AKTUELL
Entwicklungsländer: Mehr Geld für Impfkampagnen
Dtsch Arztebl 2011; 108(16): A-872 / B-716 / C-716

Das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) stockt seine Mittel für die Impfinitiative GAVI (Global Alliance for Vaccination and Immunization) auf. Im laufenden Jahr erhält GAVI 20 Millionen Euro vom BMZ, bislang waren sechs Millionen Euro im Etat vorgesehen. Das Geld soll überwiegend in Impfkampagnen für Kinder in Entwicklungsländern fließen.

Gemeinsam gegen
Infektionskrankheiten:
Microsoft-Gründer
Bill Gates und
Entwicklungsminister
Dirk Niebel
(von links)
Foto: dapd
Die Mittelerhöhung ist Bestandteil einer Vereinbarung zwischen Entwicklungsminister Dirk Niebel (FDP) sowie Ex-Microsoft-Chef Bill Gates und dessen Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. Neben einer Zusammenarbeit in der globalen Gesundheitspolitik wollen BMZ und Stiftung künftig in weiteren entwicklungspolitischen Sektoren wie der Landwirtschaft kooperieren.
Die Gates-Stiftung ist die weltweit größte Privatstiftung und größter Geldgeber von GAVI. Weitere Förderer sind Institutionen wie die Weltgesundheitsorganisation und UNICEF sowie zahlreiche westliche Regierungen, darunter Frankreich, Großbritannien und Kanada. GAVI hilft dabei, staatliche Impfprogramme in Entwicklungsländern zu etablieren. Die Organisation arbeitet sowohl mit lokalen Regierungen als auch mit den Impfstoffherstellern in den Entwicklungsländern zusammen. nos
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