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Arzneimittelrabatte: Krankenkassen sparen 1,1 Milliarden Euro
Dtsch Arztebl 2011; 108(15): A-812 / B-664 / C-664


Foto: Fotolia
Die Krankenkassen haben im Jahr 2010 mehr als 1,1 Milliarden Euro an Rabatten auf ihre Arzneimittelausgaben erhalten. Darauf hat Anfang April der Deutsche Apothekerverband (DAV) hingewiesen. Die Rabatte fielen um circa 270 Millionen Euro höher aus als im Vorjahr. Insgesamt gaben die Krankenkassen 2010 für Arzneimittel 27,9 Milliarden Euro aus.
Die Zahlen basieren auf der jüngsten „KV 45“-Statistik des Bundesgesundheitsministeriums. Am meisten profitierte danach die AOK von den Rabattverträgen. Dort beliefen sich die Einsparungen auf 454 Millionen Euro, die Ersatzkassen kamen auf 417 Millionen, die Betriebskrankenkassen auf 136 Millionen und die Innungskrankenkassen auf 44 Millionen Euro.
Bei den Rabattverträgen zwischen Krankenkassen und Arzneimittelherstellern herrsche allerdings immer noch viel Intransparenz, kritisierte der DAV-Vorsitzende, Fritz Becker. „Die Kassen müssen ihre erzielten Einsparungen endlich im Detail offenlegen, um Aufwand und Nutzen beurteilen zu können“, forderte er. Denn die Einsparungen würden durch einen stark erhöhten Aufwand in den Apotheken realisiert. Bei jedem neuen Rabattvertrag oder dem Wegfall eines alten entstehe dort gegenüber den Apothekenkunden erheblicher Erklärungsbedarf. Dazu kämen Computer-, Logistik- und Lageraufwand. HK
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