Nachdem ich mich in meinem letzten Beitrag
über das sorglose Fehlverhalten von Patienten in der Notaufnahme ausgelassen
hatte, muss ich sie heute für eine andere Art von unerwünschtem Handeln in
Schutz nehmen. Es geht hierbei um das leidige Thema des Transports in die Klinik und
zurück.
Immer wieder passiert es nämlich, dass wir
den Kopf darüber schütteln, dass sich ein Patient per Rettungswagen in die
Klinik einliefern lässt, auch wenn er es wahrscheinlich sogar – überspitzt gesagt –
mit dem Fahrrad geschafft hätte. Das Taxi sei die vertretbar günstige Variante.
Die verursachten Kosten kämen wirtschaftlich gesehen in der Summe einer
Katastrophe nahe und überhaupt, wo bleibt eigentlich das Kostenbewusstsein der
Patienten… So weit, so richtig.
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Aber was blüht dem Patienten, der ein Taxi
besteigen will? Er hat Kosten. Zunächst muss er den fälligen Fahrpreis komplett
vorstrecken. Ab einer gewissen Summe bekommt er ihn zumindest teilweise
zurückerstattet. Jetzt versuche man, sich in die Situation eines vielleicht
nicht allzu gut betuchten Patienten mit für ihn subjektiv unerträglichen
Beschwerden versetzen, der seine Symptomatik nicht einzuordnen weiß. Mir wäre
es auch wahrscheinlich lieber, von einem Team mit Versorgungserfahrung abgeholt
und begleitet zu werden, als von einem Taxifahrer, der mich womöglich sogar
noch in der nächsten Zahnklinik absetzt, weil er den Unterschied zwischen
Krankenhaus A und Krankenhaus B nicht kennt. Und gratis gewinnt immer gegen
zahlen.
Und hat man einen Krankenwagen gerufen, hat
man es leider auch beim anfahrenden Team mit Angestellten eines Unternehmens
mit wirtschaftlichen Zwängen zu tun. Einige Mannschaften haben die Order, jeden
Patienten mitzunehmen, auch wenn es offensichtlich kein gesundheitliches
Problem (mehr) gibt. Und so darf sich dann der Unfallchirurg nachts über die
Wade freuen, die seit zwei Monaten immer nur beim Treppensteigen zwickt und der
Urologe über den Harnverhalt, der seine Blase kurz vor Abfahrt noch komplett
entleert hat.
Ist manchmal auf der Seite seiner
Patienten,
Euer Anton Pulmonalis
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Dr. werden ist nicht schwer...
Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.
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