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Vom Arztdasein in Amerika

USA – ein Zahlenwerk für Zahlenverliebte

Dienstag, 9. August 2011

Ein Kollege empfahl mir Squires DA „The US Health System in Perspective: A Comparison of Twelve Industrialized Nations“, The Commenwealth Fund, Juli-Ausgabe 2011, S. 1-14 mit den Worten „Wollen Sie die USA ein wenig verstehen, dann lesen Sie das einmal durch“.

Ich besorgte es mir und war, trotz des trockenen Zahlenwerkes, fasziniert. Wenige Beispiele sind pars pro toto: USA ist, wie die meisten von uns wissen, ungeschlagen die Nummer 1 hinsichtlich der Gesundheitsausgaben, d.h. 16% des BIP wird hierfür ausgegeben. Während sich Deutschland mit 10,5 % im Mittelfeld befindet, ist Norwegen das „günstigste“ Land mit „nur“ 8,5% Ausgaben seines Bruttoinlandproduktes (BIP). Also ab nach Norwegen, wer ein günstiges Gesundheitssystem mag?

Weniger bekannt dürfte hingegen sein, dass der US-amerikanische Staat sehr viel pro Einwohner für die Gesundheit seiner Bürger ausgibt: 3.507 US-Dollar pro Einwohner (der US-Bürger muss jedoch nochmals etwa den gleichen Betrag privat dazuschießen). Da ist der deutsche Staat mit 2.869 US-Dollar pro Einwohner geiziger.

Oder: Die USA hat phänomenal gute Mortalitätsquoten bei diversen Krebsleiden (5-Jahresüberlebensrate bei Brustkrebs liegt bei 90%!), hinkt dafür aber bei anderen chronischen Krankheiten hinterher. Dass Radiologen ihr US-System lieben, versteht man nach der Lektüre ebenfalls: Die höchste MRT-Dichte, die meisten CT-Untersuchungen und die zweitmeisten CTs weltweit.

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Wer die Muße und das Interesse hat, dem sei es empfohlen!

Ihr Petrulus

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Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Petrulus über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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