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Gesundheit

Kita als Schule des Immunsystems

Dienstag, 7. Dezember 2010

Ein Einwand gegen die Betreuung in Kindertagesstätten betrifft das höhere Infektionsrisiko. Kinder, die im frühen Alter mit anderen zusammen kommen, erkranken tatsächlich häufiger an Erkältungen, Mittelohrentzündungen oder Durchfällen.

Dies zeigt auch die jüngste Analyse der Quebec Longitudinal Study of Child Development, die seit 1998 eine repräsentative Stichprobe von etwa 1.200 Familien seit der Geburt des Kindes begleitet.

Kinder die noch keine zweieinhalb Jahre alt waren, als sie in eine Kita aufgenommen wurden, waren häufiger krank als gleichaltrige, die von Tagesmüttern oder der eigenen Mutter betreut wurden.

Das muss ihnen aber nicht unbedingt geschadet haben. Denn im Grundschulalter waren die früheren Kita-Kinder robuster. Sie erkrankten dann seltener an Infektionskrankheiten. Mütter mögen ihre Kinder zuhause lange behüten, vor den Krankheitskeimen der Welt können sie sie nicht schützen. Früher oder später muss jedes Kind eine Reihe von Infektionen durchlaufen, gegen die es keine Impfungen gibt.

Kita-Kinder scheinen diese Erfahrungen früher zu machen. Vielleicht sind sie dadurch später sogar im Vorteil. Man sollte die Unterschiede aber sicherlich nicht auf die Goldwaage einer ideologischen Debatte pro und contra der Kindergärten legen.

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