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Tatort: Dröger Plot

Montag, 24. August 2009

Gestern habe ich den Tatort geguckt, den Plot fand ich etwas dröge, aber eine Szene ist mir im Gedächtnis haften geblieben wie ein alter Kaugummi an der Schuhsohle: Der (später des Mordes überführte) Professor der Chirurgie sagte dem Inspektor bei der ersten Vernehmung: „Ich kenne den Nachnamen meiner Haushaltshilfe nicht, ich merke mir so etwas nicht, ich muss schließlich Menschenleben retten!“ Ein starker Satz.

Die halbe Nacht konnte ich nicht schlafen.... ich bin ja schließlich auch Arzt... wie wäre, es wenn.... und so nahm die Phantasie überhand. Am nächsten Tag mache ich einen Testlauf für meine nächtlichen Geburten und befrage meine geliebte Frau: „Cherie, wie wäre es, wenn ich bei der nächsten Polizeikontrolle dem Beamten einfach sage: Wie, ich bin zu schnell gefahren? Ich kann mir doch unmöglich diese ganzen Zahlen in den roten Schildern merken! Schließlich muss ich Menschenleben retten!“

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Sie schaut mich an, ungefähr so wie das Colonadenom in Angesicht der Polypektomieschlinge. „Oder wenn ich am Flughafen der Kontrolleuse sage: Wie, sie wollen meinen Personalausweis? Schauen Sie doch bei mir zu Hause nach! Ich muss Menschenleben retten!“ Sie lacht – mich aus. Der Plot war wirklich dröge.

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Mit scharfem Blick und einem Augenzwinkern berichtet Thomas Böhmeke, Kardiologe aus Gladbeck, in seinem Blog von den alltäglichen Begegnungen in der Arztpraxis.

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