71 Artikel im Heft, Seite 27 von 71

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Frühgeborene: Worüber nicht gesprochen wird

Dtsch Arztebl 2010; 107(47): A-2336

Pförringer, Wolfgang

. . . Es kann und darf letztendlich auf Dauer nicht mehr darum gehen, immer noch Frühergeborene am Leben zu erhalten, immer noch geringere Geburtsgewichte „durchzubringen“ und dies dann alles noch stolz auf Kongressen zu präsentieren. Es wird nicht darüber gesprochen, dass ein Großteil dieser Frühchen mit bleibenden schwersten körperlichen Schäden wie Blindheit, Taubheit, Spastik, ungenügender zerebraler Entwicklung usw. geschlagen ist und dass hier auch keinerlei Behandlungsmöglichkeiten existieren.

Es wird nicht darüber gesprochen, dass der ungeheure finanzielle, materielle, zeitliche und pflegerische Aufwand, diese Frühchen am Leben zu erhalten, letztendlich nicht mehr vertretbar ist, wenn man sich klarmacht, dass das hier am Leben erhaltene Kind für immer schwer und schwerstgeschädigt sein wird und spätestens mit dem Ableben der Eltern (zumeist aber erheblich früher!) dann in ein mehr oder minder elendes Pflegedasein verwiesen wird . . .

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Prof. Dr. med. Wolfgang Pförringer,
80333 München


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