AKTUELL
Arbeitsunfähigkeit: Diagnose Burn-out nimmt zu
PP 10, Ausgabe Mai 2011, Seite 201


Der Anstieg psychischer Erkrankungen setzt sich nach einer Analyse des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) fort. Die Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen bei den mehr als zehn Millionen AOK-Versicherten sind seit 1999 um fast 80 Prozent angestiegen. Die Ausfallzeiten dauern dabei je Fall mit 23,4 Tagen doppelt so lange wie der Durchschnitt mit 11,6 Tagen.
Zunehmend dokumentiert wird bei den Krankmeldungen die Diagnose „Burn-out“, die zwar nicht als eigenständige psychische Erkrankung kodiert werden kann, aber von den Ärzten als Zusatzinformation angegeben wird. Zwischen 2004 und 2010 haben sich die Arbeitsunfähigkeitstage aufgrund von Burn-out um fast das Neunfache erhöht, teilt das WIdO mit.
Frauen wurden dabei doppelt so häufig wegen Burn-out krankgeschrieben als Männer. Besonders betroffen sind Frauen zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr sowie Angestellte in helfenden Berufen. Die höchsten Fehlzeiten wegen Burn-out haben Heimleiter und Sozialpädagogen gefolgt von Telefonisten.
Die AOK weist darauf hin, dass es sich für Arbeitgeber lohne, betriebliches Gesundheitsmanagement zu implementieren: Gesundheitszirkel, Stressmanagementseminare oder auch das webbasierte Angebot der AOK: www.stress-im-griff.de. PB
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