MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Neue Entwicklungen in der Demenzdiagnostik

New Developments in the Diagnosis of Dementia

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(39): 677-83; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0677

Eschweiler, Gerhard W.; Leyhe, Thomas; Klöppel, Stefan; Hüll, Michael

Hintergrund: Demenz und Alzheimer-Krankheit werden oft synonym verwendet. Die Demenz ist ein klinisches Syndrom mit dem Kernsymptom Gedächtnisstörung, das zu über 75 Prozent auf einer Alzheimer-Krankheit beruht. Die Alzheimer-Krankheit ist eine neuropathologische Entität mit einem langjährigen präklinischen Verlauf und einer dann schleichend beginnenden Demenz.

Methoden: Selektive Medline-Literaturrecherche der Jahre 2005 bis 2009 mit besonderer Berücksichtigung von Publikationen in Bezug auf Frühdiagnostik, Symptomatik und Relevanz für die hausärztliche Versorgung.

Ergebnisse: Frühe Kernsymptome einer Demenz sind durch einfache Tests wie Mini-Mental-Status-Test, Uhren-Zeichen-Tests und DemTect in der Praxis erfassbar. Eine Verminderung von Abeta-Peptid und eine Zunahme von (Phospho-)Tau im Liquor, den Bestandteilen der typischen neuropathologischen Läsionen, Amyloidplaques und Neurofibrillen, können bereits vor Beginn einer Demenz für eine Alzheimer-Krankheit richtungsweisend sein. Mit neuartigen morphologischen Magnetresonanztomographie-Untersuchungen und deren automatisierter Analyse lässt sich die Varianz der visuellen Bildbeurteilung reduzieren und eine hohe diagnostische Trennschärfe erreichen.

Schlussfolgerung: Die Wahrscheinlichkeit einer korrekten Diagnosestellung der Alzheimer-Krankheit im Stadium der leichten kognitiven Störung von bis zu fünf Jahren vor einer Demenz, kann mittels dieser neuen Biomarker auf mehr als 80 Prozent angehoben werden. Im Rahmen bestehender Forschungsanstrengungen ermöglicht die Diagnostik der Alzheimer-Krankheit vor dem Beginn der Demenz die Untersuchung sekundär-präventiver Therapieansätze.

Alzheimer ist das bekannteste medizinische Eponym und durchdringt Gesellschaft und Medien. Niedergelassene Ärzte begegnen zunehmend 80-jährigen Menschen, die selbst oder deren besorgte Familienangehörige wissen wollen, ob Gedächtnisfehlleistungen bereits Zeichen von „Alzheimer“ sind. In Deutschland leben inzwischen mehr als 1 Million Demenzkranke (1, e1). Von einer Demenz ist jeder Zwölfte über 65 Jahre und jeder Dritte über 90 Jahre betroffen. Die Prävalenz der Demenz verdoppelt sich oberhalb von 65 Jahren alle fünf Lebensjahre (e1).

Die Demenz ist ein klinisches Syndrom, bestehend aus einer erworbenen Gedächtnisstörung und Denkstörung, die zu einer Beeinträchtigung der Alltagsbewältigung führt und mehr als sechs Monate anhält (Kasten 1 gif ppt). Ausgeschlossen werden müssen nach ICD-10 eine Bewusstseinstrübung (cave: Delir oder Durchgangssyndrom) oder eine depressive Störung. Die Alzheimer-Demenz (AD) wird im ICD-10 nur unpräzise erfasst. Bewährt hat sich die DSM IV-Definition: Neben der gravierenden Gedächtnisstörung besteht mindestens ein weiteres kognitives Defizit (Aphasie, Apraxie, Agnosie, Störungen der Exekutivfunktionen) mit schleichendem Beginn und ohne Vorliegen relevanter anderer zerebraler, extrazerebraler, substanzinduzierter und psychiatrischer Erkrankungen. Die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) und die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN) (e2) entwickelten unter Begleitung der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) im Konsens mit zahlreichen Fachgesellschaften eine hochaktuelle S3-Leitlinie (e3). Zuvor wurde im Jahr 2008 eine Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Allgemeinmedizin (DEGAM) (e4) veröffentlicht. Die vorliegende Übersichtsarbeit beruht auf einer selektiven Medline-Literaturrecherche der Jahre 2005 bis 2009 und älteren zentralen Publikationen und Leitlinien der deutschsprachigen Fachgesellschaften mit besonderer Berücksichtigung von Frühdiagnostik, Screening, Symptomatik und Relevanz für die hausärztliche Versorgung (Stichwörter: „dementia, alzheimer’s disease, mild cognitive impairment (MCI), biomarkers in CSF, imaging techniques“).

Pathologie der Alzheimer-Krankheit

Bei 60 Prozent der Demenzen ist die Alzheimer-Krankheit mit ihrer typischen Pathologie von Amyloidablagerungen und Neurofibrillen alleine führend, bei weiteren 15 Prozent zusammen mit vaskulären Hirnschädigungen. Seltener sind Demenzen alleine aufgrund väskulärer Läsionen (weniger als 15 Prozent) bedingt (e2). Lewy-Körperchen-Demenzen (meist mit Parkinson-Syndrom und starken Bewusstseinsfluktuationen) und frontotemporale Lobärdegenerationen (FTLD) machen jeweils einen Anteil von circa 5 Prozent aus. Epidemiologische Daten weisen weniger als 5 Prozent sekundäre Demenzen aus, zum Beispiel bei endokrinologischen Störungen wie Hypothyreose oder Hyperparathyreodismus (e2, e3).

Amyloidplaques und Neurofibrillen sind die zwei mikroskopisch erkennbaren Läsionen der Alzheimer-Krankheit, die Alois Alzheimer in seinem Tübinger Vortrag 1906 erstmals vorstellte (2). Amyloidplaques bestehen aus pathologisch gespaltenem Amyloidprotein, dem Amyloid-beta-Peptid (Abeta). Neurofibrillen entstehen aus hyperphosphorylierten Tau-Proteinen, die zu paarigen helikalen Filamenten (PHF) aggregieren. Beide Prozesse sind mit einem Synapsenverlust und letztlich mit dem Absterben der Neurone assoziiert. Aktivierte Mikroglia, als kleine Glia bereits von Alois Alzheimer beschrieben, findet man in und um Amyloidplaques. Mikrogliazellen, die wie die Makrophagen anderer Organe der myeloischen Zellreihe entstammen, können eine zweischneidige Rolle einnehmen (3). Zum einen kann Mikroglia eine neurotoxische Funktion ausüben, zum anderen ist sie in der Lage, Abeta aus dem Gehirn zu entfernen (3).

Das Fortschreiten der neurofibrillären Ablagerungen wurde von Braak und Braak in sechs Stadien gegliedert (4). Meist wird die klinische Diagnose erst in den Stadien III bis VI gestellt. Im transentorhinalen Stadium (Braak Stadium I und II) beschränken sich die Ablagerungen auf den entorhinalen Kortex und den parahippocampalen Kortex, die in der Gedächtnisbildung und Geruchsidentifikation involviert sind und somit wahrscheinlich die frühen Störungen beim verzögerten Gedächtnisabruf und bei der Geruchsidentifikation bedingen (e5).

Die leichte kognitive Störung

Eine Identifikation der Alzheimer-Krankheit vor dem Auftreten einer Alzheimer-Demenz ist Voraussetzung für die Entwicklung von bisher fehlenden Interventionen, um eine Progression zur Demenz zu verzögern oder zu verhindern. Der manifesten Alzheimer-Demenz geht jahrelang ein Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung (LKB, „mild cognitive impairment“, MCI) voraus, welches anhand der Petersen-Kriterien (5) erfasst werden kann. Weitere klinische Auffälligkeiten (depressive Symptome und Geruchs-identifikationsstörungen) können hilfreich sein, um eine präklinische Alzheimer-Krankheit zu definieren (Grafik 1 gif ppt).

Die Gewichtung patientenseitiger Klagen über Gedächtnisstörungen als Prädiktor für eine beginnende Demenz ist Gegenstand laufender Diskussionen (e6). Bei Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren mit sogenannten funktionellen Gedächtnisstörungen findet man auch beim Einsatz differenzierter neuropsychologischer Tests oft keine Auffälligkeiten. Diese Menschen berichten in hohem Maße Stresserleben, weisen mehr somatoforme und depressive Symptome auf, ohne dass bei mehrjähriger Beobachtung eine Demenz auftritt (6). Bei älteren Menschen (> 70 Jahre) ohne Stressbelastung oder subklinisch depressive Symptome kann jedoch bei guter Selbstbeobachtungsgabe das Klagen über Gedächtniseinbußen bei unauffälligen Screening-Tests dem Beginn einer Demenz vorauslaufen (7).

Bestehen subjektive oder fremdanamnestisch berichtete Leistungsminderungen des Gedächtnisses, sind diese testpsychologisch zu objektivieren und zu quantifizieren, insbesondere auch im Vergleich mit Alters- und Ausbildungsnormen. Liegen keine anderen Gründe für ein schlechtes Abschneiden in den Gedächtnistests vor (zum Beispiel Aufmerksamkeitsstörung durch antihistaminerg oder anticholinerg wirkende Substanzen), wird von einem amnestischen MCI im Sinne der Petersen-Kriterien von 2004 gesprochen (Kasten 2 gif ppt; Differenzialdiagnose Tabelle gif ppt). Es werden aber auch andere MCI-Definitionen und Unterformen (e2, 5 ,8) verwendet.

Das Risiko eines Fortschreitens bis zu einer Demenz liegt bei circa 10 bis 15 Prozent für ein Jahr, bei strenger Ausschlussdiagnostik für Depression, Schlafstörung und schädlichen Benzodiazepin- oder Alkoholgebrauch bei bis zu 25 Prozent (8, 9). Bei Studien mit klinischen Patientengruppen findet man ein Fortschreiten zur Demenz zumeist in den ersten Jahren nach Stellung einer MCI-Diagnose. Bei Langzeitbeobachtungen über zehn Jahre zeigt aber auch die Hälfte der Personen mit MCI keine Progression zu einer Demenz, insbesondere wenn ein MCI vor dem 70. Lebensjahr festgestellt wurde (e7). Die Prävalenz eines MCI bei über 75-jährigen Patienten einer Allgemeinarztpraxis liegt bei 15 bis 20 Prozent (10). Die stärksten Prädiktoren für das Fortschreiten eines MCI sind dabei das Ausmaß der kognitiven Einschränkungen in umfangreicheren Tests (e8), Liquor- und PET-Untersuchungen. Der wichtigste genetische Faktor für die Alzheimer-Krankheit mit spätem Beginn ist das Apo-E-Epsilon-4-Allel (11), das ungefähr die Hälfte der Demenzkranken trägt. Die Apo-E-Epsilon-4-Genlast wird aber in der klinischen Praxis nicht bestimmt, da diese Genotypisierung (zurzeit) keine therapeutischen Konsequenzen hat. Die vor dem 60. Lebensjahr beginnende familiäre Alzheimer-Demenz (FAD), die durch verschiedene Einzelgenmutationen bedingt ist, macht 0,5 Prozent aller Alzheimer-Demenzen aus (11).

Die testpsychologisch und damit auch zeitlich aufwendige Stellung der Diagnose eines (amnestischen) MCI sollte am ehesten in einer Memory-Clinic/Gedächtnissprechstunde erfolgen, die auch entsprechende Nachuntersuchungen anbieten kann. An vielen Spezialambulanzen werden auch nichtmedikamentöse und medikamentöse Studien mit dem Ziel der Verzögerung einer Progression durchgeführt.

Praktisches Vorgehen

In der haus- und fachärztlichen Praxis hat sich ein zweistufiges Vorgehen in der Diagnostik eines Demenzsyndroms bewährt (12, e2e4): Zunächst ist zu prüfen, ob ein demenzielles Syndrom entsprechend der vorgestellten ICD-Kriterien vorliegt (Kasten 1). In einem zweiten Schritt wird die Ätiologie eingegrenzt. Der erste diagnostische Schritt ist das systematische Sammeln relevanter anamnestischer und klinischer Informationen (12):

  • die Beschwerdeschilderung und Anamnese des Patienten
  • die Fremdanamnese
  • die neurologische und orientierende internistische Untersuchung
  • die psychiatrische Untersuchung
  • die orientierende Untersuchung kognitiver Funktionen (Screening-Tests)
  • Laboruntersuchungen
  • zerebrale Bildgebung
  • neuropsychologische Diagnostik
  • Screeningtests.

Mini-Mental-Status (MMS)

Der MMS (e9) prüft verschiedene kognitive Leistungen und nimmt circa 10 bis 15 Minuten in Anspruch. Der MMS enthält eine Erinnerungsliste von nur drei Wörtern. Er ist jedoch weit verbreitet für die Schweregradeinteilung einer Demenz vom Alzheimer-Typ (leichte Demenz 20 bis 26 Punkte, mittelschwere Demenz 10 bis 19 Punkte, schwere Demenz < 10 Punkte) (e3). In Studien im allgemeinärztlichen Bereich hat der MMS eine Sensitivität von 78 Prozent, eine Spezifität von 88 Prozent, einen positiven prädiktiven Wert von 54 Prozent und einen negativen prädiktiven Wert von 96 Prozent. In Fachpraxen und einer Memory-Clinic liegt die Sensitivität bei 80 Prozent, die Spezifität bei 81 Prozent, der positive prädiktive Wert bei 86 Prozent und der negative prädiktive Wert bei 73 Prozent (13). Damit reicht der MMS im hausärztlichen Bereich zumeist zum Ausschluss einer Demenz, ist aber aufgrund der hohen Prävalenz leichterer Demenzen als alleiniges Maß in Schwerpunktpraxen nicht sinnvoll. Zur Diagnose eines MCI ist der MMS nicht einsetzbar.

DemTect

Der DemTect© beinhaltet mit zehn Wörtern eine längere Erinnerungsliste als der MMS und vermeidet direkte Fragen zu Ort und Zeit. Mit 8 bis 12 Minuten ist er mittelgradig zeitaufwendig, enthält aber keine Zeichenaufgabe. Die Sensitivität ist gut und lag in einer Validierungsstudie bei 85 Prozent (Cut-off ≤ 13 Punkte) für eine leichte kognitive Beeinträchtigung und bei 83 Prozent (Cut-off ≤ 11 Punkte) für eine Alzheimer-Demenz (14). Er hat sich zwar in Deutschland bewährt, wird aber international nicht eingesetzt (e10).

Uhrentest

Der Uhrenzeichentest wird häufig als zusätzliches Screening-Instrument bei Verdacht auf eine Alzheimer-Krankheit eingesetzt (Grafik 2 gif ppt). Zum Uhrenzeichnen sollten semantisches Gedächtnis, Raumwahrnehmung, visuokonstruktive Fähigkeiten und Exekutivfunktionen unversehrt sein (e11). In Schwerpunktambulanzen liegt die Sensitivität bei 90 Prozent, die Spezifität bei 56 Prozent, der positive prädiktive Wert bei 84 Prozent und der negative prädiktive Wert bei 69 Prozent (e12). Sein Nutzen bei der Abgrenzung zur leichten kognitiven Beeinträchtigung ist fraglich (e13, e14).

Zahlreiche Scoring-Systeme legen ihren Schwerpunkt der Beurteilung auf die Integrität des Ziffernblatts, das Vorhandensein der Uhrzeiger, Zeichenschwierigkeiten sowie konzeptuelle Schwierigkeiten. Eine detaillierte Analyse der Defizite beim Platzieren der Uhrzeiger wird in der Regel nicht durchgeführt (e15). Eine von den Autoren durchgeführte neuropsychologische Studie (15) zeigte Unterschiede zwischen Patienten mit beginnender Alzheimer-Demenz (AD) und gesunder Kontrollen insbesondere durch Defizite beim Zeichnen und Einstellen des Minutenzeigers (Grafik 2). Erst Patienten mit fortgeschrittener AD zeigten auch Schwierigkeiten beim Zeichnen des Zifferblatts sowie beim Platzieren, Einstellen und Lesen des Stundenzeigers (15). Die Wertigkeit dieses „Minuten-Zeiger-Phänomens“ wurde bei anderen Demenzformen noch nicht validiert.

Geruchsidentifikation

In mehreren prospektiven Studien konnte sowohl bei gesunden Älteren als auch bei Patienten mit einem MCI ein Geruchsidentifikationsdefizit als Prädiktor für einen Gedächtnisabbau (e16, e17) nachgewiesen werden. Zur Testung werden Geruchsstifte (16) oder Rubbelbriefe („brief smell identification test“, BSIT) (e16, e17) mit künstlich hergestellten Geruchsaromen den Probanden unter die Nase gehalten. Die Geruchstests sind leicht und schnell durchzuführen, können delegiert werden und werden von den Patienten gerne gemacht, zumal die meisten Gerüche angenehm sind. Ältere Menschen mit einer Hyposmie (< 10. Perzentile) zeigten einen doppelt so hohen Abbau semantischer Gedächtnisleistungen innerhalb von vier Jahren wie Menschen oberhalb der 90. Perzentile (e16). Menschen mit MCI (n = 137) vervierfachten ihr relatives Risiko von 15 auf 60 Prozent, innerhalb von zwei Jahren eine AD zu entwickeln, wenn sie weniger als sieben von zehn möglichen Düften zuordnen konnten (17). Eine autoptische Studie (e5) konnte einen signifikanten Zusammenhang von Geruchsdefizit und Häufigkeit von Neurofibrillen im entorhinalen Kortex und in der CA1-Region des Hippocampus, aber nicht in anderen Kortex-arealen nachweisen.

Depressionsanamnese

Es konnte außerdem anhand einer Metaanalyse (18) gezeigt werden, dass Menschen mit Depressionen ein circa doppelt erhöhtes Risiko haben, später eine Demenz zu entwickeln. Der gepoolte Risikofaktor betrug 2,0 (95-%-Konfidenzintervall 1,7–2,4) in Fall-Kontrollstudien und 1,9 (95-%-Konfidenzintervall 1,6–2,3) für Kohortenstudien (18).

Erweiterte neuropsychologische Diagnostik durch die CERAD-Batterie

Der Standard in der neuropsychologischen Diagnostik der Gedächtnissprechstunden ist die CERAD-Plus-Batterie („consortium to establish a registry for Alzheimer’s disease“), die aus mehreren Einzeltests des CERAD besteht und durch die phonematische Flüssigkeit (S-Wörter) und den Trail-Making-Test (A, B) erweitert wurde. Sie bildet die verschiedenen kognitiven Domänen bei guter Validität und Ökonomie ab (e18). Der Vorteil der multidimensionalen Testbatterie liegt vor allem in der Differenzierung verschiedener MCI-Formen (8). Testpsychologisch imponiert im CERAD die verminderte Leistung im verzögerten Wiedererkennen der Wortliste beim amnestischen MCI (5) (Kasten 2). Patienten mit amnestischem MCI haben das höchste Risiko der Konversion in eine AD. Das amnestische MCI tritt aber auch als Symptom einer schweren Depression oder als Vorstadium einer vaskulären Demenz auf. Das non-amnestische MCI ohne weitere andere kognitive Einschränkungen findet man als Vorstadium der frontotemporalen Demenzen (8).

Bildgebende Verfahren

Eine zerebrale Bildgebung sollte nach der Objektivierung der kognitiven Einschränkungen erfolgen. Obgleich sich auch anhand der cranialen Computertomographie Aussagen zum Atrophiemuster und zu vaskulären Veränderungen machen lassen, bietet die Magnetresonanztomographie (MRT) eine deutlich höhere Auflösung ohne Belastung durch Röntgenstrahlen und sollte entsprechend den Leitlinien der DGN und DGPPN (e2, e3) bei jüngeren Patienten bevorzugt werden.

Automatische Analyseverfahren von MRT-Bildern, („support vector machines“) wurden in Spezialzentren entwickelt und werden in Kürze für MRT-Scanner in der Routineversorgung zur Verfügung stehen. Hierbei lernen Computerprogramme die Unterscheidung zwischen zum Beispiel Alzheimer-Krankheit, frontotemporalen Demenzen und gesundem Altern (19, 20) (Abbildung jpg ppt). Die Computerprogramme arbeiten voll automatisch, müssen jedoch die Gruppenunterschiede an einem großen und klar definierten Datensatz „erlernen“. Entsprechende Programme können in die übliche, sonst zum Betrachten der Bilder verwendete Software integriert werden und wären auch außerhalb spezialisierter Zentren verfügbar. Mehrere Studien konnten bereits erfolgreich Daten aus verschiedenen Zentren kombinieren (20, 21, e19). Von klinischer Bedeutung ist auch die Möglichkeit, mit solchen Verfahren den weiteren Krankheitsverlauf vorherzusagen. Da der positive prädiktive Wert für die Abgrenzung von Konvertern zu Non-Konvertern zur Alzheimer-Demenz 80 Prozent (21) betrug, können Patienten mit MCI und frühem Übergang zur Demenz von anderen Patienten mit MCI abgegrenzt werden, die zumindest in den nächsten wenigen Jahren nicht zur AD konvertieren.

Mit der Single-Photon-Emissionscomputertomographie (SPECT) und Positronen-Emissions-Tomographie (PET)-Techniken können zudem der Glukose-Stoffwechsel und damit die Synapsenfunktion beziehungsweise die Amyloid-Ablagerungen direkt dargestellt werden (e20, e21), wobei sich diese Entwicklungen auch weiterhin auf spezialisierte Zentren beschränken.

Liquor- und Serumdiagnostik

Die Liquordiagnostik hat sich als zuverlässiges Verfahren zur Erhärtung der Diagnose einer Alzheimer-Krankheit etabliert. In der Präanalytik muss aber insbesondere auf die Verwendung geeigneter Materialien geachtet werden, da manche Oberflächen das Abeta-Peptid stark absorbieren. Die Bestimmung des Quotienten Abeta 42/Abeta 40 und eine Erhöhung von Gesamt-Tau oder Phospho-Tau haben eine Sensitivität und Spezifität von über 85 Prozent erreicht (e21e25). Darüber hinaus konnte eine schwedische Gruppe (22) zeigen, dass MCI-Patienten mit erniedrigtem Abeta und erhöhtem Phospho-Tau eine siebzehnfach erhöhte Konversionsrate in eine AD haben als MCI-Patienten ohne dieses Liquorprofil. Eine Kombination von Strukturanomalien im MRI und Liquorauffälligkeiten erhöhten den Likelihood-Quotienten auf bis zu 19,2 (23). Somit ist erstmals eine Diagnostik der Alzheimer-Erkrankung vor Einsetzen einer Demenz mit einer klinisch akzeptablen Sensitivität und Spezifität (> 80 Prozent) gegeben, um diese Hochrisikogruppe im Stadium einer präklinischen Alzheimer-Krankheit zu charakterisieren.

Ausblick

In einer wegweisenden Publikation (24) wurden neue Diagnosekriterien für die Alzheimer-Demenz im künftigen DSM-V und ICD-11 vorgeschlagen, die neben schleichend progredienten Einschränkungen des episodischen Gedächtnisses einen supportiven Biomarker fordern (Atrophie im MRT, Hypometabolismus im PET, im Liquor Abeta erniedrigt und/oder Phospo-Tau erhöht oder ein erhebliches genetisches Risiko). Diese Kategorisierung ist wissenschaftlich sinnvoll, würde aber wesentlich höhere diagnostische Kosten verursachen.

Die Alzheimer-Krankheit hat einen jahrelangen Verlauf, bevor eine Demenz auftritt. Im Stadium der leichten kognitiven Beeinträchtigung (MCI) ist durch Fortschritte in der Frühdiagnostik (Liquor, neuropsychologische Diagnostik, Bildgebung) jetzt die Möglichkeit gegeben, von einer Alzheimer-Krankheit ohne manifeste Demenz zu sprechen. Diese frühe Diagnostik birgt insofern ein ethisches Dilemma, als keine etablierte Therapie des MCI vorhanden ist und sie gleichzeitig die Voraussetzung zur Untersuchung von Interventionen ist, die den Verlauf modifizieren. Die Forschung der nächsten Jahrzehnte wird sich daran messen lassen müssen, hier erprobbare Interventionen anbieten zu können.

Interessenkonflikt

Herr Dr. Klöppel erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Herr Prof. Eschweiler führt klinische Studien zur Alzheimer-Demenz für die Firmen ACI-Immune und Janssen-Alzheimer-Immunotherapy durch.

Herr PD Dr. Leyhe erhielt Vortragshonorare von Novartis und Merz Pharmazeuticals, Honoare für Skalenübersetzungen von Astra Zeneca, Sponsorengelder für Arzneimittelstudien der Phase II und III von GlaxoSmithKline und Astra Zeneca sowie Reisekostenübernahmen von Merz Pharmaceuticals. Er ist Mitglied des von Merz Pharmaceuticals gesponsorten Experten Forum Alzheimer und erhält für seine Teilnahme eine Aufwandsentschädigung.

Herr Prof. Hüll erhielt Drittmittel im Rahmen von Zulassungsstudien von Wyeth/Pfizer und Medivation sowie Vortragshonorare von Wyeth/Pfizer und Merz.

Manuskriptdaten
eingereicht: 9. 7. 2009, revidierte Fassung angenommen: 8. 12. 2009

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Gerhard W. Eschweiler
Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie Tübingen
Geriatrisches Zentrum am Universitätsklinikum Tübingen
Osianderstraße 24
72076 Tübingen
E-Mail: gerhard.eschweiler@med.uni-tuebingen.de

Summary

New Developments in the Diagnosis of Dementia

Background: The terms “dementia” and “Alzheimer’s disease” are often wrongly used as if they were synonyms. Dementia is a clinical syndrome whose main element is memory impairment; it is due to Alzheimer’s disease in more than 75% of cases. Alzheimer’s disease, on the other hand, is a neuropathological entity that is characterized by a protracted preclinical phase followed by the onset of slowly progressive dementia.

Methods: We here review relevant literature that we retrieved by a selective Medline search (20052009), paying special attention to the early diagnosis of Alzheimer’s disease, its clinical manifestations, and its relevance in primary care.

Results: The early clinical manifestations of a dementing illness can be detected in primary care through the use of simple screening tests such as the mini mental status test, clock-drawing tests, and DemTect. A diminished concentration of Abeta-peptide and an increase of (phospho-)tau in the cerebrospinal fluid can suggest the presence of Alzheimer’s disease even before the onset of dementia: these substances are components of amyloid plaques and neurofibrillary tangles, which are the characteristic neuropathological lesions of Alzheimer’s disease. New types of morphological magnetic resonsance imaging (MRI), and automated analysis of the images obtained, can improve the consistency of radiologic assessment over the traditional visual method and thus enable more secure diagnosis.

Conclusion: The early, preclinical phase of Alzheimer’s disease involves what has been termed mild cognitive impairment and may last as long as five years until the onset of dementia. With the aid of the new biomarkers described here, the likelihood of diagnosing Alzheimer’s disease correctly in this phase can be raised above 80%. Early detection of Alzheimer’s disease before the onset of dementia provides an opportunity to study potential approaches for secondary prevention, which are now an object of intense clinical research.

Zitierweise: Dtsch Arztebl Int 2010; 107(39): 677–83

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit3910

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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