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Bedarfsplanung: In die Vollen (aber nur auf dem Land)!

Dienstag, 18. Januar 2011

Die bunte Ideensammung der CDU/CSU zur künftigen Bedarfsplanung ("Positionspapier") enthält einen verblüffenden Vorschlag: Für Ärzte auf dem Land sollen die Mengenbegrenzung der Leistungen und die Richtgrößenüberprüfung bei Arznei- und Heilmitteln entfallen. Sie sollen also, interpretiert man die Idee richtig, für jede erbrachte Leistung den vollen Punktwert bekommen und keinen Regress mehr zu befürchten haben. Eigentlich schön. Welcher Arzt würde um seiner Patienten und des Umsatzes willen nicht gern in die Vollen gehen? Nicht nur auf dem Land.

Mal abgesehen davon, dass sich die Idee wohl kaum rechtssicher umsetzen lässt, dem Vorschlag kann man im Umkehrschluss auch entnehmen, dass die Politik es offenbar für normal hält, ansonsten, also abgesehen von ländlichen Notständen, für erbrachte Leistungen nicht den vollen Preis zu zahlen und über Verordnungen nach Kassenlage zu entscheiden. Das ist die versteckte poltitische Botschaft.

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Aus berufs- und standespolitischem Blickwinkel kommentiert der Journalist Norbert Jachertz, Köln/Berlin, “Vermischtes” – von harter Politik bis zu beiläufigen Ereignissen.

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