Gesundheit
Eye-Phone nicht nur für den Augenarzt
Montag, 1. Oktober 2012
Nein, Sie haben richtig gelesen. Es geht hier um ein
Eye-Phone, nicht um das Smartphone mit dem Apfel auf der Rückseite. Wobei ein
Eye-Phone durchaus ein iPhone sein kann, es muss es aber nicht. Das Eye-Phone
des Entwicklers, eines britischen Nachwuchsmediziners, basiert auf dem Photo-Handy
eines finnischen Herstellers.
Andrew Bastawrous von der London School of Hygiene and
Tropical Medicine hat es mit einem Ophthalmoskop verbunden. Damit kann er den
Augenhintergrund fotografieren. Das Gerät ist nicht nur um ein mehrfaches
günstiger als die entsprechenden Instrumente einer augenärztlichen Praxis. Es
ist auch mobiler.
Das Eye-Phone ist überall einsetzbar. Beispielsweise in
Afrika, wo Erblindungen häufig, aber Augenärzte selten sind. Die Befunde können
dort bequem an ein augenärztliches Zentrum übermittelt werden. Aber auch
hierzulande könnte solch ein Eye-Phone für niedergelassene Mediziner
interessant sein, vor allem wenn sie bereits ein iPhone/Smartphone und ein
Ophthalmoskop besitzen.
Mit etwas handwerklichem Geschick lassen sich beide verbinden.
Als Zwischenstück bieten sich Adaptoren an, die als Zubehör für Objektive von
Kleinbildkameras angeboten werden. Mit dem Eye-Phone lassen sich nicht nur
Befunde dokumentieren. Die Bilder können auch per E-Mail an einen Augenarzt
übermittelt werden. Wenn er im gleichen Ärztehaus tätig ist, ginge das vielleicht
sogar auch per WLAN.
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