SPEKTRUM: Leserbriefe
Abtreibungsrecht: Fehlinformation
Dtsch Arztebl 1998; 95(7): A-314 / B-250 / C-238
Zu dem "Seite eins"-Beitrag "Schwachstelle" von Gisela Klinkhammer in Heft 3/1998:


. . . Jeder, der mit der Indikationsstellung oder Durchführung von Schwangerschaftsabbrüchen zu tun
hat, weiß um die schwierigen Abwägungen zwischen unbestreitbarem Lebensrecht des Ungeborenen und
Respekt vor den Anliegen seiner Eltern. Uns, wie im Schlußsatz des Artikel geschehen, zu unterstellen, hierbei
nach den Singerschen Kategorien von "lebenswert" und "lebensunwert" gehandelt zu haben und das Lebensrecht
von Neugeborenen nicht generell zu achten, ist infam und der notwendigen sachlichen Auseinandersetzung mit
dem Thema sicher nicht förderlich.
Dem Niveau des DÄ würde es guttun, nicht an so exponierter Stelle so unqualifizierte Mutmaßungen zu
drucken.
Dr. G. Bender, Abteilung für Sonographie und vorgeburtliche Therapie, Dr. P. Steuernagel, Abteilung für
klinische Genetik und Zytogenetik, Dr. U. Huckenbroich, Oldenburger Frauenklinik, Dr.-Eden-Straße 10, 26133
Oldenburg
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