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Vom Arztdasein in Amerika

Arztlizenzen: Regionale Arbeitserlaubnis

Montag, 5. November 2012

In den USA benötigt man wie in Deutschland eine ärztliche Approbation zur Ausübung des ärztlichen Berufes, die sogenannte Arztlizenz. Im Gegensatz zu Deutschland wird sie jedoch vom jeweiligen bundesstaatlichen Gesundheitsministerium ausgestellt, und ihr Erwerb ist bei einem Wechsel in einen anderen Bundesstaat mit weit mehr Aufwand verbunden als nur das Ummelden auf eine andere Landesärztekammer. Aktuell besitze ich Arztlizenzen für die Bundesstaaten Minnesota und Florida, darf also nur in diesen beiden Staaten arbeiten. Manche meiner Kollegen haben eine Lizenz für nur einen einzelnen Bundesstaat, andere für 15 oder gar 20 Bundesstaaten.

Angesichts meiner Überlegungen, in wenigen Jahren entweder nur noch Teilzeit in wechselnden Bundesstaaten zu arbeiten oder an einem hochrangigen Krankenhaus wie der Mayo Clinic oder Harvard eine subinternistische Weiterbildung vorzunehmen, stehe ich aktuell mit einigen Ärztekammern wie die von Texas, Alaska, Hawaii, Colorado, Massachusetts und Washington in Kontakt.

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Dabei wird mir einmal wieder bewusst, wie langwierig die Akquisition solch einer Arztlizenz ist: Man muss formell eine Erlaubnis zur Ausübung des ärztlichen Berufes bei einem mehrköpfigen Gremium beantragen. Der Prozess dauert in etwa ein halbes Jahr, erfordert das Einholen von Empfehlungsschreiben von drei Arztkollegen, das Ausfüllen unzähliger Unterlagen und das Entrichten einer sehr teuren Administra­tionsgebühr. Darüber hinaus verfallen diese Lizenzen alle drei Jahre und müssen entsprechend verlängert
werden; das ist zwar weniger aufwendig im Verhältnis zur Initialbewerbung, darf aber nicht vergessen werden, weil sonst wieder eine umfangreiche Initialbewerbung nötig wird.

 

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Andreas Skrziepietz
am Mittwoch, 7. November 2012, 18:03

Herzliches Beileid

Jetzt wird in den USA der Kommunismus eingeführt
Grosswardeyn
am Dienstag, 6. November 2012, 13:39

Postestas Praxim Medicinae exercendi

In Ungarn etwa gibt es die Licentia oder Approbatio im Arztdiplom seit Kaiser Joseph II. von Habsburg, der letze deutsch-römische in Franfrfurt am Main gekrönt. Aber das nimmt keine staatliche Stelle ernst, weil sie in Latein geschrieben ist. Ich glaube, die ganze Welt verunmöglicht die Aerzte dauernd.

Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Petrulus über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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