AKTUELL
Qualitätssicherung: Breite Zustimmung für Supervision und Intervision
PP 10, Ausgabe Februar 2011, Seite 57


Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten erachten Supervision und Intervision in ihrer Arbeit für lohnenswert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Befragung des Ausschusses für Wissenschaft und Forschung der Hessischen Psychotherapeutenkammer. Ein Fragebogen, zusammen mit der Arbeitsgruppe Psychologie und Psychotherapie der Universität Marburg entwickelt, wurde an 3 366 Kammermitglieder verschickt. Geantwortet haben 843 Psychotherapeuten. Gefragt wurde nach der realen Inanspruchnahme von Supervision und Intervision sowie nach den Erfahrungen und Erwartungen an diese Form der Qualitätssicherung für die eigene Arbeit.
Supervision und Intervision werden von 52 Prozent der Befragten als „sehr lohnenswert“ wahrgenommen, von 40 Prozent als „lohnenswert“. 92 Prozent halten die beiden Formen für wichtig und sind der Meinung, dass sie ein Berufsleben lang wahrgenommen werden sollten. 21 Prozent denken, dass eine bedarfsgerechte Teilnahme nach Abschluss der Ausbildung ausreiche.
Die Teilnahme an Supervision und Intervision über das Internet halten hingegen 69 Prozent der Befragten für wenig oder nicht sinnvoll.
Der Fragebogen erfasste auch unerwünschte Nebenwirkungen: Acht Prozent gaben an, dass ihre Grenzen während der Supervision oder Intervision missachtet wurden und elf Prozent beschrieben, dass ihr Handeln unangemessen infrage gestellt wurde.
Der Ausschuss für Wissenschaft und Forschung hält die Ergebnisse für vielversprechend und appelliert an die Profession, weiter in diesem Bereich zu forschen und sich zu positionieren.
Weitere Informationen im Internet unter www.ptk.hessen.de/Stellungnahmen. PB
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