POLITIK: Nachrichten - Aus Bund und Ländern
Plädoyer für personale Verzahnung
Dtsch Arztebl 1998; 95(7): A-326 / B-260 / C-259


KÖLN. Für den Ausbau der persönlichen Ermächtigungen von bedarfsnotwendigen, hochqualifizierten
Klinikärzten hat sich Prof. Dr. med. Karl Otto Bischoff, Leitender Arzt der Medizinischen Klinik des
Kreiskrankenhauses Waldbröl, anläßlich eines Symposiums des Deutschen Ärzte-Verlages ausgesprochen.
Dabei sei es sinnvoll, auch Krankenhäuser neben niedergelassenen Ärzten und Krankenkassen in die
Ermächtigungsausschüsse einzubeziehen. Darüber hinaus sollten Notfallambulanzen an den Krankenhäusern
ausgebaut werden, die von niedergelassenen Ärzten zeitweilig für das Krankenhaus betrieben werden könnten.
Eine engere Verzahnung sei vor allem beim Großgerätepark notwendig, um Überinvestitionen und
Doppelkapazitäten zu vermeiden. Die Großgeräte-Infrastruktur der Krankenhäuser könnte gemeinsam von
Arztpraxen und Krankenhäusern genutzt werden - bei anteiliger Kostentragung und Festlegung des jeweiligen
Standortes der Geräte. Auch sektorenübergreifende Qualitätszirkel könnten zur Qualitätssicherung und zum
Meinungsaustausch beitragen. Die Zirkel sollten sich stärker einschalten, um die Mengenentwicklung zu
kontrollieren, vor allem im Bereich der bildgebenden Verfahren. HC
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