MEDIZIN: Diskussion
Das integrierte Therapiekonzept des atopischen Ekzems Implementierung ganzheitlicher und naturheilkundlicher Prinzipien: Fehlendes Wissen
Dtsch Arztebl 1998; 95(3): A-100 / B-84 / C-82
Zu dem Beitrag von Prof. Dr. med. Thomas Ruzicka, Prof. Dr. med. Brunello Wüthrich in Heft 27/1997


Als naturheilkundlich orientierter Internist begrüße ich ganzheitliche Behandlungsprinzipien in der
universitären Medizin. Den Anspruch, daß sie gleichzeitig naturheilkundlich seien, leiten die Autoren aus dem
Hinweis ab, die verwendeten Medikamente stammten doch aus der Natur (Kortikoide, Ciclosporin, Teer und
andere) und auf die "Ideologie" von Naturheilverfahren könne verzichtet werden. Hätte man doch nicht!
So bleibt in dieser vorzüglichen Übersicht eines breiten schulmedizinischen Konzepts leider der Eindruck: da
weiß man einfach zu wenig von dem, was man kritisiert. Ich verstehe nicht, warum "alternative"
Therapieverfahren von universitärer Seite polemisierend vor die Tür gesetzt werden müssen. Wäre es nicht
klüger, sich bewährte naturheilkundliche Alternativen einmal anzuschauen? Die allemal schwierige Therapie des
atopischen Ekzems sollte alle Erfahrenen veranlassen, sich an einen Tisch zu setzen und die nicht schlechten
Ergebnisse mit klassischen Naturheilverfahren zu akzeptieren. Ich spreche als Fastenarzt, Diätetiker und
Betroffener.
Dr. med. Hellmut Lützner
Forellenweg 12
88662 Überlingen/Bodensee
Leserkommentare
Um Artikel, Nachrichten oder Blogs kommentieren zu können, müssen Sie registriert sein. Sind sie bereits für den Newsletter oder den Stellenmarkt registriert, können Sie sich hier direkt anmelden.