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Gesundheit

Mambo? Wie SMS die Therapie verbessern kann

Montag, 15. November 2010

“Mambo?” ist Kisuaheli und steht für “Wie geht es Ihnen?”. ”Mambo?” war auch der Inhalt einer wöchentlichen SMS, die 273 HIV-Infizierte aus Kenia regelmäßig geschickt bekamen. Sie konnten dann mit “Sawa” (“Gut”) antworten oder mit “Shida” signalisieren, dass sie ein Problem hatten.

Im letzteren Fall wurden sie innerhalb von zwei Tagen von einem Betreuer angerufen, der einen Arzttermin vereinbarte. Dort ging es dann auch um die Therapie und die notwendige Einnahme der Medikamente.

“Mambo?” hat, wie Richard Lester von der University of British Columbia und Mitarbeiter im Lancet berichten, die Compliance der Patienten verbessert: 62 Prozent im SMS-Arm nahmen ihre Medikamente regelmäßig ein gegenüber 50 Prozent in einer Kontrollgruppe. Und am Ende hatten 57 Prozent der SMS-Empfänger eine reduzierte Viruslast gegenüber 48 Prozent in der Kontrollgruppe.

“Mambo?” ist kostengünstig. In Kenia kostet eine Textnachricht 0,05 US-Dollar. Für hundert Patienten und Monat fielen nur 20 US-Dollar an. Hinzu kommen noch einmal 3,75 US-Dollar für die Krankenschwester, die in der Studie jene 3,3 Prozent anrufen musste, denen es “Shida” ging.

“Mambo?” wäre nicht nur in Kenia möglich. Immerhin soll es bis zum Jahr 2012 weltweit 4,5 Milliarden Handybesitzer geben. Und SMS werden von den wenigsten ignoriert oder weggedrückt.

“Mambo?” schafft durchaus ein Gefühl der “Verbundenheit” mit dem Gesundheitsversorger, so dass man sich fragt, warum dieses Instrument bisher so wenig genutzt wurde. Mit den Smartphones werden die Möglichkeiten noch weiter stiegen.

Patienten können hier komplexe Antworten eingeben und möglicherweise sogar differenzierte Therapieanweisungen erhalten. Wann schreibt jemand das erste “Wie gehts”-App?

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