AKTUELL
Globaler Fonds: Vorwürfe wegen Korruption haltlos
Dtsch Arztebl 2011; 108(5): A-191 / B-151 / C-151


Der Globale Fonds versorgt Menschen in Entwicklungsländern mit Medikamenten. Foto: iStockphoto
Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria hat Berichten der Nachrichtenagentur AP widersprochen, wonach bis zu zwei Drittel der Hilfsgelder des Globalen Fonds von Korruption in den Empfängerländern aufgezehrt werden. Bundesentwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) hatte daraufhin die Zahlungen Deutschlands an den Fonds eingestellt.
AP hatte sich in seiner Meldung offenbar auf einen internen Prüfbericht des Globalen Fonds gestützt, der bereits seit Mitte Dezember 2010 vorliegt und auch im Internet abgerufen werden kann. In diesem Bericht ist die Prüfungskommission des Fonds in vier von 145 Ländern auf schwere Fälle der Veruntreuung von Hilfsgeldern gestoßen. „Als Folge davon haben wir in Dschibuti, Mali, Mauretanien und Sambia die entsprechenden Mittel zurückgefordert und Schritte eingeleitet, um die missbräuchliche Verwendung von Hilfsgeldern künftig zu verhindern“, heißt es in einer Stellungnahme des Fonds. Alles in allem geht es um 34 Millionen US-Dollar, die in dunklen Kanälen versickert sind. Bei einem Gesamtbudget von 13 Milliarden Dollar entspricht das 0,3 Prozent. Weitere Informationen: www.theglobalfund.org/en/oig/reports/?lang=en HK
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.