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AKTUELL

Depression: Risiko für Herz- Kreislauf-Erkrankungen

PP 10, Ausgabe Mai 2011, Seite 202

Hillienhof, Arne

Depressionen erhöhen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für einen Diabetes mellitus. „Das belegen mehrere Studien. Allerdings ist der exakte pathophysiologische Mechanismus bislang nicht vollständig geklärt“, sagte Michael Deuschle vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim.

Zum einen trügen typische Verhaltensweisen depressiver Patienten zur Entstehung von Gefäß- und Stoffwechselerkrankungen bei. In- folge einer Depression bewegten sich die Betroffenen weniger und achteten meist auch weniger auf eine gesunde Ernährung. Zudem setze eine Depression stressregulierende Systeme des Körpers in Gang. Experten vermuten außerdem, dass die körpereigenen Stresssysteme die Variabilität der Herzfrequenz beeinflussen. Das Herz kann sich dadurch schlechter an Phasen der Ruhe und Phasen der Belastung anpassen.

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Zudem steigere der Stress die Aktivität der Blutgerinnung. Bei der Behandlung von Herzpatienten sei es deshalb wichtig, immer auch eine depressive Erkrankung in Erwägung zu ziehen, um einen Patienten gezielt zu behandeln, schlussfolgern die Wissenschaftler. hil


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