MEDIZIN: Referiert
Konventionelle oder laparoskopische Herniotomie?
Dtsch Arztebl 1998; 95(3): A-97 / B-81 / C-79


In einer holländischen Multizenterstudie wurde die konventionelle offene Leistenhernienoperation mit
der minimal invasiven laparoskopischen Operation verglichen. 487 Patienten wurden extraperitoneal
laparoskopisch behandelt, 507 Patienten konventionell operiert.
Sechs Patienten der konventionell und keiner der laparoskopisch operierten Patienten wiesen Wundabszesse auf.
Die Erholungsphase dauerte in der laparoskopischen Gruppe 6 Tage, in der konventionellen Gruppe 10 Tage, die
Arbeitsfähigkeit war nach 14 gegenüber 21 Tagen wieder erreicht. Nach knapp zwei Jahren war es bei der
konventionellen Gruppe zu 31 Rezidiven (6 Prozent) gekommen, in der Laparoskopie-Gruppe war dies bei 17
Patienten (3 Prozent) der Fall. Die Rezidive bei der Laparoskopiegruppe traten fast alle im ersten Jahr auf und
waren nach Ansicht der Autoren auf vermeidbare technische Fehler zurückzuführen. Zusammenfassend kommen
die Untersucher zu dem Schluß, daß die laparoskopische Leistenhernienoperation dem konventionellen
Vorgehen sowohl in der frühen Rekonvaleszenzphase als auch in der Langzeitnachbeobachtung signifikant
überlegen ist. acc
Liem MS et al.: Comparison of conventional anterior surgery and laparoscopic surgery for inguinalhernia repair.
N Engl J Med 1997; 336: 1541-1547.
Dr. Liem, Department of General Surgery, University Hospital Utrecht, G04.228, P. O. Box 85 500, 3508 GA
Utrecht, Niederlande.
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