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Vom Arztdasein in Amerika

Facharzt – endlich!

Donnerstag, 25. Oktober 2012

Das Lernen hat sich bezahlt gemacht – ich habe die US-amerikanische Facharztprüfung bestanden! Nun bin ich nicht nur Facharzt der Inneren Medizin, sondern eben auch zertifizierter Internist, also board-certified”.

Meine Lernstrategie war dabei einfach: Alles, was ich nicht wusste, habe ich nachgeschlagen. In meiner freien Zeit habe ich diverse Facharztfragen beantwortet, viele Journale und wichtige Internisten­artikel gelesen, Harrisons zweibändiges Textbuch der Inneren Medizin angelesen und gelegentlich bei Pubmed oder UpToDate gestöbert. Was mich nun besonders freut ist, dass die Lernstrategie so gut aufgegangen ist: Ich habe nicht nur bestanden, sondern bin in der höchsten Kategorie der Prüfungs­ergebnisse – damit gehöre ich zu den besten 10% der Internisten in den USA.

Bei der einzelnen Auflistung der Fachgebiete war ich zwar in der Nephrologie "nur" überdurchschnittlich, und ich habe mir nun das Harrisons Textbuch wieder herausgezogen, um im Themengebiet der Nephrologie zu lesen, aber in allen anderen Gebieten schnitt ich exzellent ab und bin sehr zufrieden. Aber als frischgebackener Facharzt weiβ ich auch, dass ich zwar viel Arbeit in meinen Facharzttitel gesteckt habe, aber auch sehr viel Hilfe von anderen erhalten habe: Deshalb bin ich voller Dank für all die Ärzte, Professoren, aber auch Krankenschwestern und Patienten, die mich zu diesem Ziel geführt haben. Ihnen gilt mein Dank.

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GöttininWeiß
am Freitag, 26. Oktober 2012, 13:00

Herzlichen Glückwunsch!

Ich verfolge Ihren Block nun schon länger und freue mich jedes Mal, wenn es etwas Neues gibt.
Dieses Mal bin aber wirklich etwas enttäuscht, vielleicht auch nur, weil ich eine Frau bin, aber:
Müsste nicht der erste Dank Ihrer Familie und besonders Ihrer Frau gelten...bitte einmal nachholen Herr Petrulus!
Ansonsten bitte weitermachen!
Andreas Skrziepietz
am Donnerstag, 25. Oktober 2012, 16:51

damit gehöre ich zu den besten 10% der Internisten in den USA.

Nichts anderes haben wir erwartet.

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Petrulus über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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