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Beitrag 58 von 65

vor 1 Monat (Montag, 1. Februar 2010, 17:15)

Mit treuherzigem Augenaufschlag und dosiertem Lächeln blockte Gesundheitsminister Philipp Rösler bisher alle Fragen nach Details seiner Gesundheitsreform ab. Lediglich den groben Rahmen liess er erkennen: Einkommensunabhängige Versicherungsprämie, Ausgleich aus Steuermitteln für sozial Schwache. Innerhalb des Rahmens ist vieles möglich.

Derweil laufen die Gegner Sturm, ohne genau zu wissen, wogegen. Nicht nur die Opposition attackiert, vorsorglich auch die CSU. So am Wochenende (am 30. 1. in der "Süddeutschen") Horst Seehofer. Er hält die Reformpläne, die es noch nicht gibt, prima vista für "völligen Nonsens". Ähnlich Bayerns Gesundheitsminister Markus Söder, der wegen des Koalitionsproporzes im Bund nicht zum Zuge kam, aber dennoch gerne mitreden will.

Bisher behält Dr. med. Rösler die Nerven. Seine Taktik, die Gegner im Nebel Phantome jagen zu lassen, ist gar nicht schlecht. Spinnen wir mal ein bisschen: Rösler könnte Mitte des Jahres mit einem Knall einen Reformplan vorlegen, der für möglichst viele Gruppierungen der Gesellschaft eine verflixte Mixtur aus Wohltaten und Belastungen enthält, dann cool zusehen, wer auf wen eindrischt, und schließlich einen Kompromiss präsentieren. Oder grandios untergehen.

Die Frage ist, wie lange Rösler die Nerven behält. Seine Vorgänger wurden mit zunehmender Amtszeit zunehmend empfindlicher, nicht zuletzt Seehofer. Die Attacken auf Rösler persönlich und seine Partei werden sich  bis zur NRW-Wahl aufschaukeln. Auch aus der Koalition. FDP inclusive, wenn sich tatsächlich abzeichnet, wie schon jetzt Umfragen raunen, dass die Liberalen mit herben Verlusten rechnen müssen.

 

 

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flosando1 vor 2 Wochen (Dienstag, 23. Februar 2010, 20:59)
Quo vadis, Dr. Rösler?
Stimmt, auch nach mehr als 100 Tagen ist nicht zu erkennen, ob und welche Visionen Dr. Rösler für die nächsten 4 Jahre hat. Nach 8 Jahre massiv übergriffiger Gesundheitspolitik von Ulla Schmidt waren wir alle eigentlich sehr hoffnungsfroh, dass sogar mal ein Mann vom Fach offenen Auges durchs BMG gehen würde. Allerings hätte ich es mir gleich denken können, dass kein frischer Wind durch die Friedrichstrase 105 ziehen würde, wenn das einzig wirklich Konkrete, was man von dem Neuen hörte, das Bekenntnis war, dass er spätestens in 8 Jahren ganz aus der Politik raus möchte. Wenn jemand das zu Amtsantritt sagt, dann hat er im Kopf doch schon bereits jetzt den Rückzug angetreten.
Dr.Teddybaer301 vor 1 Monat (Sonntag, 14. Februar 2010, 21:25)
In der Ruhe liegt die Kraft,
Unser aller Herr Dr. med Rösler,

am Anfang war ich sehr angetan von der Vorstellung ein Kollege würde dieses Amt bekleiden. Gut nach 100 Tagen sind wir wohl alle Schlauer. Ich muss immer noch nach GB fliegen um meine Kosten decken zu können. Ich muss mich immer noch mit der dummen GKV rumschlagen, weil diese wieder Kosten Senken wollen.
Gut, ich weiß dass ich diesmal und in Zukunft die FDP nicht in ihrem Wahlkampf unterstützen werde.
Grosswardeyn vor 1 Monat (Sonntag, 14. Februar 2010, 10:49)
Fernöstliche Seele
Der in Viet-Nam geborene Vietnamese mit verdeutschtem Adoptivnamen benimmt sich in Nord-Europa, wie zu Hause: nach seiner Art, die nicht in unsere Geselschaft passt.
So einfach ist es. Zeit lang kann dies suggestiv auswirken. Das ständige unter den Teppich Kehren, dass immer Offenlassen einer Tür in die Gegenrichtung, Nichtoffensein und sonstige asiatische Benehmungsarten (Taktiken) sind für uns gänzlich inacceptable und auch nutzlos.
adonis vor 1 Monat (Dienstag, 9. Februar 2010, 11:04)
Gut getarnte Taktik von Herrn Dr. med. Rösler
finde ich auch. Auch nach 100 Tagen weiss man nicht was der Mann will. Nun hoffen wir mal, dass wir am Ende nach 4 Jahren etwas schlauer sind. Es reicht eben nicht bei der Bundeswehr Stabsarzt gewesen zu sein.
Lesefrüchtchen

Aus berufs- und standes­politischem Blickwinkel kommentiert der Journalist Norbert Jachertz, Köln/Berlin, “Vermischtes” – von harter Politik bis zu beiläufigen Ereignissen.

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