener Expositionsinformation suggerierten irreführend einen möglichen Ursache-Wirkungs-Zusammenhang mit einem statistisch signifikant erhöhten Relativen Risiko von circa 1,2.

Interessanterweise wurde nach dem Ende der Literaturrecherche (2009) im April 2010 eine epidemiologische Studie zu Nachtschichtarbeit und Brustkrebsrisiken aus China publiziert. In dieser prospektiven, populationsbasierten Kohortenstudie war Nachtschichtarbeit, die sowohl über eine Job-Expositions-Matrix als auch über Interviewerhebungen rekonstruiert wurde, nicht mit einer Risikoerhöhung für Brustkrebs assoziiert (Risikoschätzer: 0,9; 95-%-KI: 0,7–1,1).

In der Gesamtschau ergeben sich angesichts der postulierten und biologisch plausiblen Kausalzusammenhänge zwischen weit verbreiteten Schichtarbeitsbedingungen auf der einen und Krebsendpunkten mit großer Häufigkeit auf der anderen Seite erhebliche Herausforderungen.

Um Fehlentscheidungen zu vermeiden, muss es trotz drängender Fragen aus der Praxis ein zentrales Ziel sein, belastbare epidemiologische Studien durchzuführen, die kausal interpretierbar und untereinander vergleichbar sind.

Interessenkonflikt

Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 7. 1. 2010, revidierte Fassung angenommen: 19 .4. 2010

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Thomas C. Erren, MPH
Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin,
Umweltmedizin und Präventionsforschung der Universität zu Köln
Kerpener Straße 62, 50937 Köln
E-Mail: tim.erren@uni-koeln.de
bis Januar 2011: Visiting Scholar; School of Public Health
University of California, Berkeley
E-Mail: erren_tc@berkeley.edu

Summary

Shift Work and Cancer—The Evidence and the Challenge

Background: In 2007, the International Agency for Research on Cancer (IARC) classified shift work with circadian disruption or chronodisruption as a probable human carcinogen. Short-term disturbances of biological 24-hour-rhythms following exposures to light and darkness at unusual times are well-known as „jet-lag“ and „shift-lag“ symptoms. However, that chronic disturbances or disruptions of timely sequenced circadian rhythms (chronodisruption) should contribute to long-term developments of cancer is a relatively new concept. This review provides background and practical information with regard to the open question „does shift-work cause cancer?“

Methods: Overview on the basis of a selective literature search via Medline and ISI Web of Knowledge until 2009 from the viewpoints of occupational medicine, epidemiology, chronobiology, and occupational science.

Results: The postulated causal links between shift-work and cancer in humans are biologically plausible in the light of experimental findings, but to date we lack epidemiological studies which could describe or exonerate risks in humans. Monetary compensation has already been paid for such cases in at least one country (Denmark). In Germany, however, according to the applicable law, a new occupational disease can only be recognized when certain conditions for the recognition of „general scientific merit“ have been met. We present the current state of knowledge regarding prevention.

Conclusion: While causal links between shift-work and cancer developments are not established, future shift-work planning should pay more attention to insights from occupational medicine, chronobiology, and occupational science.

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(38): 657–62

DOI: 10.3238/arztebl.2010.0657

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3810

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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  • Weitere potenziell karzinogene Effekte der Chronodisruption
    Dtsch Arztebl Int 2011; 108(1-2): 8-9; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0008a
    Behrens, Thomas; Mester, Birte; Hense, Sabrina; Ahrens, Wolfgang
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2011; 108(1-2): 8-9; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0008b
    Erren, Thomas C.; Falaturi, Puran; Morfeld, Peter; Knauth, Peter; Reiter, Russel J.; Piekarski, Claus

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