Gesundheit
Wenn das Sonnenschutzmittel auf der Haut brennt
Donnerstag, 7. Juni 2012
Es war ein Grillabend, den Brett Sigworth aus Massachusetts
so schnell nicht vergessen wird. Er hatte sich gerade mit einem Sonnenschutzmittel eingesprayt. Als er sich
unmittelbar danach dem Grill näherte, sprangen die Flammen auf seinen Körper
über. Sigworth musste mit Verbrennungen zweiten Grades im Krankenhaus behandelt
werden. Den Hersteller trifft (juristisch gesehen) keine Schuld. Er hatte, wie
alle Hersteller von Haarsprays und Deodorantien, pflichtgemäß darauf
hingewiesen, dass sein Produkt entflammbar ist.
Eine Gefahr besteht allerdings in der Regel nur, wenn die
Spraydose in der Nähe von brennenden Gegenständen liegt oder wenn der
Sprühstrahl auf ein Feuer gerichtet wird. Viele Aerosole bilden dann aufgrund
der hohen Oberfläche der Schwebeteilchen in der Luft ein explosives Gemisch.
Doch Sigworth hatte die Spraydose bereits zur Seite gelegt, als er sich dem
Grill näherte. Die befragten Experten vermuten, dass sich der Alkohol, der dem
Sonnenschutzmittel als Lösungsmittel beigefügt wird und der in den ersten
Minuten nach dem Auftragen verdunstet, entzündet haben könnte.
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