POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern
Husten und Infekte durch Passivrauchen
Dtsch Arztebl 1996; 93(12): A-732 / B-595 / C-560


OBERSCHLEISSHEIM. Kinder und Jugendliche, die zu Hause zum Passivrauchen gezwungen sind,
haben gegenüber unbelasteten Gleichaltrigen ein deutlich erhöhtes Risiko von Atemwegserkrankungen. Das
ergab eine Langzeitstudie mit 8 500 Testpersonen in Süddeutschland, die jetzt vom Institut für Epidemiologie
des GSF-Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit veröffentlicht wurde. Die Passivraucher haben bis zu
25 Prozent häufiger Atemwegsinfekte und werden in der Erkältungssaison um bis zu 55 Prozent häufiger von
Husten geplagt. Bei Jugendlichen, die selbst rauchen, kommen Atemwegsinfekte gegenüber Nichtrauchern
sogar doppelt so häufig und Husten mehr als zehnmal so häufig vor. Laut Projektleiter Erich Wichmann sind
Kinder in 30 bis 50 Prozent der Haushalte unfreiwillig Tabakrauch ausgesetzt. Bereits 15 bis 25 Prozent
rauchen selbst aktiv. OD
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