(oder: Umgang mit Privatpatienten lächerlich, Teil 2)
Mein Krankenhaus hat derzeit sehr große Schwierigkeiten,
seinen Standortvorteil, einen (immer noch) guten Ruf, eine hohe Bettenzahl und
die Kooperation im Klinikenverbund in ein profitables Unternehmen umzusetzen.
Immer wieder werden Bereiche neu strukturiert, Stationen zusammengelegt und vor
allem Personal eingespart. Kündigt jemand, wird die Stelle einfach nicht neu
besetzt. Auf Dauer führt das dazu, dass Stationen nicht aufrecht erhalten
werden können, was die Umstrukturierungspläne erst recht aufblühen lässt. Der
Groschen, dass Personalstärke und Profit durch Patientenumsatz korrelieren, ist
zwar einst gefallen, jedoch daraufhin unwiederbringlich in einem Gullideckel verschwunden.
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Mittlerweile verfolgt die Klinik eine neue Strategie, um der Klinik zu schwindelerregend hohem Gewinn zu
verhelfen: das Verwöhnen von Privatpatienten. Nun habe ich zugegebenermaßen
nicht den kaufmännischen Durchblick, jedoch ist die aktuelle Methode für mich
derart schleierhaft, dass ich ihren kommenden Erfolg wohl gar nicht erahnen kann.
Es begann alles mit einer Zeitung. Jeden Tag erhielten
unsere Privatpatienten eine Zeitung. Kassenpatienten nicht. Später kamen Blumen
hinzu. Nicht ein richtiger Blumenstrauß, sondern lediglich ein kleines Blümchen
in einer Salzstreuer-großen Vase. Handtücher und weitere Albernheiten folgten.
Mittlerweile scheint man sich derart auf die Besserbehandlung von
Privatpatienten spezialisiert, dass man wohl nicht mehr anders kann. Die Idee,
nur Privatpatienten das demnächst verfügbare WLAN-System zugänglich zu machen,
würde ich unter der Prämisse, dass kein ausgeklügelter Plan zur
Zukunftssicherung besteht, für lächerlich und angesichts der fehlenden
Einnahmen durch das Gros der Patienten sogar kontraproduktiv befinden.
Ist beruhigt, dass scheinbar doch ein solcher Plan existiert,
Euer Anton Pulmonalis
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Dr. werden ist nicht schwer...
Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.
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