SPEKTRUM: Leserbriefe
Zytoautomaten: Tendenziöser Artikel
Dtsch Arztebl 1998; 95(1-2): A-10 / B-7 / C-7
Zu dem Medizinreport "Gynäkologische Krebsvorsorge: Bedenkliches Marketing für Zytoautomaten" von Dr. med. Vera Zylka-Menhorn in Heft 44/1997:


. . . Schon seit vielen Jahrzehnten wird der Versuch gemacht, die Analyse des Krebsvorsorgeabstriches
zu automatisieren. Von allen wissenschaftlichen Handlungen über den prädiktiven Wert der
Kresbsfrüherkennungsuntersuchung wird immer wieder auf die vielen Fehlermöglichkeiten, vor allem beim
abstrichentnehmenden Frauenarzt, hingewiesen. Das ist zweifellos richtig.
Diese von Ihnen dargestellte Methode der computerunterstützten Auswertung des Krebsvorsorgeabstriches hat
eine sehr hohe Zuverlässigkeit. Nicht von ungefähr wurde dieses Verfahren von der FDA als geeignet anerkannt.
Neuerungen und Fortschritte wurden und werden skeptisch beurteilt, kritisiert und auch diffamiert. Ich könnte
mir vorstellen, daß zytologisch tätige Pathologen diese Methode nicht nur aus methodischen, sondern auch aus
wirtschaftlichen Überlegungen ablehnen.
Mich verwundert, daß die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Berufsverband der
Frauenärzte sich hinter diesen tendenziösen Artikel stellen können . . .
Dr. Manfred Stumpfe, Jeschkenstraße 13, 82538 Geretsried 2
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