MEDIZIN: Originalarbeit

Leistungsfähigkeit im mittleren und höheren Lebensalter

Gute Nachrichten für eine inaktive und alternde Gesellschaft

Physical Performance in Middle Age and Old Age: Good News for Our Sedentary and Aging Society

Dtsch Arztebl Int 2010; 107(46): 809-16; DOI: 10.3238/arztebl.2010.0809

Leyk, Dieter; Rüther, Thomas; Wunderlich, Max; Sievert, Alexander; Eßfeld, Dieter; Witzki, Alexander; Erley, Oliver M.; Küchmeister, Gerd; Piekarski, Claus; Löllgen, Herbert

Einleitung: Mit Blick auf die oft schon im mittleren Lebensalter eintretenden Leistungseinbußen drängt sich die Frage auf, inwieweit diese durch Alterungsprozesse verursacht sind. Ein generelles Problem bei der Ermittlung altersbedingter Veränderungen ist die schwierige Abgrenzung gegenüber den Folgen einer inaktiven Lebensführung.

Methode: Anhand von mehr als 900 000 Laufzeiten von 20- bis 79-jährigen Marathon-/Halbmarathonteilnehmern wurden die Ausdauerleistungen einer sportlich aktiven Subpopulation der Bevölkerung alters- und geschlechtsbezogen analysiert. Mit Hilfe skalierter Fragebögen wurden außerdem 13 171 Marathon-/Halbmarathonläufer unter anderem zu Sport, Lebensgewohnheiten und Gesundheit befragt.

Ergebnisse: Vor dem 55. Lebensjahr treten keine signifikanten Leistungsminderungen auf. Die Leistungsverluste der Senioren fallen zudem gering aus: 25 % der 65- bis 69-jährigen Ausdauertrainierten sind sogar schneller als 50 % der 20- bis 54-jährigen Langstreckenläufer. Die Befragungen zeigen weiter, dass über 25 % der 50- bis 69-Jährigen erst in den letzten fünf Jahren mit ihrem Lauftraining begonnen haben.

Schlussfolgerung: Leistungseinbußen im mittleren Lebensalter sind primär auf eine inaktive Lebensweise, nicht aber auf biologische Alterung zurückzuführen. Der hohe Anteil von Sport-Neueinsteigern im Seniorenalter zeigt zudem, dass auch ältere Nichtsportler durch regelmäßiges Training bemerkenswerte Leistungen erzielen können.

Angesichts des demografischen Wandels, der Diskussion um die verlängerte Lebensarbeitszeit und der starken Verbreitung von Bewegungsmangel und Übergewicht gewinnt die Erhaltung von Gesundheit und Leistung seit geraumer Zeit zunehmend an Bedeutung (15). Die gegenwärtige Alterung der Gesellschaft wird aus dem wachsenden Anteil von älteren Menschen deutlich: im Jahr 2020 sollen über 45 % der Bevölkerung älter als 50 Jahre sein (6). Die Faktoren Alter, Gesundheit und Leistung finden nicht nur bei vielen Betroffenen und den Trägern der sozialen Sicherungssysteme, sondern auch in der Arbeitswelt wachsende Aufmerksamkeit: Gesunde und leistungsstarke ältere Beschäftigte werden für viele Betriebe auch deshalb immer wichtiger, da viele übergewichtige und untrainierte Jüngere den alltäglichen Arbeitsbelastungen kaum noch genügen (7, 8). Ein inaktiver Lebensstil und gesundheitlich ungünstige Alltagsgewohnheiten wie zum Beispiel Fehlernährung, übermäßiger Alkohol- sowie Tabakkonsum können schon in einer frühen Lebensphase zu deutlichen Leistungseinbußen führen (9).

Biologische Alterung versus ungünstige Alltagsgewohnheiten

Leistungseinschränkungen im mittleren Lebensalter werden häufig auf bereits einsetzende Alterungsprozesse zurückgeführt. Auch zahlreiche sportmedizinische Studien gehen von früh eintretenden altersbedingten Leistungsminderungen aus: So soll beispielsweise die Ausdauerleistungsfähigkeit nach dem 30. Lebensjahr um bis zu 15 % pro Dekade abnehmen (1012). Ohne Zweifel ist das Altern ein unausweichlicher biologischer Vorgang, der früher oder später zu objektivierbaren Leistungsverlusten führt. Wie aber der Vergleich zwischen Altersleistungssportlern und gleichaltrigen Seniorenheimbewohnern zeigt, verläuft der Alterungsprozess individuell sehr unterschiedlich und unterliegt zudem einer Vielzahl von Einflussfaktoren. Die Ermittlung der tatsächlich altersbedingten Leistungsänderungen ist jedoch nicht trivial und gelingt auch mit Hilfe von Längsschnittuntersuchungen nicht ohne Weiteres. Ein generelles Problem ist die Abgrenzung altersbedingter Einflüsse gegenüber Effekten, die primär durch veränderte Lebensgewohnheiten oder Erkrankungen bedingt sind. Selbstverständlich kann eine Minderung der körperlichen Leistungsfähigkeit die Folge biologischer Alterungsvorgänge sein. Im Laufe der Jahre kann es aber auch zu deutlichen Leistungsverlusten kommen, weil zum Beispiel bedingt durch berufliche und/oder familiäre Verpflichtungen (etwa Karriere oder Kindererziehung) kaum noch Zeit für ein regelmäßiges Training bleibt. In diesem Fall ist für eine im Längsschnitt festgestellte Leistungsabnahme nicht allein das Älterwerden verantwortlich zu machen (1316).

Der Marathon als leistungsphysiologisches Untersuchungsmodell

Mit Blick auf die notwendige Abgrenzung zwischen alters- und lebensstilbedingten Effekten ist der Marathonlauf ein hervorragendes leistungsphysiologisches Untersuchungsmodell. Im Gegensatz zu kürzeren Laufdistanzen (zum Beispiel 5 000 m oder 10 000 m), die auch ohne intensive Vorbereitung von Untrainierten bewältigt werden können, wird ein Marathonwettbewerb, genauso wie ein Halbmarathonlauf, aufgrund der Streckenlänge und der hohen körperlichen Belastung üblicherweise nur dann erfolgreich absolviert, wenn über einen längeren Zeitraum ausreichend trainiert wird und im Alltag eine deutliche Ausrichtung auf den Sport erfolgt (17). Daher ist es nicht erstaunlich, wenn die in der Bevölkerung verbreiteten, ungünstigen gesundheitsrelevanten Merkmale wie Adipositas, Rauchen und selbstverständlich auch Bewegungsmangel in diesem Kollektiv weitaus seltener vorkommen. Folglich lassen sich die beim Marathon auftretenden altersassoziierten Leistungsminderungen eher auf biologische Alterungsprozesse und weniger auf ungünstige Alltagsgewohnheiten zurückführen. Marathonwettbewerbe, an denen in jeder Altersklasse mitunter tausende Langstreckenläufer teilnehmen, besitzen zudem noch einen weiteren großen methodischen Vorteil: Über die Ergebnislisten sind epidemiologisch relevante Daten wie Alter, Geschlecht und elektronisch gemessene Laufzeiten der Sportler verfügbar. Auch wenn es nicht beabsichtigt ist, die Teilnahme an Marathon- beziehungsweise Halbmarathonwettbewerben zu propagieren, eignen sich diese exzellent für die modellhafte präventivmedizinische Betrachtung (13).

PACE-Studie – Leistungsanalysen und
Befragungen von Sportlern

Im Rahmen der PACE-Studie (Kasten gif ppt) (PACE = Performance-Age-Competition-Exercise) wurden 552 528 Marathon- und 374 425 Halbmarathonlaufzeiten von 20- bis 79-jährigen Langstreckenläufern analysiert. Darüber hinaus wurden mehr als 13 000 Langstreckenläufer mit Hilfe eines skalierten Fragebogens befragt zu:

  • dem durchgeführten Training
  • der Motivation zum Sporttreiben
  • der Gesundheit
  • der sportärztlichen Betreuung
  • Alltagsgewohnheiten
  • der Arbeit
  • biometrischen Daten wie beispielsweise Größe und Gewicht.

Die Befragungen erfolgten als Online-Erhebung (www.dshs-koeln.de/pace) beziehungsweise durch persönliche Interviews bei Marathon- und Halbmarathonveranstaltungen.

Ziel des vorliegenden Beitrages ist es, am Beispiel einer Bevölkerungsgruppe, die wirksame gesundheitsrelevante Bewegungs- und Verhaltensmaßnahmen selbstmotiviert praktiziert, altersassoziierte Laufzeitveränderungen und einige präventivmedizinische Aspekte – wie etwa Training, Tabakkonsum, Übergewichts-/Adipositasprävalenz – zu untersuchen.

Methode

Die Laufzeitanalysen wie auch die Befragungen der Langstreckenläufer wurden durch die Ethikkommission der Deutschen Sporthochschule Köln genehmigt sowie vom Landesbeauftragten für den Datenschutz Nordrhein-Westfalen als unbedenklich eingestuft.

Laufzeitanalyse

Wie bereits detailliert beschrieben (18, 19) wurden 135 Marathon- und 110 Halbmarathonwettbewerbe aus den Jahren 2002 bis 2009 analysiert. Dazu wurden zunächst die Teilnehmernamen der Ergebnislisten pseudonymisiert und anschließend als Code mit den dazugehörigen Variablen Alter, Geschlecht und Laufzeit in einer Datenbank gespeichert. Mit Hilfe der Variablen Code, Alter und Geschlecht konnten Teilnehmer mit mehr als einer Wettkampfteilnahme als sogenannte Wiederholer identifiziert werden. Von Mehrfachteilnehmern wurde nur eine Laufzeit randomisiert ausgewählt und in die Analyse einbezogen. Aufgrund des umfangreichen Datenmaterials mit mehr als 900 000 Laufzeiten konnten folgende Altersgruppen der 20- bis 79-jährigen Marathon- und Halbmarathonteilnehmer gebildet werden (Tabelle 1 gif ppt und 2 gif ppt):

  • Gruppe 25 = 20–29 Jahre
  • Gruppe 32,5 = 30–34 Jahre
  • Gruppe 37,5 = 35–39 Jahre
  • Gruppe 42,5 = 40–44 Jahre
  • Gruppe 47,5 = 45–49 Jahre
  • Gruppe 52,5 = 50–54 Jahre
  • Gruppe 57,5 = 55–59 Jahre
  • Gruppe 62,5 = 60–64 Jahre
  • Gruppe 67,5 = 65–69 Jahre
  • Gruppe 72,5 = 70–74 Jahre
  • Gruppe 77,5 = 75–79 Jahre.

Befragung der Langstreckenläufer

Die von der Laufzeitanalyse unabhängige Internetbefragung – inklusive der Probandenakquise sowie der Validierung durch ergänzende persönliche Befragungen, unter anderem zu: Training, Motivation, Gesundheit und sportärztlichen Untersuchungen – wurde bereits im Deutschen Ärzteblatt ausführlich beschrieben und methodisch evaluiert (20). Der verwendete Fragebogen ist als elektronisches Supplement online abrufbar (eFragebogen). Im vorliegenden Beitrag wurden Angaben von 13 171 Langstreckenläufern im Alter von 20 bis 69 Jahren (Tabellen 3a und 3b) analysiert. In die Auswertung wurden nur Langstreckenläufer aufgenommen, die bereits einen Marathon oder Halbmarathon absolviert hatten beziehungsweise sich in Vorbereitung auf einen solchen Wettbewerb befanden.

Neben biometrischen Basisdaten wie Alter, Geschlecht und Körperhöhe/-gewicht wurden die Teilnehmerangaben zu Arbeit, Sport und Freizeit sowie Gesundheit ausgewertet. Im Bereich Arbeit wurde unter anderem nach der ausgeübten Tätigkeit gefragt und daraufhin nach Wirtschaftssektoren klassifiziert, basierend auf einem Drei-Sektoren-Modell mit primärer (Natur-/Landwirtschaft), sekundärer (produzierendes/verarbeitendes Gewerbe) und tertiärer Sparte (Dienstleistung). Bezogen auf die sportliche Aktivität wurde erfragt, wie sich die Studienteilnehmer sportlich einstufen (Freizeitsportler, Wettkampfsportler), wie sie das Lauftraining gestalten (zum Beispiel Häufigkeit, Umfang) und ob sie gegenwärtig eine weitere Sportart ausüben beziehungsweise vor Aufnahme des Lauftrainings einer weiteren Sportart regelmäßig nachgingen. Darüber hinaus wurden weitere gesundheitsrelevante Aspekte wie etwa Tabakkonsum und Übergewichts-/Adipositasprävalenz analysiert. In einer Unterstichprobe des Kollektivs mit mehr als 2 000 Personen wurde zusätzlich nach der Körperhaltung, die bei der Arbeit eingenommen wird, und der Häufigkeit von wöchentlicher sportlicher Aktivität gefragt.

Anhand des individuellen Alters wurden die befragten Teilnehmer in folgende Altersklassen aufgeteilt:

  • Gruppe 25 = 20–29 Jahre
  • Gruppe 35 = 30–39 Jahre
  • Gruppe 45 = 40–49 Jahre
  • Gruppe 55 = 50–59 Jahre
  • Gruppe 65 = 60–69 Jahre.

Risikofaktoren

Die Häufigkeit ausgewählter gesundheitlicher Risikofaktoren wie etwa Rauchen, Adipositas und Bewegungsmangel für kardiovaskuläre Erkrankungen wurde in Anlehnung an WHO-Kriterien ermittelt (9). Ein oder mehrere Risikofaktoren liegen vor, wenn folgende Werte überschritten werden beziehungsweise eine der aufgeführten Merkmalsausprägungen zutrifft:

  • Adipositas (Body-Mass-Index [BMI] ≥ 30 kg/m²)
  • Rauchen
  • Bewegungsmangel (subjektive Einschätzung zur Häufigkeit des Sporttreibens in den Kategorien „nie“ beziehungsweise „selten und unregelmäßig“).

Datenpräsentation und Statistik

Die statistischen Analysen wurden mit SPSS 17.0 und Statistica 7.1 durchgeführt. Als deskriptive Maßzahlen für Lage, Streuung beziehungsweise Verteilung wurden Mittelwert, Standardabweichung und Perzentilverteilungen (5., 25., 50., 75. und 95. Perzentil) bestimmt. Mittelwertunterschiede wurden unter Angabe der Freiheitsgrade mittels t-Test (Prüfgröße t) sowie varianzanalytisch (Prüfgröße F) überprüft. Multiple Zellvergleiche (Post-hoc-Test, Prüfgröße MQ) erfolgten nach dem Verfahren von Newman-Keuls; dichotome beziehungsweise ordinalskalierte Parameter wurden mit Hilfe des Chi-Quadrat-Tests (Prüfgröße Chi2) und/oder mittels binär logistischer Regression statistisch bewertet. Für die binär logistische Regression werden Odds Ratios (OR) und das 95-%-Konfidenzintervall (KI) angegeben. Gruppenunterschiede wurden mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von p < 0,01 als signifikant akzeptiert.

Ergebnisse

Die Laufzeiten von 376 313 Marathon- und 237 028 Halbmarathonteilnehmern konnten alters- und geschlechtsbezogen analysiert werden (Tabelle 1, 2). Grafik 1 (gif ppt) zeigt die Marathonlaufzeiten der 20- bis 79-jährigen Sportler: Signifikante altersbezogene Leistungseinbußen treten sowohl bei Frauen als auch bei Männern erst in den Gruppen der über 54-Jährigen auf (MQ = 1 311,0; p < 0,001). Auch beim Halbmarathon kommt es erst nach dem 54. Lebensjahr zu signifikanten Leistungsminderungen (MQ = 239,29; p < 0,001). Für beide Laufstrecken gilt zudem, dass die Leistungseinbußen gering ausfallen. Ein beachtlicher Teil der Seniorensportler ist sogar schneller als die meisten jüngeren Marathon- und Halbmarathonläufer. Wie in Grafik 1 zu sehen, erreicht etwa die Hälfte der 20- bis 54-jährigen Marathonteilnehmer erst nach den besten 25 % der 65- bis 69-jährigen Läufer das Ziel.

Aus den Befragungen der Langstreckenläufer geht zudem hervor, dass ältere Ausdauertrainierte kein vermehrtes Lauftraining absolvieren: Sowohl beim Marathon- (Alter: F(4,7725) = 1,09; p ≥ 0,20/Geschlecht: F(1,7725) = 2,89; p ≥ 0,05) als auch beim Halbmarathontraining (Alter: F (4,2897) = 1,77; p ≥ 0,10/Geschlecht: F(1,2897) = 1,08; p ≥ 0,20) bestehen im Altersgang und zwischen Läuferinnen und Läufern keine signifikanten Unterschiede. Etwa 70 % der Sportler trainieren nicht mehr als 3- bis 4-mal pro Woche (Grafik 2 gif ppt). Bei einer mittleren Trainingsdauer von 61,5 ± 18,5 Minuten beziehungsweise 70,3 ± 24,4 Minuten (Halbmarathon- versus Marathonläufer; t(961,45) = 6,90; p < 0,001) werden pro Trainingseinheit im Mittel 10,8 ± 3,3 Kilometer beziehungsweise 12,9 ± 3,5 Kilometer (Halbmarathon- versus Marathonläufer; t(5551,20) = 27,37; p < 0,001) gelaufen.

Ein deutlicher Alterseinfluss existiert bei der Frage „Seit wann führen Sie ein regelmäßiges Lauftraining durch?“: Während sich die Trainingsjahre bei den 20- bis 29-Jährigen auf durchschnittlich 3,9 ± 3,7 Jahre belaufen, sind es bei den 60- bis 69-jährigen Athleten 15,5 ± 12,7 Jahre (F(4,12916) = 430,78; p < 0,001). Die weitere Betrachtung der Daten zeigt jedoch, dass ein erheblicher Anteil der älteren Sportler erst seit einigen Jahren ein regelmäßiges Lauftraining durchführt (Grafik 3 gif ppt). So gibt etwa ein Drittel der 50- bis 59-Jährigen und ein Viertel der 60- bis 69-Jährigen an, dass sie erst in den letzten 5 Jahren mit ihrem Lauftraining begonnen haben.

35,2 % der Langstreckenläufer haben vor Aufnahme ihres Lauftrainings keinen anderen Sport regelmäßig getrieben. Aus Grafik 4 (gif ppt) wird deutlich, dass dieser Anteil mit zunehmenden Alter steigt: Etwa 42 % der über 50-Jährigen war vor Beginn des Lauftrainings sportlich inaktiv. Bezogen auf die 20- bis 29-Jährigen haben in der ältesten Läufergruppe erheblich weniger Personen angegeben, keinen Sport getrieben zu haben (OR 3,01; 95 % KI: 2,44–3,72). Die überwiegende Mehrheit (79,6 %) der Läufer stuft sich als Freizeit- und Breitensportler ein.

Neben den Angaben zur sportlichen Aktivität wurden mit der Körpergewichtseinstufung nach WHO (BMI-Einteilung) und der Raucherquote zwei weitere präventivmedizinisch bedeutsame Indikatoren analysiert. Die Raucherquote liegt bei den Ausdauertrainierten bei 6,9 %. Als ehemalige Raucher stufen sich 23,3 % der Befragten ein; 70,2 % haben nie regelmäßig geraucht. Geschlechtsspezifische Differenzen liegen nicht vor (Chi2(1,n=12921) = 3,29; p ≥ 0,01), ab dem 50. Lebensjahr sinkt der Raucheranteil (Chi2(4,n=12921) = 40,05; p < 0,001).

Läuferinnen (21,8 ± 2,4) haben deutlich niedrigere BMI-Werte als Läufer (23,9 ± 2,5) (t(13168) = 40,86; p < 0,001). Im Altersgang nimmt der BMI (Tabelle 3 gif ppt) lediglich bei den Männern gering zu (MQ = 5,85; p < 0,001). Die BMI-Werte der befragten Ausdauersportler verteilen sich hinsichtlich der WHO-Einteilung wie folgt:

  • 1,4 % mit BMI < 18,5
  • 75,7 % mit BMI ≥ 18,5 und < 25
  • 21,3 % mit BMI ≥ 25 und < 30
  • 1,6 % mit BMI ≥ 30.

91,8 % der Langstreckenläufer weisen keinen kardiovaskulären Risikofaktor auf (Grafik 5 gif ppt). Geschlechtsunterschiede bestehen nicht (Chi2(2,n=13171) = 0,38; p ≥ 0,20).

Die Angaben zur beruflichen Tätigkeit zeigen, dass der überwiegende Teil der Langstreckenläufer aus dem Dienstleistungsbereich kommt und zumeist sitzende Tätigkeiten ausübt (Grafik 6 gif ppt). Nur vereinzelt geben Läufer an, Berufe mit hohen körperlichen Anforderungen wie zum Beispiel im Handwerk auszuüben.

Diskussion

Die Untersuchung einer sportlich aktiven Subpopulation der Bevölkerung liefert hinsichtlich altersassoziierter Veränderungen bemerkenswerte Befunde. Die Laufzeitanalysen der 20- bis 79-jährigen Langstreckenläufer bestätigen, dass es keinesfalls schon im mittleren Lebensalter zu Leistungseinbußen kommen muss und dass durch regelmäßiges Training auch im höheren Lebensalter eindrucksvolle Leistungen erzielt werden können. Signifikante Laufzeitverschlechterungen treten beim Marathon beziehungsweise Halbmarathon erst in der Altersklasse der über 54-Jährigen auf. Mit mehr als 25 % ist ein bedeutender Teil der Senioren sogar schneller als die Hälfte der jüngeren Sportler. Die ermittelten Laufleistungen im Seniorenbereich wurden allerdings an einer vergleichsweise geringeren Anzahl älterer Teilnehmer erhoben (Tabelle 1 und 2), so dass sich die Frage der Vergleichbarkeit der Altersgruppen stellen könnte. Auch wenn die beschriebene Leistungskonstanz im Altersvergleich nicht für jeden Menschen zutreffen wird, sprechen aus epidemiologischer Sicht die geringen Veränderungen im Spektrum der erbrachten Laufleistungen (5. bis 95. Perzentil) in den verschiedenen Altersgruppen gegen eine grundsätzliche Einschränkung.

Die Befragungen zeigen weiter, dass die Älteren zur Realisierung ihrer Ausdauerleistung nicht mehr trainieren als jüngere Langstreckenläufer: Hinsichtlich relevanter Parameter wie Laufkilometer, Trainingsdauer und -häufigkeit unterscheiden sich die 20- bis 69-Jährigen statistisch nicht voneinander. Das Training der meisten Langstreckenläufer liegt außerdem nicht wesentlich oberhalb der von der WHO präventivmedizinisch empfohlenen sportlichen Aktivitäten (5-mal Sport/Woche für mindestens 30 Minuten) (21). Etwa 70 % der Sportler trainieren im Durchschnitt nicht mehr als 3- bis 4-mal pro Woche bei einer mittleren Trainingsdauer von etwa einer Stunde.

Mit Blick auf die älteren Sportler liefern die Befragungen zudem ein überraschendes, und ein für die alternde und zunehmend inaktive Gesellschaft ermutigendes Ergebnis: Über ein Viertel der 50- bis 69-Jährigen hat erst in den letzten 5 Jahren mit dem Lauftraining begonnen (Grafik 3). Hieraus ergibt sich eine beträchtliche Zahl von älteren Sportneueinsteigern, denen es innerhalb von wenigen Trainingsjahren gelingt, sogar erfolgreich an einem Marathonwettbewerb teilzunehmen. Sicherlich sind körperliche Leistungsfähigkeit und Trainierbarkeit auch durch genetische Voraussetzungen mitbestimmt (22, 23). Eine kürzlich erschienene Längsschnittstudie mit über 50-jährigen Männern belegt jedoch eindrucksvoll die große Wirksamkeit von regelmäßigem Sport im höheren Lebensalter (24): Die sportlich aktiven Senioren hatten eine um 3,8 Jahre höhere Lebenserwartung. Aber auch Untrainierte, die erst nach ihrem 50. Lebensjahr mit Sport begonnen hatten, konnten ihr Mortalitätsrisiko im Vergleich zu den gleichaltrigen Nichtsportlern halbieren. Von derartigen Effekten werden auch zahlreiche Studienteilnehmer profitieren: Der größte Teil der Befragten übt überwiegend sitzende und körperlich wenig belastende berufliche Tätigkeiten aus, die zu zahlreichen, gesundheitlich negativen Auswirkungen führen können und als unabhängiger Mortalitätsfaktor diskutiert werden (2). Mehr als ein Drittel der befragten Langstreckenläufer hat vor ihrem Lauftraining keinen Sport getrieben. Allerdings sollte sich dieser Personenkreis zuvor einem qualifizierten sportärztlichen Gesundheits-Check unterziehen (20).

Limitierungen

Bei kritischer Betrachtung dieser Studie stellen sich einige Fragen hinsichtlich der methodischen Limitierungen: Neben den bekannten Nachteilen einer Querschnittuntersuchung (zum Beispiel Kohorteneffekte) ist zunächst einmal festzuhalten, dass die Untersuchungskollektive („Laufzeitanalyse“ und „Befragung“) nicht vollständig identisch sind. Der Vergleich zwischen den Studienpopulationen zeigt aber, dass beide Gruppen hinsichtlich Alters- und Geschlechtsverteilung sowie der Teilnahmequoten beim Marathon und Halbmarathon gut übereinstimmen (Tabellen 1–3). Auch die Übertragbarkeit von Ergebnissen einer sicherlich nicht repräsentativen Bevölkerungsgruppe auf die Normalbevölkerung ist zu erörtern. Bestimmte bevölkerungstypische Charakteristika wie Angaben zu Bildung, beruflicher Tätigkeit oder Einkommen liegen bei den untersuchten Langstreckenläufern nur teilweise vor.

Demgegenüber gehörten viele der Sportneueinsteiger vor Aufnahme ihres Lauftrainings zur Zielgruppe von Gesundheitsinitiativen, die unter anderem auf sportabstinente Personen mit häufig sitzenden und körperlich wenig fordernden Tätigkeiten abzielen (Grafik 6). Außerdem sind Trainingsanpassungen nicht in erster Linie von Repräsentativitätskriterien abhängig: Die Trainierbarkeit ist vielmehr durch grundlegende physiologische Adaptationsprozesse, Verhaltensmerkmale (Training) und genetische Voraussetzungen determiniert. Mit Blick auf die Aussagen zur Trainierbarkeit ist bei der vorliegenden Studie kritisch anzumerken, dass keinerlei Längsschnittdaten vorlagen. Damit fehlen beispielsweise Angaben zur individuellen Leistungsentwicklung. Allerdings ist allein die Tatsache, dass sogar untrainierte ältere Sportneueinsteiger nach nur wenigen Jahren regelmäßigen Trainings erfolgreich einen Marathon absolvieren, ein deutlicher Beleg für deren Trainierbarkeit.

Fazit

Trotz methodischer Einschränkungen spricht die modellhafte Untersuchung der Langstreckenläufer dafür, dass die dokumentierten Ergebnisse insbesondere für den Ausdauersportbereich relevant sind. Des Weiteren sind die in der Bevölkerung häufig schon im mittleren Lebensalter auftretenden Risikofaktoren, gesundheitlichen Einschränkungen und zu beobachtenden Leistungsminderungen nicht auf die Alterung per se, sondern primär auf ungünstige Alltagsgewohnheiten und fehlendes Training zurückzuführen. Aus den Analysen wird deutlich, dass eine Subpopulation der Bevölkerung erfolgreich und selbstmotiviert gesundheitsrelevante Bewegungs- und Verhaltensmaßnahmen praktiziert und zahlreichen ehemaligen Nichtsportlern der Einstieg gelungen ist.

Mit Blick auf die Gesundheitsförderung und Präventionskampagnen bleibt es jedoch unbefriedigend, dass über die eigentlichen Zielgruppen – die mit gesundheitlichen Risikofaktoren behafteten und leistungsgewandelten Nichtsportler – vergleichsweise wenig bekannt ist (25). Im Rahmen der PACE-Studie werden derzeit Nichtsportler befragt, um quantifizierbare Angaben über Ursachen sportlicher Abstinenz zu erhalten und potenzielle Attraktoren für körperliche Aktivität genauer beschreiben zu können. Zielsetzung ist es, adressatengerechte Präventionsmaßnahmen gestalten und nachhaltig implementieren zu können.

Interessenkonflikt
Die Autoren erklären, dass kein Interessenkonflikt im Sinne der Richtlinien des International Committee of Medical Journal Editors besteht.

Manuskriptdaten
eingereicht: 20. 11. 2009, revidierte Fassung angenommen: 26. 4. 2010

Anschrift für die Verfasser
Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Dieter Leyk
Deutsche Sporthochschule Köln
Institut für Physiologie und Anatomie
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln
E-Mail: Leyk@dshs-koeln.de

Summary

Physical Performance in Middle Age and Old Age: Good News for Our Sedentary and Aging Society

Background: Physical performance often declines in middle age, but it is unclear to what extent this is due to biological aging. It can be difficult to determine whether such physical changes are truly age-related, as they might alternatively be explained as the negative consequences of a sedentary lifestyle.

Methods: We assessed the endurance of a physically active subgroup of the population by performing an age- and sex-stratified analysis of over 900 000 running times of marathon and half-marathon participants aged 20 to 79. We also analyzed the responses of 13 171 marathon and half-marathon runners to a questionnaire about sports, lifestyle, and health.

Results: No significant age-related decline in performance appears before age 55. Moreover, only a moderate decline is seen thereafter; in fact, 25% of the 65- to 69-year-old runners were faster than 50% of the 20- to 54-year-old runners. Our survey also revealed that more than 25% of the 50- to 69-year-old runners had started their marathon training only in the past 5 years.

Conclusion: Performance losses in middle age are mainly due to a sedentary lifestyle, rather than biological aging. The large contingent of older “newcomers” among marathon runners demonstrates that, even at an advanced age, non-athletes can achieve high levels of performance through regular training. 

Zitierweise
Leyk D, Rüther T, Wunderlich M, et al.: Physical performance in middle age and old age: good news for our sedentary and aging society. Dtsch Arztebl Int 2010; 107(46): 809–16. DOI: 10.3238/arztebl.2010.0809

@The English version of this article is available online:
www.aerzteblatt-international.de

eFragebogen unter:
www.aerzteblatt.de/10m0809

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Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Physiologie und Anatomie, Köln: Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Leyk, Dr. Sportwiss. Rüther, Dr. rer. medic. Wunderlich, Dipl.-Sportlehrer Sievert, Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Eßfeld
Zentrales Institut des Sanitätsdienstes der Bundeswehr Koblenz, Laborabteilung IV – Wehrmedizinische Ergonomie und Leistungsphysiologie –, Koblenz: OTA Prof. Dr. med. Dr. Sportwiss. Leyk, Dr. phil. Witzki, OFA Dr. med. Erley
Forschungsgruppe Industrieanthropologie, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel: Dr. phil. Küchmeister
Universität zu Köln, Institut und Poliklinik für Arbeitsmedizin, Sozialmedizin und Sozialhygiene des Klinikums der Universität zu Köln: Prof. Dr. med. Piekarski
Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention e.V. (DGSP), Remscheid: Prof. Dr. med. Löllgen
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