Anfangs waren
Methicillin-resistente Staphylococcus aureus (MRSA) auf Kliniken beschränkt.
Seit einigen Jahren breiten sich „community-associated“-MRSA auch außerhalb der
Keimzentren in den Intensivstationen aus. MRSA sind nicht auf den Menschen und
den Medizinbetrieb begrenzt. Sie wurden auch in Viehbeständen gefunden, wo sie
Folge des Antibiotikaeinsatzes in der Mast sind. Haustieren und Zootiere können
ebenfalls mit MRSA besiedelt sein.
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Eine Untersuchung der Universität von Iowa
City komplettiert jetzt das Bild, indem sie den Risikokeim erstmals auch bei
Wildtieren nachwies. Von 114 Wildtieren, die am Wildlife Care Clinic der US
Universität behandelt wurden – es handelt sich um verletzte oder vereinzelt
aufgefundene Tiere – waren drei mit MRSA besiedelt: Zwei Waldkaninchen und ein
Watvogel. In den Keimen aller drei Tiere wies das Team um Epidemiologin Tara
Smith das Gen für das Protein PVL (Panton-Valentine Leukocidin) nach, das
Zellmembranen zerstört und nekrotische Läsionen auslösen kann.
Die Keime waren
also hochpathogen. Die genetische Untersuchung ergab, dass die MRSA des
Watvogels wahrscheinlich aus Kliniken stammten, wobei sich die Frage stellt,
wie hier die Infektionskette verlief (illegale Müllentsorgung in
Feuchtgebiete?). Die beiden Kaninchen waren mit „community-associated“-MRSA
besiedelt. Sie dürften sich bei ihren Exkursionen in Farmen angesteckt haben.
Denn die bei ihnen nachgewiesenen Erreger waren auch gegen Tetrazykline
resistent, die in der Viehzucht häufig eingesetzt werden.
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Gesundheit! Das Internet ist voll von medizinischen Ratschlägen. Viele sind gut gemeint. Manche sind skuril. Nicht alle halten, was sie versprechen. Hinter manchen vermeintlich harmlosen Tipps verbegen sich materielle Interessen. Unser Autor rme recherchiert, was evidenzbasiert ist und was nicht.
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