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TECHNIK

Nanopartikel: Sicherer Einsatz in der Diagnostik

Dtsch Arztebl 2011; 108(21): A-1187

EB

Das Forschungsprojekt „NanoKon“ untersucht Auswirkungen auf den Organismus.

Bildgebende Verfahren haben zu wesentlichen Fortschritten in der medizinischen Diagnostik geführt. Eine detailreiche Darstellung des Körpers ist bei Verfahren wie der Kernspin- oder Computertomographie erst durch Kontrastmittel möglich. Deren Weiterentwicklung soll die Verfahren schonender, sicherer und empfindlicher machen. Vielversprechend sind neuartige Nanopartikel auf der Basis von Metallverbindungen. Ihre Auswirkungen auf die Gesundheit des Menschen müssen jedoch vor ihrer Anwendung systematisch untersucht und bewertet werden.

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In dem Ende Oktober 2010 in Saarbrücken gestarteten Forschungsprojekt „NanoKon“ wird erforscht, wie sich die winzigen Teilchen sowohl im ganzen Organismus als auch in einzelnen Zellen verhalten und ob sie dabei Schäden hervorrufen. Hochauflösende mikroskopische und tomographische Verfahren zeigen zum Beispiel, wie sich die Partikel im Körper und einzelnen Zellen verteilen. Biochemische Methoden geben darüber Auskunft, ob und wie einzelne Zellen auf die Anwesenheit der Partikel reagieren. Auf der Basis der so ermittelten Ergebnisse werden Computersimulationen erstellt, die künftig die Vorhersage von Wechselwirkungen zwischen Nanopartikeln und Zellen ermöglichen. Ein Ziel der Wissenschaftler ist es, Kriterien zu definieren, mit denen generell bewertet werden kann, wie sich Nanopartikel auf den menschlichen Körper, insbesondere im Darmtrakt, auswirken. Dies soll die Sicherheit nanoskaliger Kontrastmittel gewährleisten und generell zu einem sicheren und verantwortungsvollen Einsatz von Nanopartikeln in der biomedizinischen Anwendung beitragen.

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Maßnahme „NanoCare“ mit 2,2 Millionen Euro für drei Jahre gefördert. An dem Forschungsvorhaben sind die Universität des Saarlandes, die Universität Mainz, das Leibniz-Institut für neue Materialien gGmbH und zwei Ausgründungen des Forschungsinstituts beteiligt. In dem fächerübergreifend angelegten Forschungsprojekt arbeiten Mediziner, Pharmazeuten, Biologen, Chemiker und Physiker zusammen. EB

Informationen: Prof. Dr. Ludger Santen
Lehrstuhl für theoretische Physik
santen@lusi.uni-sb.de
Dr. Annette Kraegeloh, INM – Leibniz-Institut
für Neue Materialien gGmbH
annette.kraegeloh@inm-gmbh.de


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