Vom Arztdasein in Amerika
Die fliegende Ärzteschaft
Donnerstag, 21. März 2013
Trotz meines vollen
Dienst- und Arbeitsplanes habe ich die Zeit gefunden, Flugstunden zu nehmen. Es ist nicht ganz billig. An einem der kleinen Floridaflughäfen
fliege ich nun ein- bis zweimal die Woche eine kleine Cessna mit meiner
Fluglehrerin und ganz in Fahrschulmanier gibt es holprige Starts und nicht
immer saubere Manöver. Aber ich lebe ja noch, und die Floridalandschaft mit
ihren vielen Seen, Flüssen, Buchten, Stränden, subtropischer Vegetation ist aus
der Vogelperspektive atemraubend schön.
Was
mich weiterhin sehr beeindruckt ist die Tatsache, wieviele Ärzte vor Ort dem
Flugsport nachgehen. Der Neurochirurg fliegt genauso ein Flugzeug wie der
Allgemeinarzt, der Kardiologe oder der Orthopäde; wie ich mittlerweile weiβ, besitzen
viele Ärzte sogar ihre eigenen Flugzeuge, seien es Zwei-, Vier- oder
Achtsitzer, Propeller- oder Düsenmaschinen. Einer der Kardiologen setzt seine
beiden Flugzeuge sogar von der Steuer ab, weil er eine Praxis in einer kleinen
Stadt 60 Meilen entfernt hat und ihm zufolge dort immer hin fliegt. Ob das juristisch ganz sauber ist überlasse ich
ihm.
Man muss festhalten: Der Arzt in
den USA arbeitet sehr viel, hat aber auch eindeutig seine Privilegien.
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