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Gesundheit

Wie sich die Brustdrüse gegen Krebszellen wehrt

Donnerstag, 14. April 2011

Jeden Tag entstehen im menschlichen Körper etwa tausend Zellen, die zum Ausgangspunkt eines Krebswachstums werden können. Diese Zahl, die Mina Bissell vom Lawrence Berkeley National Laboratory, Berkeley in ihrer Pressemitteilung nennt, ist sicherlich nur eine Schätzung.

Vielleicht ist sie auch ganz aus der Luft gegriffen. Tatsache ist jedoch, dass unser Organismus ständig den Einwirkungen ionisierender Strahlen und karzinogener Chemikalien ausgesetzt ist. Hinzu kommen noch DNA-Kopierfehler bei den Zellteilungen.

Normalerweise werden sie von Reparaturenzymen beseitigt, bevor eine maligne Zelle entsteht. Eine weitere Abwehrlinie bildet das Immunsystem, das die Tumorzellen anhand der veränderten Oberflächenmerkmale erkennt.

Aber auch die gesunde Körperzelle ist nicht ohne Gegenwehr, wenn sich in ihrer Nachbarschaft ein Tumor entwickelt. Bissell konnte gleich sechs Botenstoffe ermitteln, die von normalen Drüsenepithelien der Mamma gebildet werden, wenn in ihrer unmittelbaren Umgebung eine oder mehrere maligne Zellen aufgetreten sind.

Einer dieser Faktoren war Interleukin (IL) 25. Rezeptoren für dieses Protein wurden selektiv auf den Tumorzellen, aber nicht auf den gesunden Zellen gefunden. In den Zellexperimenten hatte die Freisetzung von IL-25 die Apoptose, also den kontrollierten Zelltod zur Folge.

Nicht alle Tumorzellen haben Rezeptoren für IL-25. Laut Bissell sind sie aber ein Merkmal von Zellen mit einer hohen Malignität. Damit könnte der IL-25-Rezeptor zum Angriffspunkt von neuen Krebsmedikamenten werden. Unklar ist, wieso die Tumorzellen diesen Rezeptor exprimiert, der sie zur Zielscheibe für die eigenen Vernichtung macht.

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polmu
am Donnerstag, 14. April 2011, 20:57

Was ionisierende Strahlen betrifft,

sollte man sich bewusst sein, dass es diese schon ein paar Milliarden Jahre länger gibt als die Menschheit bzw. Leben, gleich welcher Entwicklungsstufe.

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