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Coronavirus – Medien in Hysterie-Laune

Dienstag, 14. Mai 2013

Nach der Dokumentation einer Mensch-zu-Mensch-Übertragung des neuartigen Coronavirus in Frankreich fehlt es deutschen Medien an der nötigen Gelassenheit. Nicht nur Bild warnt bereits (im Auftrag der WHO) vor einer „schnellen Ausbreitung des lebensbedrohlichen neuen Coronavirus“. Auch die Süddeutsche lebt bereits in der „Furcht vor einer Sars-ähnlichen Epidemie“ und fragt: „Kann man sich schon in der U-Bahn anstecken?“ Das sind Meldungen, die bei Google News ganz oben gelistet werden. Sie haben aber mit der Wirklichkeit wenig zu tun.

Dies zeigt auch der Vergleich mit SARS. Damals (2002) infizierte die Indexperson bereits im Hotel 16 weitere Gäste, die die Epidemie schnell weiter nach Kanada, Singapur, Taiwan und Vietnam exportierten. Für das neuartige Coronavirus wurde nur einmal, vielleicht auch zweimal eine Übertragung von Mensch zu Mensch nachgewiesen, obwohl es viele Gelegenheiten gegeben hätte. Das Virus, das auf der arabischen Halbinsel endemisch ist, wurde bereits mehrfach nach Europa „eingeschleppt“.

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Aber weder in München noch in Birmingham wurde eine Epidemie losgetreten. Dies wird auch in Lille nicht geschehen. Die Sars-Epidemie konnte nach acht Monaten, 8.273 dokumentierten Erkrankungen, darunter 773 Todesfälle, beendet werden. Seit der Entdeckung des neuartigen Coronavirus im September 2012 sind ebenfalls bereits acht Monate vergangen. Bisher sind 34 Fälle aufgetreten, darunter 18 Todesfälle. Wenn das Virus tatsächlich eine epidemische Potenz hätte, wäre längst mehr passiert. Auch in Lille können die Einwohner heute ohne Sorge die Metro benutzen.

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