POLITIK: Nachrichten - Ausland
Kostenkontrolle bei Arzneimitteln in USA
Dtsch Arztebl 1997; 94(51-52): A-3455 / B-2805 / C-2527


KÖLN. In den USA versuchen spezialisierte private Unternehmen sowie eine neu entstandene
Berufsgruppe von "clinical monitors", die Verwendung von Arzneimitteln zu überwachen und kostenorientiert
zu steuern. Das geht aus einer Mitteilung des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung der
Bundesrepublik Deutschland (ZI) hervor. Betroffen davon seien die Verschreibungen von mehr als 50 Millionen
Patienten.
Geprüft wird sowohl das Verschreibungsverhalten einzelner Ärzte als auch das Nachfrageverhalten von
Patienten, die viele Ärzte aufsuchen, viele Medikamente einnehmen oder sich nicht nach ärztlichem Rat richten.
Bei Ärzten wird unter anderem geprüft, ob ein Medikament für die richtige medizinische Indikation benutzt
wird. Ziel der Überprüfung von Ärzten ist es, "Problem-Ärzte" zu identifizieren, die entweder nach Beratung
ihre kostenträchtigen Gewohnheiten ablegen oder bei fehlender Einsicht aus dem jeweiligen Versorgungssystem
ausgeschlossen werden. Die amerikanischen Arbeitgeber, die einen Großteil der Gesundheitskosten bestreiten,
konnten mit Hilfe dieser und anderer Managed-care-Methoden die Ausgaben pro Patient und Jahr von 4 537 USDollar (1993) auf 4 424 US-Dollar (1995) senken. Dieser "Erfolg" von 1995 ließ sich 1996 allerdings nicht
wiederholen. IW
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