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AKTUELL

Marburger Bund: Offener Brief an Deutschen Gewerkschaftsbund

Dtsch Arztebl 2011; 108(21): A-1142 / B-946 / C-946

Osterloh, Falk

Der Marburger Bund (MB) und andere Spartengewerkschaften haben in einem offenen Brief die Mitglieder des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) dazu aufgerufen, sich gegen die Initiative von DGB und der Berufsvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) zu wehren. Mit ihrer Initiative setzen sich die beiden Organisationen seit Monaten beim Gesetzgeber dafür ein, den Grundsatz „Ein Betrieb, ein Tarifvertrag“, von dem das Bundesarbeitsgericht im vergangenen Juni in seiner ständigen Rechtsprechung abgewichen war, politisch wiederzubeleben.

MB-Vorsitzender Rudolf Henke (links) und andere Gewerkschaftsvertreter stellten den offenen Brief in Berlin vor. Foto: Georg J. Lopata

„Wir wissen, dass in den Gewerkschaften des DGB vermehrt die Frage gestellt wird, warum die DGB-Führung in einem solch sensiblen Feld wie der Koalitionsfreiheit und dem Streikrecht gemeinsame Sache mit den Spitzenfunktionären der Arbeitgeber macht“, heißt es in dem Brief, den neben dem Marburger Bund unter anderem auch der Deutsche Journalisten-Verband, die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer und die Vereinigung Cockpit unterschrieben haben. Die Frage sei allzu berechtigt. Denn die Initiative für ein Zwangsgesetz nütze allein den Arbeitgeberverbänden, die seit Jahren eine gesetzliche Einschränkung des Streikrechts forderten.

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Der MB-Vorsitzende, Rudolf Henke, verwies bei der Präsentation des Briefes am 23. Mai in Berlin auf das Grundgesetz, in dem das Recht, Berufsgewerkschaften zu gründen, für jedermann verankert sei: „Die Verfassung ist auf unserer Seite. Es gibt keine andere Möglichkeit, als die Rechte der Berufsgewerkschaften zu achten, die gleichzeitig die Rechte der Arbeitnehmer sind.“ fos


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