WIRTSCHAFT
Paracelsus-Kliniken Deutschland: Durchwachsendes Ergebnis
Dtsch Arztebl 2011; 108(24): A-1392 / B-1168 / C-1164


Die Paracelsus-Kliniken haben 2010 mit einem Konzernüberschuss in Höhe von 227 000 Euro abgeschlossen (2009: 442 000 Euro). Die Patientenzahlen sanken um knapp ein Prozent auf 105 000. Gleichzeitig steigerte die private Kette ihren Umsatz um 2,9 Prozent auf 336 Millionen Euro.
Geschäftsführer Alfred Felscher: „Wir können damit nicht zufrieden sein.“ Gleich drei Punkte wirkten sich negativ auf das Ergebnis aus: Die Sanierung und Zusammenlegung der Kliniken in Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen, eine Umstellung bei der Rechnungslegung sowie Einflüsse aus dem Bereich der Unternehmensbesteuerung. Auf der operativen Ebene seien die meisten Kliniken gut aufgestellt, sagte Felscher. Das zeige die Umsatzentwicklung und das deutlich gestiegene EBITDA – das ist das Ergebnis vor Zinsen, Abschreibungen und Steuern. 2011 sollen die Fallzahlen weiter steigen, auch Akquisitionen seien möglich.
2010 feierte der Konzern zwei Jubiläen: 40 Jahre Paracelsus-Klinik Osnabrück und 25 Jahre Paracelsus-Nordseeklinik Helgoland. Allein in die „Inselklinik“ habe man über die Jahre mehr als zehn Millionen Euro investiert, berichtet Alleingesellschafter Dr. med. Manfred Georg Krukemeyer. „Zielgerichtete Investitionen verbunden mit erfolgreichen Neustrukturierungen“, lautet seine Devise.
Der Konzern betreibt 18 Akut-Krankenhäuser, 13 Rehakliniken und zwölf ambulante Einrichtungen. Circa 5 000 Mitarbeiter sind bei den Paracelsus-Kliniken beschäftigt. ast
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