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Dr. werden ist nicht schwer...

Blondinen bevorzugt?

Dienstag, 21. Mai 2013

Anfangs wunderte ich mich lediglich. Mittlerweile ärgere ich mich nur noch über die Ungleichbehandlung der Assistenten in meiner (gar nicht mehr allzu) neuen Klinik. Dies liegt vor allem an zwei Personen: Einer Assistentin (im ersten Ausbildungsjahr) und einem Oberarzt. Obgleich die junge Kollegin im Gegensatz zu den verbliebenen Assistenten mehr als regelmäßig im OP-Programm berücksichtigt wird, beschwert sie sich bei jeder Gelegenheit über die Arbeitsbelastungen zum Beispiel durch Dienste, obwohl sie nicht mal annähernd die meisten schultert.  

Die offensichtliche Bevorzugung bei der operativen Ausbildung gipfelte darin, dass Assistenten mit mehr als zwei Jahren Berufserfahrung der Kollegin als Zweitassistenten bei Eingriffen assistieren durften, die sie selbst noch nie selbst durchgeführt hatten. Bei einer dieser Gelegenheiten konnte ich mich darüber verge­wissern, dass es nicht am Geschick der Kollegin liegt, dass sie häufiger als alle operieren darf. Denn hierfür
zeichnet sich ein Oberarzt verantwortlich. Er umgeht sogar interne Regelungen, um der Berufsanfängerin mehr Eingriffe zukommen zu lassen. Jeglicher Protest der benachteiligten Assistentenriege an höhere Hierarchieebenen verlief bisher sogar im Ansatz erfolglos. Gegenargumente (wie etwa besondere Kompetenz), warum gerade diese Kollegin derart gefördert wird, haben wir aber auch nicht
entgegnet bekommen.  

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Kann sich nicht vorstellen, dass die blonden Haare und das (scheinbar?) unsichere Lächeln der Kollegin keinen Einfluss auf die OP-Vergabe haben,

Euer Anton Pulmonalis

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Das PJ ist überstanden, das Examen rückt näher. Die Doktorarbeit wartet und bei der Wahl der Facharztrichtung gibt es mehr Optionen als bei einer Frage des IMPP. Dieser Blog begleitet den Weg von Anton Pulmonalis ins Examen und in die Zeit danach.

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