65 Artikel im Heft, Seite 38 von 65

MEDIZIN: Referiert

Magenkarzinom-Diagnose immer noch zu spät

Dtsch Arztebl 1998; 95(1-2): A-36 / B-26 / C-26

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Auch in Großbritannien erfolgt die Diagnose des Ösophagus- beziehungsweise Magenkarzinoms nach wie vor zu spät. Die Autoren untersuchten in einer chirurgischen Universitätsklinik bei 27 Patienten mit Speiseröhrenkrebs und 88 Patienten mit Magenkarzinom das Intervall vom Auftreten der ersten klinischen Symptome bis zur histologischen Diagnose. Dieses Intervall betrug im Durchschnitt 17 Wochen, bei 25 Prozent aller Patienten sogar mehr als 28 Wochen. Dabei verteilt sich die Latenzperiode zu einem Drittel zu Lasten des Patienten, der verzögert den Arzt aufsucht, zu einem Drittel bis zur Einweisung ins Krankenhaus und zu einem Drittel im Krankenhaus, bis die Diagnose histologisch gesichert ist. Da die Prognose des Patienten entscheidend von einer frühzeitigen Diagnose abhängt, muß dieses lange Intervall dringend verkürzt werden. w


Martin IG, Young S, Sue-Ling H, Johnston D: Delays in the diagnosis of oesophagogastric cancer: a consecutive case series. Br Med J 1997; 314: 467-471.
Department of Surgery, Centre for Digestive Diseases, General Infirmary at Leeds, Leeds LS1 3EX, Großbritannien.


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