TECHNIK
Datenbank: Mehr Wissen zum diabetischen Fußsyndrom
Dtsch Arztebl 2011; 108(25): A-1441 / B-1213 / C-1209


Mit knapp 28 000 Amputationen pro Jahr gehört das diabetische Fußsyndrom (DFS) zu den gefürchteten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus. Um die Therapieoptionen und Heilungschancen für die etwa 200 000 Diabetiker mit DFS zu verbessern, hat sich um den Diabetologen Dr. med. Alexander Risse, Leiter des Diabeteszentrums am Klinikum Dortmund, eine Expertengruppe „Diabetisches Fußsyndrom“ gebildet.
Die interdisziplinäre Gruppe will Deutschlands größtes Register zum diabetischen Fußsyndrom aufbauen. Eine unabhängige Datenbank, die sämtliche therapierelevante Daten aus ganz Deutschland erfasst, gibt es bislang nicht. Geplant ist, dass künftig alle Schwerpunktkliniken ihre Daten kontinuierlich zur Verfügung stellen. „Wir benötigen dringend eine fundierte Datenlage zum Diabetischen Fußsyndrom, um angewandte therapeutische Maßnahmen vernünftig evaluieren zu können“, betonte Risse. Der Arzt und seine Mitstreiter, zu denen Diabetologen, Angiologen, Chirurgen, Hygieniker, Mikrobiologen, Physiotherapeuten, Wundmanager und Gesundheitsökonomen zählen, erhoffen sich langfristig ein verbessertes Therapiemanagement.
Die Datenbank soll auch Kosten-Nutzen-Bewertungen ermöglichen. Experten erwarten, dass sich die Zahl der Diabetiker in Deutschland von heute circa sechs Millionen bis zum Jahr 2030 verdoppeln wird. Entsprechend steigen auch die Kosten, die im Zusammenhang mit Diabetes stehen.
Informationen: www.md-institute.com/cms/alexander-risse.html. EB
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