MEDIZIN: Übersichtsarbeit

Behandlung von Frauen mit Epilepsie

The Treatment of Women With Epilepsy

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(45): 787-93; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0787

Weil, Sabine; Deppe, Charlotte; Noachtar, Soheyl

Hintergrund: Bei Frauen mit Epilepsie und den betreuenden Ärzten herrscht häufig Verunsicherung bezüglich der Auswirkungen und Einschränkungen durch die Krankheit. Der Beratungsbedarf ist groß.

Methode: Selektive Literaturrecherche (Stand November 2009).

Ergebnisse: Empfehlungen zu Kinderwunsch und Schwangerschaft folgen den Leitlinien der Deutschen Gesellschaften für Neurologie und Epileptologie sowie der Amerikanischen Epilepsie-Gesellschaft. Die Evidenzlage ist schwach für die übrigen Themen (Kontrazeption, Hormoneinflüsse auf die Erkrankung sowie Medikamenteneinflüsse auf den endokrinen Stoffwechsel und den Knochenstoffwechsel) mangels entsprechender kontrollierter Studien. Das polyzystische Ovarsyndrom sieht man insbesondere unter der Einnahme von Valproat bei Frauen mit Epilepsie häufiger. Antiepileptika mit CYP3a-induzierender Wirkung können zu einer Wirkungsabschwächung von oralen Kontrazeptiva führen. Umgekehrt können orale Kontrazeptiva zu einer deutlichen Absenkung der Antiepileptikaspiegel führen. Das Risiko für Nachkommen mit kongenitalen Fehlbildungen und Aborte steigt nach bisher vorliegenden Studien von 1 bis 2 Prozent in der Normalbevölkerung auf 3 bis 9 Prozent bei Frauen mit Epilepsie, die Antiepileptika einnehmen. Epilepsiepatientinnen mit Kinderwunsch wird derzeit eine Folsäureprophylaxe vor Eintritt der Schwangerschaft bis zum Ende des 1. Trimenon empfohlen. Derzeit wird Müttern mit Epilepsie geraten, ihre Kinder zu stillen.

Schlussfolgerung: Die Einschränkungen durch Epilepsie können bei vielen Frauen reduziert werden, wenn die Behandlung und Beratung frauenspezifische Aspekte berücksichtigt.

Die Zahl der Frauen, die an einer Epilepsie leiden, liegt in Deutschland bei etwa 400 000. Auf 1 000 Geburten kommen drei bis vier Mütter mit Epilepsie (1). Befragungen zeigen, dass sich viele betroffene Frauen nicht ausreichend beraten fühlen und auch objektiv schlecht informiert sind (2).

In der folgenden Übersicht werden nach einer selektiven Literaturrecherche vorliegende Daten zu Epilepsie, Hormoneinflüssen (katameniale Epilepsie), Medikamentenwahl und Einfluss auf den endokrinen Stoffwechsel (zum Beispiel polyzystisches Ovar), Kontrazeption, Kinderwunsch und Schwangerschaft besprochen. Die Empfehlungen zu Kinderwunsch und Schwangerschaft folgen den Leitlinien beziehungsweise Empfehlungen der Deutschen Gesellschaften für Neurologie (S1) und Epileptologie sowie der Amerikanischen Epilepsie-Gesellschaft. Die Evidenzlage zu den anderen Themen ist mangels kontrollierter Studien schwach.

Anfallshäufigkeit und Sexualhormone

Mit der Pubertät kommt es zu einem deutlichen Anstieg von Amplitude und Frequenz des Gonadotropin-releasing hormone (GnRH)-Pulses mit konsekutivem Anstieg der Follikel stimulierendes Hormon (FSH)- und Luteinizing hormone (LH)-Ausschüttung und ansteigenden Serumkonzentrationen von Östrogenen. Die Progesteronspiegel steigen mit Zunahme der ovulatorischen Zyklen.

Östrogenen schreibt man eine anfallsfördernde Wirkung zu, wenngleich Studienergebnisse zu den Mechanismen widersprüchlich sind.

Progesteron hat eine besser belegte anfallshemmende Wirkung (e1, 3). Ein Teil der Epilepsiepatientinnen beschreibt eine zyklusabhängige Anfallszunahme. Die Angaben über die Häufigkeit zyklusgebundener epileptischer Anfälle (katameniale Anfallshäufung) variieren je nach Definition zwischen 10 und 78 Prozent. Eine inzwischen allgemein akzeptierte, empirische Definition für diese Form der Anfallshäufung besagt, dass eine Verdopplung der täglichen Anfallsfrequenz in einer bestimmten Zyklusphase an sechs aufeinanderfolgenden Monaten nachgewiesen sein muss. Nach dieser Definition leiden rund ein Drittel aller Frauen an einer zyklusgebundenen Zunahme der Anfallsfrequenz (3). Dabei lassen sich drei Zyklusphasen mit typischen katamenialen Anfallshäufungen abgrenzen:

  • periovulatorischer Östrogen-Peak (Tag 10 bis 13)
  • perimenstruell mit typischem Gestagenabfall am Zyklusende (Tag 3)
  • gesamte zweite Zyklushälfte bei Störung der lutealen Funktion, also inadäquatem Progesteronspiegel (Tag 10 bis Tag 3 des Folgezyklus) (3, 4).

Ein Anfallskalender mit gleichzeitiger Dokumentation des Menstruationszyklus und der täglichen Basaltemperatur hilft, Klarheit zu schaffen beim Verdacht auf eine katameniale Anfallshäufung. Ferner kann die Bestimmung des Progesteronspiegels in der Mitte der lutealen Phase zur Detektion von Zyklen mit indäquater lutealer Phase hilfreich sein. Erstaunlich oft lässt sich das subjektive Empfinden der Patientinnen nach gehäuft perimenstruellen Anfällen nicht objektivieren.

Therapieoptionen bei gesicherter zyklusgebundener
Anfallshäufung

Es liegen dazu nur Open-label-Studien an kleinen Patientenkollektiven oder Kasuistiken vor, wobei Progesterone und Progestine, Gonadotropin-releasing-Hormon-Analoga sowie Antiöstrogene (Clomiphen) zu einer Verbesserung der Anfallsfrequenz geführt haben. Zwischen 42 und 80 Prozent der Frauen profitierten davon im Sinne einer Anfallsreduktion, in einzelnen Fällen sogar bis hin zur Anfallsfreiheit (3, 5). Zyklische Gaben von Clobazam perimenstruell (10 Tage) führten bei zehn von 24 Frauen zu Anfallsfreiheit. In einer Folgestudie konnte man bei vier von zehn Frauen für drei Jahre die Anfallshäufigkeit ohne Toleranzentwicklung um die Hälfte reduzieren (e2).

Einflüsse der Antiepileptika auf den endokrinen Stoffwechsel

Unter einer Therapie mit enzyminduzierenden Antiepileptika wie Phenytoin, Phenobarbital und Carbamazepin können ein signifikanter Abfall von luteinisierendem Hormon und Estradiol sowie ein Anstieg von SHBG („sex-hormone-binding-globuline“) und Prolaktin beobachtet werden (6). Die durch den SHBG-Anstieg vermehrte Proteinbindung senkt die Serumkonzentrationen der freien, wirksamen Sexualsteroide.

Das Polyzystische-Ovar-Syndrom (PCOS) mit den Symptomen Oligo- oder Amenorrhoe, Hyperandrogenämie beziehungsweise Hyperandrogenisierungs-Erscheinungen und sonographisch polyzystischen Ovarien scheint bei Epilepsiepatientinnen, auch wenn sie keine Antiepileptika einnehmen, gegenüber der Normalbevölkerung häufiger aufzutreten (12,5 bis 26 Prozent versus 6,6 Prozent in der Normalbevölkerung) (7, 8).

Eine Valproat-Therapie wird mit der Entwicklung eines PCOS in Verbindung gebracht. Dabei scheinen endokrine Auswirkungen häufiger bei Frauen aufzutreten, die vor dem 20. Lebensjahr mit einer Valproat-Therapie begonnen haben (9). Valproat führt bei bis zu 57 Prozent der postpubertalen Mädchen zu einer Erhöhung der Testosteronspiegel (e3).

Gewichtszunahme, häufige Nebenwirkung einer Valproat-Therapie, beruht vermutlich auf einer Valproat-induzierten Hyperinsulinämie beziehungsweise Insulinresistenz sowie auf einer Hyperleptinämie mit Leptinresistenz (10). Die für Valproat typische Gewichtszunahme kann das kardiovaskuläre Risikoprofil verschlechtern (11). Deshalb empfiehlt sich bei Frauen mit Epilepsie, Zyklusunregelmäßigkeiten zu erfragen, nach Virilisierungszeichen zu suchen und den Gewichtsverlauf zu dokumentieren, um gegebenenfalls weitere Untersuchungen einzuleiten.

Fertilität

Störungen der Fortpflanzungsfähigkeit sind bei Patienten mit Epilepsie häufiger als in der Normalbevölkerung (e4). Amenorrhoen sieht man bei 15 bis 20 Prozent der Epilepsiepatientinnen, sonstige Zyklusstörungen einschließlich Zwischenblutungen bei fast 50 Prozent (e5). Die genauen Pathomechanismen sind nur unvollständig geklärt. In Frage kommen sowohl Störungen der Hypothalamus-Hypophysen-Achse durch die Epilepsie (e6) als auch die oben beschriebenen Einflüsse der Antiepileptika auf den Steroidhormonstoffwechsel (e7). Man findet bei Temporallappenepilepsien gehäuft anovulatorische Zyklen, hypogonadotrope Amenorrhoen und PCO-Syndrome (e8).

Kontrazeption bei Patientinnen mit Epilepsie

Orale Kontrazeptiva (OK) und manche Antiepileptika beeinflussen sich in ihrer Wirksamkeit gegenseitig. Zu den Antiepileptika (AE), die die Sicherheit von synthetischen kontrazeptiven Steroiden durch eine erhöhte Clearance mindern können, zählen die starken CYP3a-Induktoren Carbamazepin, Phenytoin und Phenobarbital sowie die milden CYP3a-Induktoren Oxcarbazepin und Topiramat (12). Lamotrigin hat keinen Effekt auf die Ethinylestradiolspiegel, senkt aber die Levonorgestrelspiegel um bis zu 20 Prozent (13). Die Auswirkungen auf den Konzeptionsschutz hierdurch sind nicht bekannt. Einflüsse der gängigen AE auf den Konzeptionschutz sind in Tabelle 1 (gif ppt) zusammengestellt.

Man geht davon aus, dass sich der Pearl-Index der gängigen Pillenpräparate (0,1 bis 0,7) (e9) unter Einnahme von enzyminduzierenden Antiepileptika (EZA) verdoppelt, wenngleich dazu nur nicht prospektive Studien mit kleinen Fallzahlen vorliegen (13). Durch ein monophasisches Pillenpräparat im Langzyklus mit einem hohen Progesterongehalt in mindestens doppelter ovulationshemmender Dosis kann der Konzeptionsschutz verbessert werden (12). Die Langzyklustherapie ist allerdings nicht formal zugelassen. Die ovulationshemmenden Tagesdosen der gängigen Pillen-Progestine sind in Tabelle 2 (gif ppt) zusammengestellt. Ausschließlich gestagenhaltige Pillenpräparate sind bei gleichzeitiger Einnahme von enzyminduzierenden AE nicht sicher und somit ungeeignet.

Die oben beschriebenen Interaktionen zwischen enzyminduzierenden AE und hormoneller Kontrazeption gelten ebenso für andere Applikationsformen der Ovulationshemmer (Vaginalring, Pflaster) und für andere rein gestagenhaltige Kontrazeptiva (Depotgestagene und subkutane Gestagenstäbchen).

Laut derzeitigen Empfehlungen sollten sich Frauen, die enzyminduzierende AE benötigen, nicht auf eine hormonelle Kontrazeption verlassen, sondern eine andere Art der Verhütung (zum Beispiel Spirale) wählen und zusätzlich Kondome benutzen.

Zur Wirksamkeit der sogenannten „Pille danach“ gibt es keine Daten; es ist nicht belegt, welche Progestin-Dosen unter Einnahme von enzyminduzierenden AE für die Verhinderung einer Schwangerschaft notwendig sind. Derzeitige Empfehlungen favorisieren eine möglichst frühe Einnahme von 1,5 mg Levonorgestrel, gefolgt von 0,75 mg Levonorgestrel 12 Stunden später (12).

Eine mögliche Alternative zur hormonellen Kontrazeption stellen kupferhaltige Spiralen (IUD) dar. Die gefürchtete Komplikation vaginal aszendierender Infektionen bis hin zum Tubovarialabszess tritt bei stabiler Partnerschaft und fehlender Anamnese für rezidivierende vaginale/zervikale Entzündungen selten auf. Es ist derzeit nicht bekannt, wie weit die lokalen Gestagen-Effekte der Hormonspiralen durch enzyminduzierende Antiepileptika (EZA) herabgesetzt werden könnten (12).

Manche Antiepileptikaserumspiegel – allen voran der Lamotriginspiegel (bis zu 50 Prozent) – werden durch ethylestradiolhaltige Kontrazeptiva nennenswert gesenkt. Bei klassischer Einnahme von Pillenpräparaten mit siebentägiger Pillenpause kann es zu zyklischen Wirkungsabschwächungen der AE-Therapie oder zu toxischen Medikamentenspiegeln in der Pillenpause kommen (14). Diese Spiegelschwankungen lassen sich durch die Einnahme von monophasischen Präparaten im Langzyklus vermeiden. Gegebenenfalls muss zu Beginn und bei Beendigung einer hormonellen Kontrazeption die Lamotrigin-Dosis angepasst werden.

Schwangerschaft und Epilepsie

Vererbungsrisiken

Epilepsien sind ätiologisch heterogen und resultieren aus vielen genetischen und nicht genetischen Faktoren (15). Das genetische Risiko für eine Epilepsie ist nur bei sehr seltenen, monogenen Erkrankungen chromosomal definiert und genau bekannt. Die generalisierten Epilepsiesyndrome haben grundsätzlich ein etwas höheres hereditäres Risiko als die fokalen Epilepsien. Für alle Syndrome zusammen liegt das Vererbungsrisiko bei 4 bis 5 Prozent für Kinder erkrankter Mütter und bei circa 2 Prozent für Kinder erkrankter Väter (15). Bei mehr als 90 Prozent aller Epilepsiepatienten ist die Familienanamnese leer.

Epileptische Anfälle während der Schwangerschaft

Die Anfallsfrequenz bleibt bei 67 Prozent der Frauen in der Schwangerschaft unverändert, bei 17 Prozent kommt es zu einer Zunahme, bei 16 Prozent zu einer Abnahme der Anfallshäufigkeit (16).

Aus Sorge, dem ungeborenen Kind zu schaden, werden AE oft reduziert oder abgesetzt, was eine
Anfallszunahme verursachen kann. Auch pharmakokinetische Veränderungen während der Schwangerschaft, wie Änderung von Magenmotilität, Plasmavolumen, Verteilungsvolumen, Leber- und Nierenfunktion und Proteinbindung, tragen dazu bei. Dies führt zu Schwankungen der Medikamentenclearance. Für Oxcarbazepin und Lamotrigin sind deutliche Serumspiegelabfälle während der Schwangerschaft mit Anfallszunahme und Wiederanstieg der Serumspiegel nach Entbindung gut belegt (17).

Dosisanpassungen sind in der Schwangerschaft sinnvoll und erfordern Vergleichsspiegel vor Beginn der Schwangerschaft vom selben Labor. Bei Anfallsrezidiven ist eine Erhöhung der Medikamentendosis notwendig. Nach der Entbindung kann der Wiederanstieg der Serumspiegel zu Nebenwirkungen führen.

Der Einfluss von epileptischen Anfällen auf Embryogenese oder Fetalentwicklung ist nicht gut belegt. Eine Gefährdung des Fetus ist bei länger dauernder Hypoxämie beziehungsweise Hyperkapnie während generalisierter tonisch-klonischer Anfälle nachvollziehbar.

So konnte während eines kurzen generalisiert tonisch-klonischen Anfalls eine deutliche Abnahme der fetalen Herzfrequenz unter 120 Schläge pro Minute für über 20 Minuten dokumentiert werden (Minimum: 60 Schläge pro Minute) (e10). Ferner wurde über fetale Blutungen, Frühaborte und Totgeburten nach solchen Anfällen berichtet (e11). Bei den im europäischen Schwangerschaftsregister erfassten 36 Fällen mit Status epilepticus kam es zu einem Frühabort und zu einer Totgeburt (16). Ein Gefährdungspotenzial für den Fetus ergibt sich auch aus mütterlichen anfallsbedingten Stürzen mit dem Risiko von Uterusverletzungen und Plazentahämatomen oder -lösungen.

Eine konsequente auf die Schwangerschaft hin optimierte antiepileptische Therapie zielt daher nach wie vor auf Anfallsfreiheit der Mütter.

Teratogenität von Antiepileptika

Das Risiko für Nachkommen mit kongenitalen Fehlbildungen und für Aborte oder Fehlgeburten verdoppelt sich nach den bisher – überwiegend retrospektiven – vorliegenden Studien von 1 bis 2 Prozent in der Normalbevölkerung auf 3 bis 9 Prozent bei Frauen mit Epilepsie, die Antiepileptika einnehmen (e12, 18). Monotherapien haben deutlich niedrigere Risiken für Fehlbildungen als Kombinationstherapien (46 versus 6 bis 17 Prozent) (18, e12). Die höchste Fehlbildungsrate besteht unter Valproat bei Tagesdosen über 1000 mg (Tabelle 3 gif ppt).

Hinweise für substanzspezifische Fehlbildungen gibt es für Valproat (Neuralrohrdefekte, Lippen-Kiefer-Gaumenspalten), Carbamazepin und Phenytoin (Gaumenspalten) sowie Phenobarbital (kardiale Malformationen) (19). Erste Daten aus einem großen prospektiven europäischen Schwangerschaftsregister (EURAP) sind demnächst zu erwarten (Kasten 1 gif ppt). Nach den derzeitigen Empfehlungen der Amerikanischen Epilepsie-Gesellschaft (19) sowie der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (20) sollte Valproat während des ersten Trimenons vermieden werden. Diese Empfehlungen lassen sich wegen der hohen Wirksamkeit von Valproat insbesondere bei idiopathischen generalisierten Epilepsien manchmal nicht umsetzen (21, e13) (weitere Empfehlungen siehe Kasten 2a gif ppt).

Ist die Schwangerschaft bereits eingetreten, sind Umstellungen auf andere Medikamente nicht sinnvoll, weil sie sich typischerweise über Wochen bis Monate hinziehen (Empfehlungen siehe Kasten 2b gif ppt).

Die gynäkologische Betreuung während der Schwangerschaft unterscheidet sich kaum von der gesunder Frauen (Kasten 3 gif ppt).

Entwicklungsverzögerungen und kognitive Defizite

Schwangerschaftsregister erfassen überwiegend große Fehlbildungen und Aborte. Inzwischen gibt es jedoch zunehmend mehr Studien, die eine dosisabhängige Assoziation zwischen Valproatexposition und erniedrigtem IQ der Kinder epilepsiekranker Mütter zeigen (22).

Folsäuresubstitution/pränatale Vitamin-K-Gabe

Folsäuremangel führt in der Normalbevölkerung gehäuft zu Neuralrohrdefekten. Neuralrohrdefekte sind für Valproat (1 bis 2 Prozent) und Carbamazepin (0,5 Prozent) bekannt. Eine Folsäuresubstitution bei Antiepileptika(AE)-Einnahme und Kinderwunsch wird empfohlen. Die Dosisangaben schwanken zwischen 0,4 bis 5 mg pro Tag für das erste Trimenon (e14).

Allen Frauen mit Kinderwunsch wird schon präkonzeptionell und im ersten Trimenon täglich 0,4 mg Folsäure empfohlen. Bei AE-Therapie, insbesondere bei Valproat- und Carbamazepin-Einnahme, werden 5 mg Folsäure pro Tag empfohlen. Da sich das Neuralrohr sehr früh schließt (26. Tag post conceptionem), sollten alle Frauen mit Epilepsie im gebärfähigen Alter und ohne sicheren Konzeptionsschutz Folsäure einnehmen.

Es wurde lange Zeit vermutet, dass Neugeborene von Müttern, die enzyminduzierende Antiepileptika eingenommen hatten, häufiger frühe neonatale Blutungen erleiden. Dieses Risiko ist allerdings nach aktueller, relativ dünner Datenlage nicht signifikant erhöht. Daher wird derzeit keine maternale präpartale Gabe von Vitamin K empfohlen. Neugeborene von medikamentös behandelten epilepsiekranken Müttern sollen laut US-amerikanischen Leitlinien postnatal Vitamin K in gleicher Dosierung erhalten, wie dies für alle anderen Neugeborenen empfohlen wird (23).

Risiken von Schwangerschaftskomplikationen

Das Risiko für Frühgeburten, Kaiserschnitte, Blutungen in der Schwangerschaft oder vorzeitige Wehen ist bei Schwangeren mit Epilepsie, die Antiepileptika einnehmen, nach der derzeitigen Datenlage nicht wesentlich erhöht (19). Lediglich bei Patientinnen, die zusätzlich rauchen, ist ein erhöhtes Risiko für vorzeitige Wehen beschrieben. Das Risiko für intrauterine Wachstumsverzögerungen (SGA, „small for gestational age“) ist unter Antiepileptikaexposition vermutlich verdoppelt. Der 2-min-APGAR-Wert liegt unter AE-Exposition häufiger unter 7 (19).

Entbindung

Die Entbindung sollte in einem Zentrum mit Geburtshilfe, Neurologie, Neonatologie und Anästhesie erfolgen. Von Hausgeburten ist abzuraten.

Ein epileptischer Anfall ist in der Regel innerhalb weniger Minuten selbstlimitierend, das heißt eine Medikamentengabe zur Beendigung eines Anfalls ist allein schon wegen der zu lang dauernden Pharmakokinetik nicht sinnvoll. Ausnahmen bestehen bei einer Anfallsdauer von über fünf Minuten oder einem Status epilepticus. Die wichtigste Maßnahme im Anfall ist der Schutz von Mutter und Ungeborenem vor Verletzungen (Stürze, Kompression des Bauches). Ein Mundkeil ist obsolet.

Sofern eine Durchbrechung eines Anfallsstatus notwendig ist, sollte aufgrund der geringeren Atemdepression und besseren antiepileptischen Wirkung Lorazepam der Vorzug vor Diazepam gegeben werden (e15).

In jedem Fall sollten im Anfall sub partu Pädiater bereit stehen, um auf einen möglichen Sedierungsüberhang beziehungsweise auf mögliche Hypoxien des Kindes bei mütterlichem Status epilepticus ohne Verzögerung reagieren zu können.

Das Risiko eines epileptischen Anfalls während der Entbindung liegt nach Ergebnissen der EURAP-Studie bei 3,5 Prozent und korreliert gut mit der Zahl der Anfälle, die bereits in der Schwangerschaft aufgetreten sind (16).

Eine Epilepsie stellt per se keine Indikation zur Sectio oder Geburtseinleitung dar. Eine primäre
Schnittentbindung wird aber bei mehreren kleinen Anfällen täglich oder bei mindestens einem generalisiert tonisch-klonischen Anfall pro Woche empfohlen. Eine sekundäre Sectioindikation kann sich bei übermäßig langer Dauer der Geburt ergeben, da der Schlafentzug insbesondere bei generalisierten Epilepsien das Anfallsrisiko erhöht. Bei fokalen Epilepsien ist der Einfluss von Schlafentzug deutlich geringer (e16). Wichtig ist, auch unter der Geburt auf eine regelmäßige Antiepileptika-Einnahme zu achten.

Nach der Entbindung

Wöchnerinnen mit Epilepsie benötigen eine gute Risikoberatung. Schlafentzug im Wochenbett durch Stillen kann Anfälle auslösen, weshalb eine Unterstützung der Mütter erforderlich ist. Die Kinder sollten auf dem Boden gewickelt werden, um bei Anfällen mit Bewusstseinsstörung Stürze des Babys vom Wickeltisch zu vermeiden. Säuglinge sollten nur im Beisein anderer Erwachsener gebadet werden (24).

Stillen

Gegenwärtig wird Müttern mit Epilepsie nicht vom Stillen abgeraten (17). Alle AE gehen in unterschiedlichen Prozentsätzen in die Muttermilch über (e11, e17). Die Plasmaspiegel bei den Kindern sind aber nicht nur durch die unterschiedliche Muttermilchgängigkeit bedingt. Aufgrund der noch nicht ausgereiften Leber der Neugeborenen und verlängerter Medikamenten-Elimination kann es zur Akkumulation mancher AE kommen.

Osteoporose

Mehr als die Hälfte der Epilepsiepatienten unter langfristiger AE-Einnahme leiden klinisch oder subklinisch an einer AE-induzierten Osteopathie (25). Das Risiko für Frakturen ist bei Epilepsiepatienten fünf- bis sechsfach erhöht. Für enzyminduzierende Antiepileptika ist der negative Einfluss auf den Vitamin-D-Stoffwechsel bekannt. Bei Valproat geht man von einem Ungleichgewicht zwischen Osteoblasten und Osteoklasten zugunsten der Osteoklasten aus. Neuere Antiepileptika sind diesbezüglich schlecht untersucht. Bei der Wahl des Antiepileptikums sollte auch das Lebensalter der Patienten berücksichtigt werden. Es wird deshalb eine Knochendichtemessung bei postmenopausalen Frauen zu Beginn und fünf Jahre nach Beginn einer AE-Therapie empfohlen.

Interessenkonflikt

Prof. Noachter hat von folgenden Firmen Beratungs- und Vortragshonorare sowie Forschungsunterstützung erhalten beziehungsweise in klinischen Studien mitgewirkt: Aventis, Desitin, Eisai, Glaxo-Wellcome, Janssen-Cilag, Johnson & Johnson, Novartis, Pfizer und UCB Pharma.

Frau Dr. Weil hat Honorare für Vortragstätigkeiten von der Firma UCB erhalten.

Dr. Deppe erklärt, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 25. 11. 2009, revidierte Fassung angenommen: 31. 5. 2010

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Soheyl Noachtar
Epilepsie-Zentrum
Neurologische Klinik und Poliklinik
Klinikum der Universität München – Großhadern
Marchioninistraße 15, 81377 München
E-Mail: noa@med.uni-muenchen.de

Summary

The Treatment of Women With Epilepsy

Background: Women with epilepsy and their doctors are often unsure of the implications of the disease and the limitations it causes. There is a major need for counseling.

Methods: Selective review of the literature as of November 2009.

Results: Recommendations on pregnancy and childbearing for women with epilepsy can be found in the guidelines issued by the German Societies of Neurology and Epileptology and by the American Epilepsy Society. Only low-level evidence is available on other relevant questions, including contraception, the influence of hormones on epilepsy, and the influence of antiepileptic drugs on endocrine and bone metabolism, because of a lack of controlled studies. Polycystic ovarian syndrome is more commonly seen in women with epilepsy who take valproate. Antiepileptic drugs that induce CYP3a can diminish the efficacy of oral contraceptives; conversely, oral contraceptives can markedly lower the blood levels of antiepileptic drugs. According to the most recent studies, the risk of congenital malformations and spontaneous abortions is 1% to 2% in the normal population and 3% to 9% in the offspring of women with epilepsy who are taking antiepileptic drugs. Women with epilepsy who want to have children are currently advised to take folic acid prophylactically starting before conception and until the end of the first trimester. New mothers with epilepsy are advised to breastfeed their children.

Conclusion: Proper treatment and counseling of women with epilepsy, with due attention to aspects that are specific to women patients, can reduce the limitations to which they are subject in everyday life.

 Zitierweise
Weil S, Deppe C, Noachtar S: The treatment of women with epilepsy.
Dtsch Arztebl Int 2010; 107(45): 787–93. DOI: 10.3238/arztebl.2010.0787

@Mit „e“ gekennzeichnete Literatur:
www.aerzteblatt.de/lit4510

The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

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  • Antiepileptika ausschleichen
    Dtsch Arztebl Int 2011; 108(5): 70; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0070a
    Meyer, Frank P.
  • Schlusswort
    Dtsch Arztebl Int 2011; 108(5): 70; DOI: 10.3238/arztebl.2011.0070b
    Weil, Sabine; Deppe, Charlotte; Noachtar, Soheyl

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