23 Artikel im Heft, Seite 12 von 23

Studium: Die Frage

Warum haben Sie Medizin studiert?

Deutsches Ärzteblatt Studieren.de, 4/2010: 4

Foto: DÄB

Dr. med. Waltraud Diekhaus
Vizepräsidentin des Weltärztinnenbundes

Mein Vater war ein bekannter Medizin-professor, so dass ich die Medizin in Wissenschaft und Praxis täglich miterleben konnte. Ich fand alles interessant und begeisternd. Mein Vater war strikt gegen ein Medizinstudium, er hielt Frauen dadurch für weniger ehegeeignet. Der Kampf gegen solche Hindernisse hat mich jedoch gestärkt – und meinen späteren Einsatz für Frauenrechte und für die Forderung nach einer geschlechtsspezifischen Betrachtungsweise in allen Bereichen der Medizin.

Foto: BDA
Anzeige
>

Prof. Dr. med. Bernd Landauer
Präsident des Berufsverbandes Deutscher Anästhesisten

Für mich gab es damals eigentlich keine Alternative zum Medizinstudium und zum Arztwerden. Sowohl meine Eltern als auch meine Großeltern mütterlicherseits waren Ärzte, und ich kannte alle „Pros“ und „Kons“ dieses Berufs aus erster Hand. Die „Pros“ überwogen eindeutig, und so wurde ich Arzt. Bereut habe ich es nie: Ich würde diesen Beruf – ungeachtet der wirtschaftlichen Situation – jederzeit wieder wählen.

Foto: Barbara Sigge

Dr. med. Tankred Stöbe
Präsident Ärzte ohne Grenzen, Deutschland

Eigentlich wollte ich ja Schauspieler werden und habe mich an der Schauspielschule Hamburg beworben. Als das nicht klappte, habe ich eine lange Reise nach Australien und Neuseeland gemacht. Mein Ziel war es, am Ende der Reise zu wissen, was ich mit meinem Leben anfangen will. Die Entscheidung habe ich mir nicht leicht gemacht, und ich habe mich mit vielen Möglichkeiten auseinandergesetzt. Am Ende des Prozesses stand für mich dann fest, dass ich das Leid von Menschen – dem ich auch auf meiner Reise begegnet bin – lindern und Arzt werden will.

Foto: Voltaren

Dr. med. Christine Theiss
Profiweltmeisterin im Kickboxen

Aus einer Ärztefamilie stammend bin ich mit diesem sinnvollen Beruf aufgewachsen und kenne seine Vor- und Nachteile von Kindesbeinen an. Das Medizinstudium ist sehr facettenreich, interessant und mittlerweile mit viel Patientenkontakt versehen. Seit 2007 bin ich Profisportlerin und habe für diese Leidenschaft die Medizin momentan aufs Eis gelegt, werde aber hoffentlich zu ihr zurückkehren können.

Foto: Achim Hehn

Dr. med. Tugsal Mogul Schauspieler und Arzt

Ich habe mir Physikum und Staatsexamen angetan, weil ich mich für den Menschen interessiere und der Mensch in der Medizin immer im Mittelpunkt steht. Das Studium gibt einem die Gelegenheit, den Menschen aus fast allen Richtungen zu „durchleuchten“. Sicherlich hat meine Schauspielausbildung meine Menschenkenntnisse erweitert. Aber das Fundament wurde in der Medizin gelegt.


Drucken Versenden Teilen Leserbrief
23 Artikel im Heft, Seite 12 von 23

Leserkommentare

E-Mail
Passwort

Registrieren

Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.

 Zeitraum HTML PDF 
6 / 2013 3 0
5 / 2013 14 0
4 / 2013 16 0
3 / 2013 42 0
2 / 2013 44 0
1 / 2013 33 0
2013 152 0
2012 347 5
2011 462 11
Total 961 16

Leserbriefe

Alle Leserbriefe zum Thema

Schlagwörter

Login

E-Mail

Passwort


Passwort vergessen?

Registrieren

Anzeige
Eingeloggt als

Suchen in