BERUF
Psychische Belastungen: Betriebliche Gesundheitsförderung immer wichtiger
Dtsch Arztebl 2011; 108(7): [86] / [86] / [86]


Angesichts zunehmend höherer Anforderungen am Arbeitsplatz und damit einhergehender psychischer Erkrankungen wird eine betriebliche Gesundheitsförderung nach einer Auswertung der Techniker-Krankenkasse (TK) immer wichtiger. Demnach werden mittlerweile bei jedem fünften Erwerbstätigen psychische Störungen diagnostiziert. Die Fehlzeiten wegen psychischer Erkrankungen stiegen in den letzten vier Jahren um 33 Prozent, die Verordnungsmenge von Antidepressiva um 41 Prozent.
Immer mehr Menschen fühlten sich ausgebrannt, vor allem Führungskräfte und engagierte Mitarbeiter. Während sich große Firmen der TK zufolge seit Jahren für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter en- gagieren, setzen mittelständische Unternehmen betriebliches Gesundheitsmanagement nur zögerlich um. „Aber auch für kleine Betriebe lohnen sich Investitionen in Gesundheit und Zufriedenheit der Belegschaft, denn es sind Investitionen in die Zukunft“, betonte TK-Vorstandschef Norbert Klusen.
Basis für die Auswertungen sind nach Angaben der Krankenkasse die routinemäßig erfassten Arbeitsunfähigkeitszeiten, Zeiten des Krankengeldbezugs, Arzneiverordnungen und ambulant-ärztlich dokumentierte Diagnosen von 3,4 Millionen Erwerbspersonen – Berufstätige und Empfänger von Arbeitslosengeld I. dapd
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