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BRIEFE

Kassenärzte: Ärzte zahlen die Zeche

Dtsch Arztebl 2011; 108(17): A-953

Holderied, Rupert

Von 15,42 auf 21 Euro je Hausbesuch, da „können wir mit dem Ergebnis . . . über 40 Prozent mehr . . . vorerst zufrieden sein“. Hurra! Sagt der Dr. Müller, der anscheinend nicht rechnen kann. Weil es nur 36 Prozent sind – aber egal:

Erstens zahlen es wieder alle anderen Kollegen über ein schwindendes Regelleistungsvolumen, wenn hier krampfhaft versucht wird, die bröckelnde Versorgung irgendwie zu kitten . . .

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Und zweitens: 21 Euro für Hinfahrt, Rückfahrt, Untersuchung, Beratung und Behandlung.

Mit dem eigenen Pkw. Mindes-tens einem Euro je Kilometer, Kosten vom ADAC errechnet, aber nur, wenn der Wagen klein ist.

Wann haben Sie das letzte Mal einen Klempner geholt?

Der würde so eine Vergütung als unsittliches Angebot mit schallendem Gelächter quittieren . . .

Also: Noch nicht zu früh jubeln, von diesem Fünfer (oder 2,50 bei Mitbesuch – auch so eine Frechheit) wird keiner fett, und letztendlich zahlen wir Ärzte wieder mal die Zeche.

Dr. Rupert Holderied, 81671 München


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