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Vom Arztdasein in Amerika

Aufnahmestopp im Krankenhaus

Montag, 11. August 2014

Ich arbeite gelegentlich aushilfsweiseaushilfsweise in einem kleinen ländlichen Krankenhaus. Es ist dabei eines jener Basiskrankenhäuser, in dem der Notaufnahmearzt manchmal stundenlang nichts zu tun hat, und die Notaufnahme wie leer gefegt ist. So habe ich manchmal genügend Zeit, um meine Patienten zwei oder drei Mal am Tag zu visitieren.

Natürlich sind in solchen Krankenhäusern oft nur sechs oder sieben Krankenschwestern pro Schicht vorhanden. Dabei betreut eine Krankenschwester maximal vier Patienten und hat eine Pflegeassistenz, die ihr zur Hand geht – üppige Personalverhältnisse aus Sicht des deutschen Gesundheitswesens.

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Wenn dann überraschend viele Patienten doch an einem Tag aufgenommen oder eben nur sehr wenige entlassen werden, passiert es schon einmal, dass die Krankenpflege an ihre logistischen Grenzen stößt. Anstatt dann einfach einer Krankenschwester fünf Patienten zu geben, ruft man alle möglichen Schwestern an und bittet sie kurzfristig und für ein Extraengelt ins Krankenhaus zu kommen.

Klappt das nicht, dann reagiert die Pflegeleitung knallhart und verhängt einen Aufnahmestopp für das gesamte Krankenhaus. Das passiert manchmal mehrere Male im Monat und an solchen Tagen, wie z.B. heute geschehen, hört der Strom der aufnehmenden Patienten plötzlich auf, und alle Aufnahmen werden statt bei uns eben in andere Krankenhäuser aufgenommen.

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Vom Arztdasein in Amerika

Das Staatsexamen wurde 2007 abgelegt, und nicht nur die Frage der Fachrichtung, sondern auch die des Arbeitsortes musste beantwortet werden. Nachdem das Assistenzarztdasein in Frankreich und Deutschland ausprobiert wurde, ging es nach Minneapolis im Jahr 2009. Es schreibt Dr. Peter Niemann über seine Ausbildung zum Internisten (sowie der Zeit danach) und über die Alltäglichkeiten, aber auch Skurrilität eines Arztlebens in USA.

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