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CFS: Problematische Studie

PP 10, Ausgabe Mai 2011, Seite 227

Mayr, Ursula

Ich halte die erwähnte Studie für problematisch, da unausgelesen.

Nach meiner Erfahrung mit Patienten, Freunden sowie einer eigenen CFS-Erkrankung nach einer Epstein-Barr-Infektion existieren sehr wohl objektive Kennzeichen wie Laborparameter in Form von erhöhten Antikörpern auf EBV, Herpes, Zytomegalie et cetera sowie Hinweise auf ungenügende Immunantworten, und nach geringer körperlicher Belastung finden sich meist Verschlimmerungen in Form von Temperaturerhöhungen, Lymphknotenschwellungen, Schweißausbrüchen, Kreislaufproblemen.

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Zudem scheint es mindestens drei verschiedene CFS zu geben: Manche leiden unter blander Erschöpfung, andere zeigen eher die Symptomatik eines protrahierten grippalen Infektes, andere weisen eine mehr neurologisch anmutende Symptomatik auf (Ataxie, Sehstörungen, Neuritiden . . .). Hiervon finde ich nichts in der Studie, so dass ich bezweifle, dass es sich hier wirklich um CFS-Patienten handelt. Näheres unter www.fatigatio.de.

Ursula Mayr, Psychologische Psychotherapeutin, 83236 Übersee


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