SPEKTRUM: Leserbriefe
Arbeitslosigkeit – Lösung: Job-sharing
Dtsch Arztebl 1998; 95(7): A-314 / B-250 / C-238
u dem Beitrag "Ärztliche Arbeitslosigkeit: Vom Fremdwort zum Langzeitproblem" von Dr. med. Ingo Flenker und Dr. phil. Michael Schwarzenau in Heft 3/1998:


. . . Sicher ist die derzeitige Arbeitslosigkeit der Kollegen beziehungsweise die Tatsache, daß man sich
als Chefarzt fast täglich gezwungen sieht, Bewerbungsschreiben abschlägig zu beantworten, eines der
deprimierendsten Kapitel in der Medizin. Es gibt eine Möglichkeit, diese Misere rasch zu beenden. . . . Nach
diesem Modell erhalten zwei Assistenzärzte nach jeweils viermonatiger Arbeit eine zweimonatige Freizeit und
erlauben damit die Einstellung eines dritten Kollegen, so daß anstelle von zwei Voll-Stellen, drei ZweidrittelStellen bei nur geringgradiger Erhöhung der Lohnnebenkosten besetzt werden können . . . Wenn an jeder
größeren Krankenhausabteilung nach diesem Modell ein Arzt zusätzlich eingestellt würde, könnte das Drama
der Arbeitslosigkeit drastisch entschärft werden. Dieses Job-sharing könnte aufgehoben werden, wenn sich die
Arbeitsmarktsituation durch rückläufige Medizinstudenten-Zahlen und das Abwandern von Krankenhausärzten
in aus Altersgründen freiwerdende Praxen wieder gebessert hat.
Prof. Dr. med. C. Werning, St.-Katharinen-Hospital, Kapellenstraße 1-5, 50226 Frechen
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