Ich habe es ja eigentlich gewusst. Eines Tages müsste ich
mich um die Anerkennung meiner Arbeitszeit in der Schweiz bemühen. Soviel war
klar. Es war jedoch (mal wieder) naiv, von einem einfachen bürokratischen Akt
auszugehen. Nachdem ich nämlich in Erfahrung gebracht hatte, an wen ich mich
wenden muss, begann der wahre Spaß.
Zunächst reichte ich einen Antrag samt Kopie meiner
Zeugnisse ein. Nach einer (meiner Meinung nach) ausreichenden Bearbeitungsdauer
rief ich bei der zuständigen Behörde an, um nach dem Stand der Dinge zu fragen.
Ich erfuhr, dass zur weiteren Bearbeitung meines Antrags eine
Konformitätsbescheinigung gemäß einer bestimmten EU-Richtlinie benötigt werde.
Nachdem ich mir die Zahlen und Zeichen notiert hatte, machte ich mich im
Internet an die Recherche.
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Dies war neben meiner Unwissenheit in diesen Dingen
nötig, weil der Mitarbeiter der Landesärztekammer mir keine weiteren Angaben
machen wollte, als erklärte sich mit der Nennung der EU-Richtlinie bereits
alles von selbst. Unter anderem fand ich nun heraus, dass die Richtlinie
bereits vor einigen Jahren durch eine andere ersetzt worden war. Mehr amüsiert
als verärgert darüber gestand ich mir ein, dass ein Taktikwechsel vonnöten wäre
und richtete mein Anliegen via Email an die VSAO (Verband Schweizerischer Assistenz- und Oberärzte). Noch am selben
Tag wurde ich um Zusendung meiner Zeugnisse und weiteren Kontaktdaten gebeten.
Zum Vollzug ist es jedoch nie gekommen, weil
ich in der Zwischenzeit – wie Euch ja bereits bekannt sein dürfte – den Arbeitsplatz
gewechselt habe. Ich sorgte stattdessen für eine Überleitung meiner Unterlagen
an die neue Landesärztekammer und bekam von dieser bereits nach kurzer Zeit
ohne weitere Rückfragen die Bestätigung, dass meine Schweizer Zeit mir zu 100%
anerkannt wird. Jedoch wies mich der Sacharbeiter in seinem Schreiben auch
darauf hin, dass möglicherweise beim Wechsel der zuständigen Ärztekammer
eventuell weitere Nachweise erbracht werden müssen.
Mag allein aus dem Grund nicht mehr die Klinik bzw. den Wohnort wechseln,
Euer Anton Pulmonalis
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Dr. werden ist nicht schwer...
Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.
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