MEDIEN

Austauschplattform: Bürgerdialog zu neuen Technologien

Dtsch Arztebl 2011; 108(13): A-712 / B-584 / C-584

Krüger-Brand, Heike E.

Ein Internetforum soll künftig den Austausch zwischen Bürgern, Wissenschaft und Politik unterstützen: Im „Bürgerdialog Zukunftstechnologien“, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung gestartet hat, werden Chancen und mögliche Risiken von Zukunftstechnologien diskutiert. Ergebnis dieses Prozesses sind Empfehlungen, die die beteiligten Bürger an Verantwortliche aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft übergeben und mit ihnen erörtern.

Hightech-Medizin ist das erste Thema des Bürgerdialogs, den das Bundesforschungsministerium unter www.buergerdialog-bmbf.de gestartet hat. Foto: vario images

Das erste Thema des auf vier Jahre angelegten Projekts ist die Hightech-Medizin: Welche Gesundheit wollen wir? In den Industrieländern leben die Menschen heute länger und gesünder als frühere Generationen – ein Ergebnis wissenschaftlicher Forschung und praktischer Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse. Mit modernen Technologien sind aber auch Risiken und Befürchtungen verbunden. Die Angst vor der Apparatemedizin spielt dabei beispielsweise eine Rolle. Lässt die Technisierung der Medizin für Selbstbestimmung und menschliche Zuwendung noch genügend Raum? Dürfen wir alles tun, wozu wir technisch in der Lage sind? Wie bleibt gute medizinische Versorgung für alle bezahlbar? Fragen wie diese stehen im Zentrum des ersten Bürgerdialogs.

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Die Diskussion wird zunächst im Netz unter www.buergerdialog-bmbf.de eröffnet und in einigen Wochen um öffentliche Bürgerkonferenzen in ganz Deutschland erweitert. „Die Bürgerdialoge sind Ausdruck einer neuen Kultur des Zuhörens und des Dialogs zwischen Politik, Wissenschaft und Gesellschaft. Zu den Aufgaben demokratischer Politik gehört es, dass sie Foren zur Beteiligung anbietet, in denen Bürgerinnen und Bürger ihre Erwartungen und Bedenken äußern können. Das gilt in besonderem Maße für die Forschungspolitik“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan beim Start des Projekts.

Die ganztägigen Bürgerkonferenzen starten ab Mai 2011. Ihre Ergebnisse sollen bei einem zentralen Bürgergipfel in Berlin präsentiert und zu einem „Bürger-Report“ gebündelt werden. KBr

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