Vielen Dank für Ihren Artikel, der die Entwicklung in den Gesundheitsfachberufen treffend beschreibt. Leider konnte sich der Deutsche Bundestag nicht dazu entschließen, auch andere Gesundheitsfachberufe, wie die vier MTA-Berufe, in die Modellklausel einzubeziehen.
Die Haltung der Bundesärztekammer ist für uns jedoch nicht nachvollziehbar, geht sie doch an der Realität vorbei. Die besagte Richtlinie des EU-Parlaments (2005/36/ EG) regelt zwar die Anerkennung der Gesundheitsfachberufe im Ausland, verwendet als Kriterium aber die Zugangsvoraussetzungen zur Ausbildung. Aufgrund der Tatsache, dass in den Nachbarstaaten auf Fachhochschulebene ausgebildet wird, also das Abitur Zugangsvor- aussetzung ist, findet sich die noch so gute Berufsausbildung der deutschen Gesundheitsfachberufe automatisch eine Stufe unterhalb der Studiengänge unserer europäischen Nachbarn wieder. Eine Anerkennung ist damit sehr häufig mit Auflagen wie Praktika oder gar Anerkennungsprüfungen verbunden. Von einer „absoluten Vergleichbarkeit“ kann also keine Rede sein . . . Für die Akademisierung der Gesundheitsfachberufe in Deutschland ist es höchste Zeit.
Anzeige
Andrea Michelsen, Anke Ohmstede, Vorstandsvorsitzende des Deutschen Verbandes Technischer Assistenten/Assistenten in der Medizin e.V. (dvta), 20097 Hamburg
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie
registriert sein.
Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.